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Wandern mit Alpacas ++ Wellness in Bad Lausick ++ Comedy in Leipzig

Liebe Leserinnen und Leser, Mit dem Wetter ist es im Herbst ja immer so eine Sache. Werfe ich einen B
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserinnen und Leser,
Mit dem Wetter ist es im Herbst ja immer so eine Sache. Werfe ich einen Blick in meine Wetter-App, sehe ich alles von Sonnenschein und 21 Grad (heute!) über Wolken bis Regen und 16 Grad (Montag…). In dieser Ausgabe unseres “frische Luft” Newsletters haben wir deshalb ein möglichst breites Angebot für Sie zusammengestellt. Mein persönliches Highlight: Wandern mit Alpacas. Die Tour mit den wunderbar flauschigen und gutmütigen Tieren steht hoch im Trend, nicht nur bei Sachsen, auch bei chinesischen Reisegruppen. Unser Reporter Frank Hörügel war bei einer Wandertour dabei - und ich bin so neidisch!
Unsere Reporterin Hanna Gerwig haben wir für “frische Luft” zur Wellness-Auszeit nach Bad Lausick geschickt, um zu testen, was das Riff Resort, das in diesem Jahr 25. Geburtstag feiert, unter Pandemie-Bedingungen und bei Schmuddelwetter zu bieten hat. Ob auf der Massageliege mit Aromaöl auf dem Rücken, dick eingepackt in Creme wie Nofretete oder mit brennender Kerze im Ohr: Die Empfehlungen unserer Reporterin für eine entspannende Auszeit in Bad Lausick lesen Sie hier gleich als Erstes.
Die Region lockt diesmal am Wochenende mit einem Workshop zum Karten machen und wer in Leipzig bleibt, dem empfehlen wir eine Premiere im Central Kabarett oder einen Besuch in der neuen alten Substanz - die Kultkneipe verkündete diese Woche überraschend ihr Ende - und noch überraschender ihre Wiederauferstehung. Heute geht’s los. An neuem Standort und mit neuem Konzept.
Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dieser Ausgabe!
Herzliche Grüße
Ihre Julia Grass // j.grass@lvz.de

Der Herbst-Ausflug: Wellness in Bad Lausick

Das Freizeitbad Riff kann von den Gästen ebenfalls genutzt werden. Foto: Hanna Gerwig
Das Freizeitbad Riff kann von den Gästen ebenfalls genutzt werden. Foto: Hanna Gerwig
Längst ist das Freizeitbad über die Grenzen des Landkreises hinaus ein Begriff. In diesem Jahr ist es 25 Jahre alt geworden. Ein Geburtstag, der eigentlich groß gefeiert werden sollte, hätte Corona nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die geplante Sommerfeier dagegen musste abgesagt werden.
Das Riff Resort selbst ist jünger, es besteht erst seit zwei Jahren. 2018 wurde das dreigeschossige Hotel nach der Planung des Bad Lausicker Architektenbüros Axel Höer fertiggestellt. Jetzt schließt sich der kantige, weiße Bau nahtlos an das Freizeitbad an – nahtlos deshalb, weil die Gebäude durch einen Gang im ersten Stock miteinander verbunden sind. „Unser Bademantelgang“, nennt ihn Geschäftsführerin Jana Frost. So könnten Gäste mit ihrem elektronischen Schlüssel gleich vom Zimmer hinüber ins Bad und dort Sauna und Schwimmbecken nutzen. Ein Vorteil, der Übernachtungsgästen im Hotel vorbehalten bleibt.
Seit kurzem ist das Hotel offiziell für seine Familienfreundlichkeit zertifiziert. Hilfsmittel wie Hochstühle und Babyfone sind vorhanden, es gibt Rabatte für Kinder. So kostet eine einzeln gebuchte 20-minütige Kindermassage mit Nachruhe 11 Euro. Erwachsene zahlen für eine halbe Stunde Rücken-Massage 23 Euro.
Für Paare gibt es Rundum-Sorglos-Pakete mit viel Zeit für Zweisamkeit – etwa im Privat-Wellness-Spa oder bei einem gemeinsamen Candle-Light-Dinner. Das Paket für ältere Menschen enthält neben unbegrenztem Eintritt in die Sauna-Landschaft auch die Teilnahme an der Riff-Aquafitness, mehrere gesundheitsfördernde Wohlfühl-Behandlungen und regelmäßigen Zugang zum Buffet.
Moderne Möbel, klare Linien und einzelne Farbakzente prägen den Stil der Zimmer. Familien können ihren Raum erweitern, sodass Eltern und Kinder je ein eigenes Zimmer haben. Zudem ist das Haus grundsätzlich barrierefrei. Komplett behindertenfreundlich ist allerdings nur eines der Zimmer – hier kann sich eine frühe Buchung also lohnen.
Wer sich durch das Hotel bewegt, muss eine Maske tragen. Das ohnehin recht strenge Hygienekonzept ist dahingehend angepasst worden, dass noch stärker auf Desinfektion aller Oberflächen geachtet werde.
Drei Behandlungen im Test

Die Aromaöl-Massage: Erholung für den Körper
Foto: Hannah Gerwig
Foto: Hannah Gerwig
Das habe ich erwartet: Entspannung.
Das habe ich bekommen: Entspannung. Die Massagen im Riff sind ausdrücklich kosmetischer Natur. Sie sollen nicht mit physiotherapeutischen oder anderen medizinischen Maßnahmen verwechselt werden.
Für die Massage wähle ich aus verschiedenen duftenden Öle aus. Die einzelnen Körperbereiche deckt Fugmann mit weichen Handtüchern ab, Arme, Beine und der Rücken werden erst freigelegt, wenn sie an der Reihe sind und hinterher wieder zugedeckt. Zwischendurch muss ich mich wenden, was durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit unweigerlich sehr unelegant aussieht - allerdings auch vollkommen egal ist. Dazu läuft Entspannungsmusik, die, wie es ihr nun mal zu eigen ist, mal nach Waldspaziergang und mal nach der Abspannmelodie eines Rosamunde-Pilcher-Films klingt. Das macht aber nichts, denn nach wenigen Minuten döse ich weg.
So fühlt sich das an: Kurz: Sehr, sehr angenehm. Wie schon gesagt, wird man nicht durchgeknetet. Trotzdem merke ich, wie sich nach und nach kleinere Verspannungen lösen. Die sitzen bei mir – wie wohl bei vielen Menschen mit Bürojob – am Rücken und in der Schulterpartie. Fugmann wendet hier sanften Druck an, schmerzhaft wird es aber nicht.
Preis: 50 Euro für 50 Minuten Aromaöl Ganzkörper Massage
Das Ohrenkerzen-Ritual: Umstrittene Anwendung
Foto: Hannah Gerwig
Foto: Hannah Gerwig
Das habe ich erwartet: Alles. Von Wachs im Ohr bis hin zu Verbrennungen habe ich mir sämtliche Horrorgeschichten ergoogelt. Die hatten allerdings – das gleich vorweg – nichts mit meiner tatsächlichen Erfahrung gemein.
Das habe ich bekommen: Erst einmal keine Kerze aus reinem Wachs, sondern eine aus mehreren Baumwolllagen. Innen hohl und unten mit einem Filter ausgestattet, soll durch die Wärme beim Abbrennen das Ohr gereinigt werden. Auch gegen Tinitus soll das Verfahren helfen. Geeignet ist es nicht für jeden: Menschen mit Gleichgewichtsproblemen würde man etwa von der Behandlung abraten. Während ich auf der Seite liege, wird die dünne Kerze vorsichtig in mein Ohr eingeführt – nicht sehr tief (kein Vergleich zu einem Ohrenstäbchen). Dann wird sie angezündet un mein Ohr luftdicht verschlossen. Die Reinigung soll durch den Unterdruck funktionieren.
Medizinisch ist die Wirkung solcher Kerzen umstritten. Das Ärzteblatt berichtet von Verbrennungen durch Wachs und möglichen Schädigungen des Trommelfells. Obwohl es die Kerzen zur Selbstanwendung mittlerweile oft in Drogeriemärkten oder zumindest in den Tiefen des Internets zu finden gibt, kann man also nur davon abraten, das zu Hause auszuprobieren. Wer eine professionelle Ohrreinigung braucht, ist beim HNO-Arzt gut aufgehoben. Ob eine Wellness-Behandlung in Frage kommt, muss jeder Erwachsene selbst entscheiden.
So fühlt sich das an: Ich  fühle ich mich gut aufgehoben und habe den Eindruck, man weiß, was man tut. Tatsächlich erzeugt die Kerze eine angenehme Wärme. Ihr Herunterbrennen klingt für mich wie ein kleines Lagerfeuer im Kopf – irgendwie beruhigend. Danach steht noch eine „Energiepunkt-Gesichtsmassage“ an, mein persönliches Highlight. Mit leichtem Druck werden Kreise um meine Augenpartie gezogen, die Ohrläppchen massiert und immer wieder auch die Stelle über meiner Nasenwurzel. Hiermit soll das Stirnchakra, sozusagen das dritte Auge stimuliert werden. Es fühlt sich sehr entspannend an und wenn ich eine Kritik an der Massage habe, dann die, dass sie zu schnell vorbei ist.
Preis: 29 Euro für Ohrenkerzenritual inklusive Gesichtsmassage und Nachruhe von 30 Minuten
Die Schwebeliege: Eingewickelt wie Nofretete
Das habe ich erwartet: Eine Gesichtspackung.
Das habe ich bekommen: Eine Ganzkörperpackung mit einer Granatapfel-Lotion, gegen trockene Haut. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Cremes, gegen Verspannungen, gereizte, sensible oder irritierte Haut. Vollkommen eingeschmiert werde ich auf der Schwebeliege, einem Ungetüm in Beige, erst in eine Einmal-Folie und dann in eine Gummi-Decke mit Wasserbett-Funktion gebettet. Schön sieht das nicht aus, aber das ist ja auch nicht das Entscheidende.
So fühlt sich das an: Als würde man in einem riesigen, warmen Marshmallow versinken. Die Liege wird mit Wasser vollgepumpt, sodass man sich tatsächlich in einer schwebenden Position fühlt. Dadurch dass die Gummidecke fest am Körper klebt, kann die Lotion in den zwanzig Minuten, in denen man wie eine ägyptische Mumie da liegt, gut einziehen. Persönlich fand ich das gluckernde Wasserbett nach einer Eingewöhnung ganz behaglich – vielleicht ein bisschen zu warm. Meine Empfehlung gebe ich daher eher für die Wintermonate - und auf keinen Fall für Menschen mit Platzangst!
Preis: 25 Euro für 20 Minuten inklusive einer Comfort Spa Packung
Anfahrt und Infos: Riff Ressort Bad Lausick, Am Riff 4, 04651 Bad Lausick, In Bad Lausick wird auf das Riff hinreichend hingewiesen. Folgen Sie einfach der Ausschilderung “Freizeitbad”.
Preise: Einzel- und Doppelzimmer ab 80 Euro pro Nacht, 2-Raum Ferienwohnung für bis zu 4 Personen ab 140 Euro pro Nacht. Aktion: Am 25. eines Monats gibt es 25 Prozent Rabatt.
Flausch, flauschiger, Wandern mit Alpacas!

Alpakastute mit ihrem Fohlen auf der Weide in Remsa. Quelle: Frank Hörügel
Alpakastute mit ihrem Fohlen auf der Weide in Remsa. Quelle: Frank Hörügel
Michelangelo reckt seinen Kopf aus der Stalltür – weißes Haupthaar mit einer dunkelgrauen „Mütze“ zwischen den aufgestellten Ohren. Seine riesigen, schwarzen Augen schauen neugierig und ein bisschen ängstlich in die Runde. Michelangelo ist ein sechs Jahre alter Alpakahengst der langhaarigen Rasse Suri. Er wird für die nächsten anderthalb Stunden das Tier an meiner Seite sein. Als Reporter begleite ich an diesem warmen Spätsommertag Ende September die Alpakawanderung unter Führung von Katharina Kraft von Wedel. Zusammen mit ihrem Mann Hartwig betreibt die 44-Jährige das Unternehmen in Oschatz.
Michelangelo ist einer von elf Hengsten, die an diesem Tag auf Wanderschaft gehen. Wandern mit Alpakas liegt deutschlandweit im Trend. Die Zahl der Alpakas hat sich im vergangenen Jahrzehnt bundesweit etwa vervierfacht. Das Selfie mit einem der flauschigen Tiere steht für die meisten Teilnehmer der Wandergruppen ganz oben auf der Wunschliste. Auf Instagram finden sich unter dem Hashtag „Alpaca“ weltweit Millionen Beiträge – kostenloses Marketing für die Touranbieter.
„Bitte die Tiere auf der rechten Seite gehen lassen und am Anfang die Leine nahe am Kopf fassen. Später kann man die Leine etwas länger lassen“, sagt Katharina Kraft von Wedel. Ich fasse beherzt zu. Michelangelo schaut mich aus seinen unergründlichen Augen skeptisch an. Lautlos setzt sich mein tierischer Begleiter auf der Bitumenstraße zwischen Remsa und Grauschwitz in Bewegung. Seine Hufe klappern nicht, sie besitzen ein weiches Sohlenpolster. Michelangelo bewegt seine Beine im Passgang – so wie Dromedare oder Kamele. Denn Alpakas zählen zur Familie der Kamele.
Auf den Weiden der Alpakafarm in Remsa stehen rund 150 Tiere. 45 Fohlen wurde in diesem Jahr geboren. Bewirtschaftet wird der Betrieb von der Familie Kraft von Wedel, auch die Kinder (8, 12, 13 und 15 Jahre alt) helfen mit. Geld verdient das Unternehmen Sachsen Alpakas Wiederoda/Remsa mit dem Verkauf der gezüchteten Tiere an andere Züchter oder an Freizeithalter. Im Hofladen, der sich im Firmensitz Wiederodaer Schloss befindet, werden Wolle, Kleidung, Kuscheltiere oder Bettwaren – alles in Handarbeit aus Alpakawolle hergestellt – verkauft. Weitere Standbeine sind die Ausbildung von Alpakas für Therapiezwecke und eben die Alpakawanderungen.
Wir wandern jetzt an den Alpakaweiden vorbei, sehen die Stuten mit ihren Fohlen. Der Alpakahengst lässt sich jetzt sogar von mir an seinem langen Hals streicheln. Das Fell ist wuschelweich. Nicht ohne Grund wird es in seiner ursprünglichen Heimat „Vlies der Götter“ genannt. Alpakafasern zählen zu den wertvollsten Naturfasern, die es auf der Welt gibt.
Nach einer Weile erreichen wir den ersten Rastplatz. Auf der Wiese am Wegesrand macht sich Michelangelo sofort über das frische Gras her. „Jetzt geht’s weiter“, sage ich. Und zum ersten Mal spricht Michelangelo mit mir. Der nörgelige Laut klingt wie „Nö“.
Vor uns liegt noch über die Hälfte der insgesamt reichlich vier Kilometer langen Wegstrecke. Kurz vor Grauschwitz gibt es einen kleinen Aufreger. Der Karabinerhaken an der Leine des Alpakahengstes Talisman hat sich von selbst gelöst, was normalerweise nicht vorkommt Das Tier entwischt seiner Begleiterin. Nach ein paar Minuten haben Katharina und Hartwig Kraft von Wedel mit vereintem Geschick Talisman wieder eingefangen. „Alpakas sind Herdentiere, die entfernen sich nie weit von den anderen Tieren“, sagt die Chefin der Wandergruppe.
Kurz vor dem Ortsschild von Grauschwitz – die Wanderroute führt quer durch das Dorf – stellt Michelangelo die Ohren auf, wirkt unruhig und wird langsamer. Und schon ist der Grund seiner Verunsicherung zu hören. Aus einem Gehöft tönt wütendes Gebell, andere Hunde stimmen ein. „Vor Hunden haben die Alpakas Angst und würden am liebsten wegrennen“, sagt Katharina Kraft von Wedel. Dann müsse man die Leine etwas fester fassen.
Geschafft! Wir haben Grauschwitz mit seinen Hunden hinter uns gelassen und wandern wieder auf freier Flur – vor uns die Mühle, rechter Hand ist der Kirchturm von Ablaß zu sehen. Und da geht es auch schon auf den Lutherweg.
Nach anderthalb Stunden und reichlich vier Kilometer Wegstrecke sind wir wieder auf dem Gehöft in Remsa angelangt, die entspannte Wanderung ist zu Ende. Auf den letzten Metern verfällt Michelangelo in einen leichten Trab. Dann wird die Stalltür geöffnet. Ich gebe meinem Alpakahengst zum Abschied noch einen leichten Klaps auf den Rücken und sage: „War schön mit dir.“ Ob meine Wanderbegleitung das genau so sieht, bleibt sein Geheimnis. Nicht mal sein brummiges „Nö“ lässt sich Michelangelo entlocken, bevor er im Stall verschwindet.
Anfahrt und Infos: Zauberland Alpakas. Lindenstr. 17, 04779 Wermsdorf OT Wiederoda, Telefon: 034364 - 899 000.
Preise: 35 Euro für Erwachsene, 25 Euro für Kinder von 7-12 Jahren, Kinder unter 7 Jahren kostenlos, Führen eines eigenen Alpacas erst ab 7 Jahren möglich. Vorherige Anmeldung nötig, freie Termine www.alpacas.de - noch bis Ende November.
Am Wochenende in die Region: Die KartenMACHERwerkstatt im Altenburger Residenzschoss

Foto: Kartenmacherwerkstatt ©Jens Paul Taubert_1
Foto: Kartenmacherwerkstatt ©Jens Paul Taubert_1
Im Residenzschloss Altenburg gibt es einige Kostbarkeiten zu entdecken. Ein besonderes Stück Altenburger Kunstgeschichte wurde aber erst 2016 neu aufgelegt. Das Kartenmacherhandwerk, ein Aushängeschild der Stadt, kann in der eigens eingerichteten KartenMACHERwerkstatt erlernt werden. Sowohl gegossene Druckplatten mit historischen Motiven als auch ganz eigene Kreationen bringen Interessierte unter den wuchtigen Druckpressen aufs Papier. Dabei kommt auch moderne Technik zum Einsatz, denn die Eigenkreationen können erst als gezeichnetes Computerbild erstellt und anschließend im 3D-Drucker für die Nachwelt greifbar gemacht werden. Ganz schön modern, dieses alte Handwerk! Gehen Sie bei den Kartendruckmeistern in die Lehre! Tauchen Sie in die Geschichte des Druckhandwerks ein und lernen Sie, Spielkarten selbst zu drucken.
Anfahrt und Infos: Residenzschloss Altenburg, Schloss 2-4, 04600 Altenburg. Freitag und Samstag jeweils 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr, Dauer: ca. 60 Minuten, Kosten: 5 Euro pro Person. Um Voranmeldung wird gebeten. Mehr Infos hier.
Das Wochenende in Leipzig

Leipziger Central-Kabarett: „Amnesie“-Premiere
Ein Regissör hat’s schon mal schwör: Tom Bailey (Mitte), umringt von Robert Günschmann (links unten), Jan Mareck (links oben), Martin Joost (rechts oben) und André Bautzmann. Foto: André Kempner
Ein Regissör hat’s schon mal schwör: Tom Bailey (Mitte), umringt von Robert Günschmann (links unten), Jan Mareck (links oben), Martin Joost (rechts oben) und André Bautzmann. Foto: André Kempner
Der Untertitel „Besser ist’s, man vergisst’s“ hat auch einen Bezug zur schwierigen Entstehungsgeschichte des neuen Programms: Ursprünglich sollte „Die fabelhafte Welt der Amnesie“ im März Premiere im Central-Kabarett feiern. Doch die Pandemie raffte nicht nur die Brettl-Spielpläne dahin – auch den Inhalt konnten André Bautzmann und Robert Günschmann im Prinzip vergessen. Mit weitgehend neuer Füllung ist es nun aber so weit: Am Samstag ist Amnesie-Premiere.
Das Stück hat seinen Ausgangspunkt im fast alles beherrschenden Covid-19-Kosmos, will jedoch dann den Fokus auf andere, verdrängte Themen im Spannungsfeld zwischen Alltag und Politik lenken. In den selbst geschriebenen Texten der Jung-Kabarettisten geht es unter anderem um überbordende Bürokratie, Ernährung, Freiheit und Rassismus. Und immer schimmern dabei die typisch menschlichen Verdrängungs-Mechanismen durch, auf die Bühne gebracht mit bereits bekannten Figuren und in der bewährten Besetzung. Neben Günschmann und Bautzmann spielen Jan Mareck und Martin Joost nicht nur am Piano sowie Schlagzeug, sondern auch szenisch mit – inszeniert von Tom Bailey.
Viel Witz und abwechslungsreiche Songs sollen die neue Normalität vergessen machen, so das Versprechen.
Anfahrt und Infos: „Die fabelhafte Welt der Amnesie“ im Central-Kabarett, König-Albert-Haus, Markt 9. Voraufführung am Freitag und Premiere am Samstag um jeweils 19.30 Uhr, außerdem am Sonntag um 18 Uhr im Central-Kabarett. Karten unter Telefon 0341 52903052 sowie www.centralkabarett.de.
Aus Alt wird neu: Die Substanz
Ab 1. Oktober gibt es in der Substanz einen neuen Betreiber. Quelle: Andre Kempner
Ab 1. Oktober gibt es in der Substanz einen neuen Betreiber. Quelle: Andre Kempner
Am 29. September wurde in der Substanz Abschied gefeiert. Der langjährige Betreiber hat die beliebte Leipziger Kneipe nach zehn Jahren verlassen. Doch es geht direkt weiter im Täubchenweg. Der Inhaber der Reudnitzer Kultkneipe Substanz, Andreas Wendland, wird ab dem 1. Oktober auch deren neuer Betreiber sein. Er löst Jörg Staudt ab, der in den letzten zehn Jahren die Geschäfte im Täubchenweg geführt hat.
Zum Neustart wird es im Substanz-Biergarten in Kooperation mit dem Japanischen Haus aus der Eisenbahnstraße vier Tage lang japanisches Essen geben. Der Verein Japanisches Haus setzt sich seit Jahren für den sozialen Zusammenhalt und interkulturellen Austausch im Leipziger Osten ein und organisiert neben anderen Projekten eine wöchentliche „Küche für Alle“. In den nächsten Tagen wird die Küchenbelegschaft in den Täubchenweg umziehen. „Wir werden den Ausschank übernehmen und das Japanische Haus übernimmt komplett die Küche“, so Wendland. Angeboten werden Ramen-Suppen, Saté-Spieße und auch japanisch angehauchte Burger. Mit dem Japanischen Haus sei eine Kooperation bis Ende des Jahres geplant. Prinzipiell solle es in der Substanz aber auch wieder wie gewohnt klassische Burger geben.
Der Biergarten – das Aushängeschild der Substanz – soll bis in den Dezember hinein geöffnet bleiben. Im Innenraum können unter Corona-Bedingungen maximal zehn Gäste sitzen. Heizstrahler, Planen und Decken sollen es ermöglichen, auch in der kalten Jahreszeit den Außenbereich zu nutzen. Auch ein großes Zelt im vorderen Bereich sei im Gespräch. Es soll weitergehen mit der Substanz – wie, werden die nächsten Wochen zeigen.
Anfahrt: Substanz, Täubchenweg 67

Neues aus Stadt und Land

Offenes Singen am Tag der Deutschen Einheit auch in Leipzig
Wildschweine, Wisente, Weißwedelhirsche – auf Entdeckungstour im Wildpark Connewitz
Messe Jagd & Angeln: Neues rund um Wild und Wald, Fisch und Fang
Stadt Leipzig erweitert Angebote im Stadtteilpark „Am Wasserschloss“
Cammerspiele spazieren mit Publikum über Leipziger Brachfläche
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