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Wandern in der Westlausitz und speisen zwischen Tieren

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
hinter uns liegt eine ziemlich lange Zeit, in der freizeitmäßig einiges in der Schwebe war. Mehrere Monate ging wegen der Corona-Pandemie in Sachen Kultur, Gastro, Sport & Co. gar nichts, dann war vieles nur eingeschränkt möglich und begleitet wurde das Ganze von jeder Menge Unsicherheiten. Momentan gibt es fast keine Beschränkungen mehr - und Leipzig und Umgebung blühen auf!
So fühlt es sich jedenfalls beim Blick auf die Termine der kommenden Wochen an: Vor der Messestadt liegt ein Mega-Veranstaltungswochenende (das die LVZ natürlich begleitet): Doppel-Konzert von Rammstein, die Straßenbahn-Europameisterschaft, das Radrennen neuseen classics, ein Tanzfestival, ein Straßenfest im Leipziger Süden - und das ist bestimmt noch nicht alles. Ganz abgesehen davon spielen sowohl BSG Chemie Leipzig als auch RB Leipzig um Pokale - zwar nicht in Leipzig, aber die Finals werden auch in der Stadt zu spüren sein.
In den kommenden Wochen folgen unter anderem weitere Großkonzerte (Elton John und Herbert Grönemeyer), das Deutsche Chorfest, das Leipziger Stadtfest und das Wave-Gotik-Treffen. Es ist also gar nicht so einfach, sich für das Top-Event zu entscheiden. Das Gute ist aber: Müssen Sie auch nicht, es sind ja mehrere Dinge möglich.
Sollte Ihnen das alles zu viel sein, dann sind natürlich Ausflüge ins Grüne gerade an den vollgepackten Wochenenden eine gute Alternative. Deswegen habe ich auch einen Wandertipp in der Westlausitz für Sie.
Genießen Sie die Tage!
Ihre Josephine Heinze

Leipzig zweiter "Katzentempel"

Schaufensterbummel sind aus der Mode gekommen, aber vor einem Schaufenster in der Leipziger Katharinenstraße 17 bleiben ständig Leute stehen: Dort ist Mitte April Leipzigs zweites Katzen-Restaurant eingezogen. Sieben neugierige, spielfreudige, teils recht schmusebedürftige Samtpfoten leben im „Katzentempel Leipzig-Mitte“ schräg gegenüber vom Bildermuseum. Die kleine gescheckte Alma ist Everybody’s Darling, während Hannelore gern kuschelt, aber im nächsten Moment zur Kratzbürste werden kann.
Wer im „Katzentempel Leipzig-Mitte“ in Kretschmanns Hof frühstückt, Mittagspause macht oder den Abend verbringt, kann sich dabei auch Streicheleinheiten für die Seele abholen. Vier junge Kater und drei Katzen bewegen sich frei im Restaurant, klettern herum, erklimmen Kratzbäume, strecken sich auf Kuschelkissen aus, lassen sich auch mal auf dem Schoß oder der Jacke eines Gastes nieder. Wird den Tieren der Trubel zu viel, können sie sich in den Katzenruheraum zurückziehen. Wichtig: Küche und Lager, in denen Speisen zubereitet und aufbewahrt werden, sind für die Vierbeiner tabu.
Für die Tiere gibt es Rückzugsorte. (Bild: Kempner)
Für die Tiere gibt es Rückzugsorte. (Bild: Kempner)
Erster „Katzentempel“ wurde schnell zu klein
Vor knapp vier Jahren haben die Betreiber Anne Rüter (29) und Robin Gebauer (34) in der Nürnberger Straße Leipzigs ersten “Katzentempel” eröffnet. Der kommt so gut an, dass der Laden meist voll ist, die Plätze nicht reichen und Gäste weggeschickt werden müssen. “Wir hatten zu wenig Platz und wollten auch mehr Katzen”, erzählt Anne, die eigentlich gelernte Ergotherapeutin ist, während Robin BWL studiert hat.
Der neue Laden hat nun doppelt so viele Plätze und wurde von Fachfirmen ausgebaut, während im ersten noch etliches “Marke Eigenbau” ist.
Griechische Katzenkinder von der Straße gerettet
Als Anne und Robin im vergangenen Juni auf Kreta Urlaub machten, entdeckten sie drei Katzenkinder unter einer Mülltonne. „Noch vor Ort haben wir uns entschlossen, der kleinen Bande zu helfen und für sie einen zweiten Katzentempel in Leipzig aufzumachen.“ Sofort mitnehmen durften sie die drei Streuner nicht, dafür mussten erst eine Reihe Formalitäten erledigt werden. Eine ortsansässige Tierliebhaberin nahm die drei Kätzchen plus zwei weitere einstweilen auf.
Die Küche ist vegan. (Bild: Kempner)
Die Küche ist vegan. (Bild: Kempner)
Im Oktober durften sie endlich nach Deutschland: der dreibeinige Hector und sein Bruder Sirius, der einäugige Kakashi und sein Zwillingsbruder Corvo sowie die kleine schwarze Katze Ari. In der Bundesrepublik angekommen, bekamen sie Gesellschaft von Katze Alma aus Rumänien und Katze Hannelore aus dem Tierheim Delitzsch. In Zukunft sollen noch weitere Stubentiger einziehen.
Da der “Katzentempel” ein Franchise-Unternehmen ist, wird die Speisekarte in der Zentrale in München entwickelt und einheitlich in allen Lokalen der Marke umgesetzt. Alle Gerichte sind komplett vegan, Brot und Kuchen werden selbst gebacken. Natürlich kann man auch ein “Katerfrühstück” bestellen. Ursprünglich als “Café Katzentempel” gestartet, haben sich die Betreiber vom Begriff Café längst gelöst. Denn die Speisekarte und auch die Öffnungszeiten entsprechen einem Restaurant. In den vergangenen Jahren hatte es viele Vorgänger – vom Nachtclub “Blaue Trude” bis zu einem Burger-Laden.
Der zweite Katzentempel Leipzigs in der Katharinenstraße. (Bild: Kempner)
Der zweite Katzentempel Leipzigs in der Katharinenstraße. (Bild: Kempner)
Kurios ist, dass sich im Nebenhaus – in der Katharinenstraße 15 – früher das stadtbekannte Café Cather befand, berühmt für guten Stollen und leckere Leipziger Lerchen. 1997 schloss es seine Pforten. Der neue Hauseigentümer hatte die Sanierung – die dann noch mehrere Jahre auf sich warten ließ – und damit verbunden eine kräftige Mieterhöhung angekündigt. Annemarie Wagner, der inzwischen verstorbenen letzten Geschäftsführerin, hätte es sicher gefallen, vom „Katzentempel“ zu erfahren.
Helmut Kohl saß einst im Café Cather
Der Name Café Cather ging auf die frühere Schreibweise der Cathrinen-, Cather- oder Catterstraße zurück. Überhaupt war die Katharinenstraße mal eine Straße mit vielen Kaffeehäusern. Bei „Cathers“ saßen Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und Schlagersänger Karel Gott. Langjähriger Stammgast war die Leipziger Schriftstellerin Hildegard Maria Rauchfuss.
Hoch hinaus in der Westlausitz

Unweit der Autobahn-4-Abfahrt Burkau liegt in Richtung Elstra das kleine Dorf Kindisch. Etwa in der Dorfmitte befindet sich am Straßenrand eine recht unscheinbare Granitplatte. Bis in die 1980er Jahre diente sie als Milchrampe. Von hier wurde die in Aluminiumkannen abgefüllte Milch mit Lieferwagen zur Elstraer Molkerei transportiert.
Eine Parkgelegenheit finden wir im nahen Umfeld. Wir starten zu einer mindestens 13 Kilometer langen Tour und folgen zuerst dem Gelben Strich über die Hochsteinstraße. Der Wanderweg führt durch schöne Landschaft und schließlich hinauf zur Quelle der Schwarzen Elster. Der Fluss entspringt auf einer Höhe von 317 Metern ü. N. N. am Hang der „Kuppe“ und mündet nach 179 Kilometern in die Elbe. Der umliegende Wald ist teilweise abgeholzt, was aktuell den Vorteil einiger schöner Fernsichten mit sich bringt.
Hinauf zum „Fenster der Welt“
In der Nähe der A4 nehmen wir eine Spitzkehre und steigen weiter hinauf zum „Fenster der Welt“ (Aussicht). Auf dem „Nördlichen Kammweg“ erreichen wir danach in wenigen Wanderminuten den Gipfel des Hochsteins. Er ist mit 449 Metern der höchste Berg in der Westlausitz.
Der Aufstieg zum Hochstein wird mit einer schönen Aussicht über die Westlausitz belohnt. (Bild: Frank Wehrmeister)
Der Aufstieg zum Hochstein wird mit einer schönen Aussicht über die Westlausitz belohnt. (Bild: Frank Wehrmeister)
Von den beiden großen Granodioritklippen besteht teilweise Aussicht. Der Hochstein, der nach der Frau eines früheren Rittergutsbesitzers der Gegend auch Sybillenstein heißt, ist Treffpunkt mehrerer Wanderwege, unter anderem zu Butterberg und Schwedenstein. Die Einheimischen ermitteln jedes Jahr den „Hochsteinkönig“ nach der Anzahl der Besteigungen pro Kalenderjahr.
Umrundung des Schwarzenbergs
Wir folgen nun dem Roten Punkt. An der „Hochsteinstraße“ gehen wir kurz links und biegen dann auf den sanierten Riedelweg ab, der an den Ohorner Steinberg heranführt. Ein schöner Waldweg überquert den 431 Meter hohen Nachbargipfel. Oben befindet sich passenderweise ein großer Steinhaufen. Beim Abstieg fällt der Blick auf den Schwedenstein bei Steina. Später, vom breiten Hauptweg aus, schauen wir in die andere Richtung auf Elstra, das Kloster St. Marienstern oder das Oberlausitzer Bergland. Es geht leicht bergab bis Rehnsdorf.
Vor dem Ortseingang befindet sich eine über 29 Meter lange Bank, die aus einem einzigen Fichtenstamm gefertigt wurde. Am Gasthaus „Zur Linde“ biegen wir links von der Straße ab und steigen auf einem Wiesenweg zum nahen Waldrand auf. Wir treffen auf den Grünen Punkt. Im Uhrzeigersinn können wir nun den 413 Meter hohen Schwarzenberg umrunden. Dadurch wird die Tour insgesamt drei Kilometer länger. Rechts herum sind wir dagegen schon in Kürze nahe bei Dobrig.
Zurück zum Ausgangspunkt
Vom Ortsschild laufen wir noch wenige Schritte auf der Straße bis zum Abzweig „Am Wiesengrund“. Wir wandern durch den beschaulichen Ort abwärts und folgen einem Feldweg geradeaus bis zu einer Straße. Diese gehen wir links, bis wir an einem Rastplatz wieder die Route des Gelben Striches erreichen. Auf der Zufahrtstraße laufen wir nun zum großen Granitsteinbruch. Am Wochenende herrscht hier Betriebsruhe. Der Wanderweg führt linker Hand um das weitläufige Betriebsgelände. So erreichen wir den Abzweig nach Kindisch und wandern links zum Ausgangsort zurück.
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