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Wir sind wieder da! Mit Tipps für den Balkon-Garten.

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
Hier sind wir wieder! Am 10. Dezember hatte ich mich von Ihnen vorläufig verabschiedet und unseren Freizeitnewsletter in Winterschlaf versetzt. Mit Freizeit war ja nicht viel anzufangen in den vergangenen Monaten. Nun steht der Frühling vor der Tür und die ersten Lockdown-Lockerungen treten in Kraft, wenngleich sich Deutschland auch bis mindestens Ende März noch im Pandemie-Ausnahmezustand befindet. Dennoch Grund genug, Ihnen mit unseren wöchentlichen E-Mails wieder Tipps für die Freizeitgestaltung zu geben. In dieser Ausgabe holen wir uns den Frühling in Form eines Gartens auf den Balkon. Also um genau zu sein können Sie das tun. Ich bin leider eine absolute Niete in der Pflanzenzucht.
Es gibt nur zwei Pflanzen, die bei mir bislang überlebt haben: Eine ist ein Olivenbaum, an dem ich sehr hänge, weil ich ihn unter großer Anstrengung in den vierten Stock getragen habe. Im ersten Sommer verlor er plötzlich sämtliche Blätter, berappelte sich wieder und sagen wir so: Er ist gezeichnet (=fast kahl), aber er lebt.
Die andere ist ein Basilikum aus dem Supermarkt. Ich habe gelesen, dass Basilikum aus dem Supermarkt eigentlich nicht länger als eine Woche überleben kann. Meinen habe ich im ersten Lockdown gekauft. Damals wollte ich unbedingt etwas Lebendiges in meinen Single-Haushalt holen, da blieb nur: Katzenbaby oder Pflanze. Es wurde also ein Basilikum. Und der wuchs und wuchs - ich habe ihn einmal umgetopft und sogar Samen geerntet. Was der Generation Ü50 ihr Haus, ihr Kind, ihr Baum … das ist der Generation Anfang/Mitte 30 der (über)lebende Basilikum.
Hier übrigens ein Basilikum-Profi-Tipp: Sie müssen sich früh nach dem Basilikum-Kauf entscheiden, ob Sie ihn essen oder züchten wollen. Für den Verzehr darf die Pflanze nicht zu lange stehen und nicht blühen! Dann geht der Geschmack verloren.
Aber nun wünsche ich Ihnen viel Spaß - und viel Erfolg - mit den Balkon-Gärtner-Tipps meiner Kollegin Juliane Groh.
Herzliche Grüße - und schön, Sie noch als Leser bei uns zu haben!
Ihre
Julia Grass

Der "Naschbalkon" - ein Obst- und Gemüsegarten vorm Fenster

Foto: gustagarden.com
Foto: gustagarden.com
Gut für das Klima, gut für die Seele, gut für die Küche - wer in der Stadt wohnt und einen Balkon hat, kann sich auch ohne eigenen Garten eine grüne Oase schaffen und regelmäßig Selbstangebautes ernten. Für eine ertragreiche Ernte vom Naschbalkon gilt es allerdings, einiges zu beachten. 
Wie wird auf dem Balkon am besten angebaut?
Auf die Kübel kommt es an! Und auf deren Mischung. Optimal wird die Anbaufläche auf dem Balkon genutzt, wenn nicht nur in Töpfen auf dem Boden oder im Kasten am Geländer, sondern vor allem nach oben gestaffelt angebaut wird. Wichtig ist, dass alle Gefäße genügend Raum für die Wurzeln lassen – denn je kleiner das Gefäß ist, desto häufiger müssen die Pflanzen bewässert werden und desto kleiner bleiben sie.
Beim vertikalen Gärtnern teilt sich der Raum in grob drei Ebenen: Unten auf dem Boden stehen zum Beispiel größere Pflanztaschen für Wurzelgemüse, große Pflanzkübel oder -kästen mit Rankhilfen für Tomaten, Gurken und Co. Ihre Ranken reichen dann schon in die obere Ebene, wo neben Rankstäben und -gittern auch hängende Blumenampeln, Pflanzregale oder Pflanztaschen für die Wand zu finden sind. An der Wand gedeihen zum Beispiel sonnenliebende Kräuter oder Erdbeeren hervorragend. In der Mitte dazwischen hängen die klassischen Kästen am Balkongeländer oder stehen Töpfe auf Tischen. Auch kleine Hochbeete eignen sich hervorragend für das Gärtnern auf dem Balkon, vor allem für Salate und andere Beetgemüse. Unter dem Hochbeet können außerdem alle Gärtnerutensilien verstaut werden – auf diese Weise schafft man gleich Ordnung im Minigarten.
Welches Zubehör wird für das Gärtnern auf dem Balkon benötigt?
Zur Grundausrüstung gehören unbedingt: eine kleine Schaufel zum Pflanzen und Umtopfen, eine kleine Harke, um die Erde aufzulockern, eine Gartenschere zum Abschneiden von Verblühtem und welken Blättern sowie eine Gießkanne zum Bewässern. Ein angenehmes Plus sind Arbeitshandschuhe und ein kleiner Pflanztisch zum rückenschonenden Gärtnern. Praktisch ist auch, für den Balkon extra Handfeger und Kehrblech zu bestimmen – denn den häufig anfallenden Schmutz möchte man vielleicht nicht in die Wohnung tragen.
Foto: thegardenshop.com
Foto: thegardenshop.com
Wie bringt der Naschbalkon eine gute Ernte?
Alle Gemüsepflanzen benötigen in ihren Gefäßen vor allem ausreichend Platz für ihre Wurzeln. Einige Hersteller bieten inzwischen spezielles Saatgut für Balkongemüse an. Sogenanntes „Snack-Gemüse“ wächst besonders kompakt, auch die Früchte sind zum Teil kleiner – dafür fruchten die Sorten in Kübeln umso reicher. Auch hierbei gilt es, den Zeitpunkt der Aussaat zu beachten: Bei Spinat, Kohlrabi, Möhren und einigen anderen Gemüsearten gibt es Früh- und Spätsorten. Mit etwas Gärtnergeschick können Jungpflanzen kostengünstig selbst aus Samen gezogen werden. Dafür werden außer dem Saatgut und geeigneten Anzuchtbehältern vor allem Sonne, Wasser und Anzuchterde benötigt. Und ein bisschen Glück. Gerade beim Balkongemüse ist die eigene Anzucht empfehlenswert, denn speziell geeignete Sorten werden im Fachhandel nicht immer als Jungpflanzen angeboten. Die Anzucht im Haus kann Anfang März losgehen, ab April kann der Balkon bepflanzt werden.
Sonne oder Schatten – welche Gemüsesorten und Kräuter gedeihen auf welchem Balkon?
Ein nach Süden ausgerichteter Balkon ist ideal für alle Sonnenanbeter – Pflanzen wie Nutzer. Dazu zählen Gemüsesorten wie Paprika, Aubergine, Zucchini, kleine Gurken und Kürbisse, aber auch Kartoffeln, Bohnen oder Chili. Vor allem mediterrane Kräuter fühlen sich auf dem Südbalkon wohl, zum Beispiel Oregano, Rosmarin, Thymian, Majoran, Salbei und Lavendel. Erdbeeren sind das klassische Balkonobst und brauchen viel Sonne. Auch die Tomate gedeiht am besten auf einem sonnigen Balkon.
Aber auch am Schattenbalkon müssen Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner nicht verzweifeln – hier gibt es Abstufungen. Richtet sich der Balkon beispielsweise nach Osten oder Westen aus, bietet er mit sonnigen und schattigen Phasen beste Bedingungen für viele, vor allem heimische Gemüsesorten wie Brokkoli, Kohlrabi, Salate jeder Art, Karotten und Radieschen, Bohnen und Erbsen. Auch auf weniger sonnenhungrige Kräuter können sie zurückgreifen, etwa Petersilie, Kerbel, Kresse, Minze oder Schnittlauch. Selbst auf einem vorwiegend schattigen Nordbalkon kann ein kleiner Naschgarten entstehen. Die Auswahl ist zwar eingeschränkt, aber unter anderem Mangold, Rucola, Lauch oder Feldsalat kommen im Schatten bestens zurecht. Im Kräutergarten finden Bärlauch, Kümmel, Estragon und Schnittlauch einen schattigen Platz.
Foto: artursfoto/stock.adobe.com
Foto: artursfoto/stock.adobe.com
Ein Schatz für die Küche – so gelingt der Kräutergarten

Ein Kräutergarten auf dem Balkon ist ein wahrer Schatz für Hobbyköchinnen und Hobbyköche – und er lässt sich recht leicht anlegen. In einzelnen Töpfen, Kästen oder Ampeln fühlen Kräuter sich wohl, wenn sie groß genug sind. Nach dem Kauf der Pflanze wird sie also am besten in einen etwas größeren Behälter umgetopft. Richtwert sind Töpfe mit einem Durchmesser von mindestens 15 bis 20 Zentimetern, auch klassische Balkonkästen funktionieren gut. Die Menge der Erde spielt ebenso eine wichtige Rolle. Kleinere Kräuter brauchen etwa drei bis fünf Liter Erdvolumen. Größere Pflanzen, zum Beispiel Salbei, brauchen mindestens fünf Liter Erde. Für einen gemischten Kräutergarten sind Töpfe und Kübel mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 15 Litern ideal.
Wichtig ist, dass die Pflanzgefäße über Abzugslöcher für Wasser verfügen, um Staunässe zu verhindern. Auf jeden Fall gehört unter Substrat und Erde eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Tonscherben, damit Wasser gut abfließen kann. Damit jede Kräuterpflanze die beste Chance hat, sollte sie nur mit Kräutern zusammen gepflanzt werden, die ähnliche Bedürfnisse haben. Mediterrane Kräuter wie Lavendel und Rosmarin zum Beispiel mögen es trockener – sie brauchen lockere und nicht zu nährstoffreiche Erde. Dafür werden Sand und Splitt untergemischt. Ganz anders verhält es sich bei heimischen Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Melisse – sie brauchen einen feuchten und nährstoffreichen Boden. Gegossen wird am besten mit leicht abgestandenem Wasser, morgens oder abends. Häufigkeit und Menge richten sich nach den Bedürfnissen der einzelnen Kräuterarten. Während der Gartensaison kann ruhig organischer Langzeitdünger zugesetzt werden – aber auch hier nur ganz nach Bedarf.
Foto: Freepik, Christiane Kunze
Foto: Freepik, Christiane Kunze
Was tun am Wochenende?

Foto: Schauspiel Leipzig / Rolf Arnold
Foto: Schauspiel Leipzig / Rolf Arnold
Virtuelles Theater
Von der Party zur Apokalypse: ​„Die Ermüdeten oder Das Etwas, das wir sind​“ steht am Freitag ab 20 Uhr auf dem Digital-Programm des Schauspiels Leipzig​. Hausregisseurin Claudia Bauer bringt ein pointiertes Stück auf die Bühne, in dem eine Gruppe von Großstadt-Menschen zwischen ihren heiß diskutierten Entscheidungen über das richtige Bier bis hin zum richtigen Leben nicht mitbekommt, wie um sie herum die bekannte Welt in Trümmer fällt. Zu Tickets und Stream geht’s hier.
Foto: PR
Foto: PR
Konzert-Gefühl im Wohnzimmer
Mehr als 90 Minuten Cumbia, Reggae und Punk liefert das Werk 2 am Sonntag ab 20 Uhr per Stream direkt nach Hause. Zu sehen gibt es die kolumbianisch-argentinische Band Che Sudaka ​beim Live-Konzert in Barcelona. Wer möchte, kann im Live-Chat auch mit der Band in Kontakt treten. Mehr zum Event und zu den Tickets gibt es hier
Vorlesen lassen
​Die Lesereihe „Hausdurchsuchung“ ​der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig ist zu Gast bei LOFFT digital! Gelesen werden Texte über das Leben im Zeitalter des Anthropozäns, die einen Einblick geben in die Vielseitigkeit der jungen deutschsprachigen Literatur. Die Lesung findet Freitag ab 20 Uhr online über das Videokonferenzprogramm Zoom statt. Der Link wird nach Ticketerwerb per E-Mail zugeschickt. Eintritt auf Spendenbasis.
Neues aus Stadt und Land

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