Von Kirschblüten und anderen Blumenfreuden in der Region

#73・
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
2.97K

Abonnenten

80

Ausgaben

Abonniere unseren Newsletter

By subscribing, you agree with Revue’s Nutzungsbedingungen and Datenschutzbestimmungen and understand that LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region will receive your email address.

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
haben Sie es schon bemerkt? Die Zierkirschbäume in der Leipziger Innenstadt blühen! Vor dem Grassimuseum treffen sich dieser Tage wieder viele Menschen, um die kurze Blütezeit voll zu nutzen, Fotos zu machen oder sich in die Ferne zu träumen. Immerhin ist die Zeit der Kirschblüte in Japan wichtiger Teil der Kultur. Dort wird deswegen traditionell im Frühjahr das Kirschblütenfest Hanami gefeiert. Dabei wird sich mit Familie, Freunden oder Kolleginnen und Kollegen unter den blühenden Bäumen versammelt, gegessen und getrunken. Auch abendlicher Hanami-Feierabend ist beliebt. Probieren Sie es doch mal aus. Momentan sind die Gegebenheiten dafür immerhin auch in und um Leipzig geschaffen. Das Schönste daran: Wenn alles blüht, fühlt es sich so richtig nach Frühling an.
Durchaus blütenreich ist es derzeit auch in Torgau. Dort wurde am Wochenende die Landesgartenschau eröffnet - und es gibt in den kommenden Monaten einiges zu sehen. Was genau Sie für einen Ausflug wissen sollten? Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps für Sie zusammengefasst.
Das sind noch nicht genug Frühlingsgefühle? In Leisnig wird am Wochenende Blütenfest gefeiert. Wo auch immer Ihnen in den kommenden Tagen eine Blütenpracht begegnet - ich hoffe, Sie können den Moment genießen.
Ihre Josephine Heinze

Japanische Zierkirschbäume blühen auf dem Leipziger Johannisplatz. (Bild: dpa)
Japanische Zierkirschbäume blühen auf dem Leipziger Johannisplatz. (Bild: dpa)
Alles Wichtige zur Landesgartenschau in Torgau

Die nordsächsische Kreisstadt Torgau blüht auf: Seit dem Wochenende können Menschen die diesjährige Landesgartenschau besuchen. Sie hat bis zum 9. Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Die Landesgartenschau steht unter dem Motto „Natur. Mensch. Geschichte“. Was hat es damit auf sich?
Die Stadt Torgau setzt mit ihrem Konzept auf Umweltbewusstsein und Naturschutz – und das im Einklang mit Entdecken und Ausprobieren. Für die Gartenschau-Macher kein Widerspruch: Das trifft den Zeitgeist vor dem Hintergrund des Klimawandels. Torgau ist umgeben von einer einzigartigen Elbaue-Landschaft und großflächigen Wald- und Wiesengebieten. Außerdem zählt die 20.000-Einwohner-Stadt mit ihren über 900 baulichen Einzeldenkmälern zu den schönsten Renaissancestädten Deutschlands.
Worauf können sich Gartenfans freuen?
Zunächst einmal auf Pflanzenvielfalt. Am Rand der Altstadt wurden die vier Bereiche Glacis, Junger Garten, Eichwiese und Konzertplatz baulich neugestaltet. Etwa 70.000 Frühblüher und 50.000 Sommerblumen verwandeln das 24 Hektar große Areal, das damit so groß ist wie 33 Fußballfelder, in ein Gartenparadies. Mehr als 500 neue Bäume und 10.000 Sträucher kamen hinzu. Dies alles können Besucher auf einem zwei Kilometer langen Hauptweg entdecken. Des Weiteren lädt eine Blumenhalle zu 14 thematischen Schauen ein. So gibt es unter anderem Neues und Bewährtes für Beet und Balkon zu sehen oder Blattschönheiten wie Rhododendren und Hortensien. Alle zwei Wochen wechselt das florale Thema.
Wie viel Geld investiert die Stadt?
Die Kosten für die Gelände-Gestaltung betragen nach Angaben von Bettina Klein, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Torgau gGmbH, 27,9 Millionen Euro. Es gibt Fördermittel in Höhe von 23,4 Millionen Euro. Der städtische Eigenanteil liegt bei 4,5 Millionen Euro. Torgau generiert aber auch Einnahmen durch den Ticketverkauf und rechnet insgesamt mit rund 400.000 Besuchern.
Tulpen blühen auf der "Eichwiese", einem Areal der 9. Sächsischen Landesgartenschau. (Bild: dpa)
Tulpen blühen auf der "Eichwiese", einem Areal der 9. Sächsischen Landesgartenschau. (Bild: dpa)
Welche Besonderheiten gibt es?
Auf dem Gartenschau-Gelände gibt es viel Imposantes zu sehen: Der sogenannte Ornis-Steg lädt ein, nach Vögeln Ausschau zu halten. Geschaffen wurde die Torgauer Arche, ein Streichelzoo für besondere Tierarten. Vom Aussichtsturm „Deichgucker“ können Besucher über die Elbwiesen blicken. Und selbst Sportler kommen auf einem neuen Fitness-Areal mit Outdoor-Geräten auf ihre Kosten. Der Sport- und Spielpark ist als Freizeitareal für alle Altersgruppen angelegt. Dort gibt es unter anderem einen Skatepark. Bestandteil der Landesgartenschau sind auch Torgaus ehemalige Festungen. Extra saniert wurde die Flankenkasematte, die aus fünf Tonnengewölben besteht.
Lohnt sich der Besuch für Familien mit Kindern?
Unbedingt. Denn verschiedene Spielplätze lassen bei den kleinen Besuchern keine Langeweile aufkommen. So wurde unter anderem eine Kletterlandschaft dem Großen Wendelstein von Schloss Hartenfels nachempfunden und zwei hölzerne Riesenkraniche laden zum Klettern und Rutschen ein – einer ist neun Meter hoch. Die Wege zwischen den einzelnen Familien-Attraktionen sind kurz.
 Kinder sitzen in einem Schaukelkorb auf dem Gelände der 9. Sächsischen Landesgartenschau. (Bild: dpa)
Kinder sitzen in einem Schaukelkorb auf dem Gelände der 9. Sächsischen Landesgartenschau. (Bild: dpa)
Was wird kulturell im Rahmen der Landesgartenschau geboten?
In den 170 Tagen Landesgartenschau findet rund 800 Veranstaltungen statt. Dabei kommen hochkarätige Stars aus dem Musik- und Showgeschäft nach Torgau wie die Bands Münchner Freiheit (3. Juni), Karat (25. Juni), Bosse (1. Juli), DJ Ötzi (9. Juli) oder auch Matthias Reim (16. Juli). Zu erleben sind auch die Sängerin und Schauspielerin Angelika Milster (14. Mai) und der Schauspieler und Publikumsliebling Wolfgang Stumph (24.9.) auf dem grünen Sofa. Alle Veranstaltungen gibt es als Übersicht im Internet: www.landesgartenschau-torgau.de/kalender.
Was kostet der Eintritt?
Die Tageskarte kostet für Erwachsene 18 Euro, Kinder bis sechs Jahre haben kostenfreien Zutritt. Es gibt auch Zwei-Tages-Karten (32 Euro) und Dauerkarten (99 Euro). Die Tickets kann man im Internet erwerben. Ein Link und weitere Vorverkaufsstellen sind unter www.landesgartenschau-torgau.de/service zu finden.
Insgesamt ist das Gelände 24 Hektar groß. (Bild: dpa)
Insgesamt ist das Gelände 24 Hektar groß. (Bild: dpa)
Kann man mit einem Tagesticket das Gartenschau-Gelände zwischendurch verlassen?
Ja, mit der Tageskarte erhält der Besucher einen Stempel oder ein Bändchen, das es ihm ermöglicht, das Gelände zu verlassen und am selben Tag wieder zu betreten.
Was kann man während der Landesgartenschau außerdem in Torgau entdecken?
Die Landesgartenschau lässt sich mit einem Abstecher in die historische Altstadt verbinden – und das fußläufig. So können Besucher an der Stadtkirche den gut versteckten Apothekergarten und weitere Geheimnisse historischer Gartenbaukultur entdecken. Lohnenswert ist der Besuch von Schloss Hartenfels mit dem Wendelstein, eine fast 20 Meter hohe freitragende steinerne Wendeltreppe. Der Wendelstein diente 1971 als Kulisse für das DEFA-Märchen „Dornröschen“ und ist eines der am häufigsten fotografierten Motive der Stadt. Im Schloss selbst gibt es Ausstellungen.
Wo können Gäste, die mit dem Auto zur Gartenschau wollen, parken?
Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Großraumparkplatz im Nachtweideweg/Nordstraße. Von dort verkehrt ein kostenfreier Shuttlebus zum Haupteingang der Landesgartenschau am Bahnhof, zum Eingang am Konzertplatz und zur Altstadt-Bushaltestelle. Nach dem Besuch bringt der Shuttlebus die Gäste zurück zum Parkplatz.
Kann man die Landesgartenschau mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen?
Ja, am besten mit der Bahn ab Leipzig über Eilenburg bis nach Torgau.
Eiscreme: Wieso die Eisbrennerei in Leipzig so beliebt ist

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Newcomer und dem Platzhirsch mit fast 60-jähriger Tradition. Am Ende siegte hauchdünn der Newcomer: Die LVZ-Leserinnen und Leser haben die „Eisbrennerei“ in der Karl-Liebknecht-Straße auf LVZ.de zu ihrer Lieblings-Eisdiele in Leipzig gekürt, ganz knapp vor der Milchbar Pinguin am Markt. Begonnen hatte alles mit einer Umfrage bei Facebook, daraus wurden die besten zehn Eisdielen fürs Voting auf LVZ.de ausgewählt.
Die Eisbrennerei in Leipzig ist beliebt. (Bild: Jonas Dengler)
Die Eisbrennerei in Leipzig ist beliebt. (Bild: Jonas Dengler)
Seit zwei Jahren in der Südvorstadt
„Ich freue mich, dass wir so weit vorne sind. Das habe ich nicht erwartet“, sagt Inhaber Simon Kronen. „Da waren tolle Läden dabei.“ Er selbst geht gerne mal woanders probieren, zum Süsskind oder zu Erikas Eisdiele, die beide ebenfalls unter den Top Ten waren.
Erst vor zwei Jahren hat der 35-Jährige seinen Laden in der Südvorstadt eröffnet. Der Betriebswirt und Industriekaufmann stammt aus Kehl am Rhein und kam wegen einer Fortbildung vor sechs Jahren nach Leipzig. Nach mehreren Jobs als Angestellter in der Gastronomiebranche wollte er in die Selbstständigkeit gehen – und von Anfang an war die Karli sein Favorit, wo es viele Kneipen und Bars gibt. Zumal er in Connewitz wohnt.
Wie ein Cocktail in Kugelform
Eis ist seine Leidenschaft. 20 wechselnde Sorten gibt es bei ihm jeden Tag. Darunter acht mit Alkohol, an denen er besonders lange getüftelt hat – denn Gin oder Whisky, Wodka oder Tequila, Orangenlikör oder Aperol einzufrieren, sei gar nicht so leicht. Was am Ende herauskommt, ist „wie ein Cocktail in Kugelform“, erklärt er.
Alle Sorten entwickelt der Eisdielenchef komplett selbst, und bevor etwas in die Vitrine kommt, muss es perfekt sein. Wichtig ist ihm, dass er keine Aromen, Farbstoffe oder Zusatzstoffe verwendet. Die frischen Früchte kauft Simon in Connewitz, dazu verarbeitet er Biomilch und frische Sahne. Eine Kugel kostet 1,70 Euro, mit Alkohol 2,20 Euro.
Die Schlange auf der Karl-Liebknecht-Straße ist oft lang. (Bild: Jonas Dengler)
Die Schlange auf der Karl-Liebknecht-Straße ist oft lang. (Bild: Jonas Dengler)
Sobald die Sonne rauskommt, stehen die Naschkatzen und -kater vor der „Eisbrennerei“ Schlange. Wenn es dicke kommt, auch eine halbe Stunde lang. Selbst die coolen Jungs fühlen sich wohl: „In Berlin haben wir viele hippe Läden, das mussten wir in unserer Heimatstadt auch mal probieren“, grinst Johannes (28). Er stammt aus Leipzig, ist über Ostern zum Heimatbesuch und traf seinen Schulkumpel Ludwig (26), der in München lebt.
Beide waren zum ersten Mal in der „Eisbrennerei“, finden den Namen exotisch und loben das Eis in höchsten Tönen: „Es ist mir ein inneres Blumenpflücken“, lächelt Ludwig, der gerade sein Studium beendet hat. „Top, ein innerliches Feuerwerk“, bestätigt Johannes, der sich in Berlin selbstständig gemacht hat.
Das Eis gibt es mit oder ohne Alkohol, im Becher oder in der Waffel. (Bild: Jonas Dengler)
Das Eis gibt es mit oder ohne Alkohol, im Becher oder in der Waffel. (Bild: Jonas Dengler)
Sorten mit Alkohol vor allem spätabends gefragt
Das Publikum der „Eisbrennerei“ ist bunt gemischt, von Eltern mit Kindern bis zu Senioren. Auch Student Moritz (19) ist oft da, er wohnt ganz in der Nähe, außerdem arbeitet eine Freundin von ihm in dem Laden. Er sitzt gern draußen, isst Eis, beobachtet die Leute, quatscht mit Freunden. So wie am Sonnabend mit Noah (20), einer Person, die sich weder als männlich noch als weiblich fühlt. „Für mich ist es gut, dass es hier so viele vegane Eissorten gibt“, sagt Noah.
Die Sorten mit Alkohol seien ziemlich gut und wahrscheinlich der Grund, warum hier so viele Leute sind, glaubt Kumpel Moritz. Nach drei großen Kugeln hat man etwa so viel Alkohol intus wie nach einem kleinen Bier. Freitags und Samstags spätabends verkauft sich das alkoholische Eis besonders gut.
Neues aus Leipzig, Sachsen und Umgebung

Leisnig: Blütenfest steigt am Wochenende
Weltrekord: Schwerste Leipziger Lerche hält – ein paar Minuten
So war die Premiere von Cusch Jungs Inszenierung von Carl Nielsens „Maskarade“
Junge Wolteritzerin ist Nationaltrainerin der deutschen Mounted-Games-Reiter
Audiodeskription bei Konzerten: Arena Leipzig geht mit Inklusions-Projekt voran
Flughafen Leipzig/Halle wird 95: Concorde hält in Schkeuditz Rekord für die Ewigkeit
Corona-Regeln in Sachsen: Masken im Nahverkehr, Lockerungen in Aussicht
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.