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Volles Pfingstprogramm: WGT, Stadtfest, Mühlentag & Co.

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in dieser Woche, kurz vor Pfingsten und dem damit verbundenen langen Wochenende, schreibt sich dieser Newsletter fast von allein. Denn tatsächlich ist mal wieder richtig viel los - nicht nur, aber auch in Leipzig.
In der Messestadt ist nach zwei Jahren Corona-Pause das Wave Gotik Treffen zurück. Es ist die 29. Ausgabe des Festivals, das nicht nur musikalisch auf Vielfalt setzt. Auch wer sich mit der Musik nicht auskennt oder wem der Preis für ein Festivalticket zu hoch ist, kann an diesem Wochenende ein wenig in die schwarze Szene eintauchen. Denn in der gesamten Stadt sind die Menschen unterwegs, oft mit auffälligen Outfits. Auch Schaufenster, Gebäck und sonstige Waren passen sich dem Motto des WGTs an. Und einige Angebote wie das Heidnische Dorf können auch so besucht werden.
Natürlich ist das noch nicht alles. In Leipzig werden Zehntausende zum Stadtfest erwartet - Riesenrad, Waffeln, Musik-Acts, es ist alles dabei. In der Gegend rund um Leipzig bietet unter anderem der Mühlentag am Pfingstmontag an vielen Orten extra Aktionen, zum Beispiel den Kunstmarkt in Kohren-Salis. Ob es ein Ausflug in die nähere oder fernere Umgebung sein soll: Eine günstige Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, ist seit gestern das Neun-Euro-Ticket. Sollten Sie an den Feiertagen also etwas mehr Zeit und Abenteuerlust haben, haben wir auch dazu einige Tipps für Sie gesammelt.
Genießen Sie die Zeit und erholen Sie sich!
Ihre Josephine Heinze
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Ausflugtipps mit dem 9-Euro-Ticket

Das neue Ticket für neun Euro gilt sei dem 1. Juni für drei Monate im gesamten deutschen Nahverkehr. Nun können es die Nutzer des neuen Angebots in drei Monaten das Land kennenlernen. Die LVZ gibt Tipps für Tagesreisen von Leipzig aus mit der Fahrkarte. Als Reisetag wurde Sonnabend, 2. Juli, gewählt.
Tipp 1: Biergarten in München
München und seine Bierkultur sind nicht voneinander zu trennen. Gerade im Sommer lassen sich bei Sonnenschein gemütliche Stunden an der frischen Luft verbringen. Eine Maß oder ein frisch gezapftes Weißbier dürfen dabei nicht fehlen. Und so funktioniert der Ausflug:
Los geht’s um 5.58 Uhr mit der Regionalbahn nach Nürnberg. Dort bleibt eine dreiviertel Stunde Zeit für den Umstieg in den Regionalexpress nach München. Ankunft in Bayerns Landeshauptstadt ist um 12.51 Uhr Die Reisezeit für die Hinfahrt beträgt 6:53 Stunden. In München können Sie auch den öffentlichen Nahverkehr nutzen.
Zurück geht es knapp dreieinhalb Stunden später um 16.43 Uhr. Nach Umstiegen in Hof und Weida endet die Reise um 22.53 Uhr wieder in Leipzig.
Biergarten-Besuch in München?
Biergarten-Besuch in München?
Tipp 2: Hamburg
Wer sich für Bayern und sein Bier nicht begeistert, der orientiert sich einfach in Richtung Norden. Hamburg gehört dort zu den ersten Adressen für einen Tagesausflug. Die Möglichkeiten in der Elbmetropole mit seinem Hafen und den Kulturangeboten sind vielfältig.
Los geht’s um 7.04 Uhr in Leipzig mit dem Zug nach Magdeburg. Dort heißt es umsteigen nach Uelzen. Nach einem weiteren Zugwechsel fährt die Bahn direkt nach Hamburg. Ankunft ist um 12.06 Uhr. Die Reisezeit beträgt fünf Stunden und zwei Minuten.
Zurück sind zwei Varianten denkbar. Wer noch am selben Tag wieder in Leipzig sein will, verlässt Hamburg um 17.57 Uhr und erreicht mit denselben Umstiegen wie am Morgen um 22.44 Uhr die Messestadt. Nachteulen ziehen dagegen durch die Clubs und Bars in Hamburg, gehen um 5 Uhr noch auf den Fischmarkt in Altona und setzen sich wahlweise um 6.51 Uhr oder um 7.57 Uhr wieder in die Bahn heimwärts. Aber aufpassen, nicht einschlafen und die Umstiege verpassen! Die Nachtschwärmer erreichen um 11.56 Uhr oder 12.56 Uhr wieder Leipzig.
oder lieber ein Ausflug nach Hamburg?
oder lieber ein Ausflug nach Hamburg?
Tipp 3: Baden in der Ostsee
Wellen, breiter Strand und Salzwasser: Das können Cospudener oder Kulkwitzer See nur bedingt bieten. Also Badesachen packen und ab an die Ostsee. Der Strand von Warnemünde soll das Ziel sein. Um 5.48 Uhr geht’s bei dieser Fahrt vom Leipziger Hauptbahnhof los. Nach Umstiegen in Bitterfeld, Berlin-Gesundbrunnen und Rostock endet die Reise um 11.54 Uhr in Warnemünde. Die Rückfahrt beginnt um 16.03 Uhr und führt mit zwei Umstiegen über Rostock und Doberlug-Kirchhain. Ankunft in Leipzig ist um 22.49 Uhr.
Auch Baden in der Ostsee ist eine Option.
Auch Baden in der Ostsee ist eine Option.
Tipp 4: Weinreise nach Cochem
Die Moselregion ist für ihre guten Weine bekannt. Über Cochem thront nicht nur die Reichsburg. Dort lässt sich auch der weltberühmte Riesling in allen Facetten genießen. Tagestouristen müssen dafür einige Strapazen auf sich nehmen, werden aber mit jeder Menge Reisekilometern belohnt.
Start in Leipzig ist schon um 4.03 Uhr. Die Orte zum Umsteigen heißen Halle, Kassel-Wilhelmshöhe, Gießen und Koblenz. Ankunft in Cochem ist um 13.41 Uhr. Zurück geht’s über eine andere Route. Start ist um 18.18 Uhr. Die Zwischenstationen lauten Koblenz, Köln, Bielefeld, Minden, Hannover, Braunschweig und Magdeburg. Ankunft in Leipzig ist um 8.56 Uhr. Etwas beschwerlich: In Hannover und Braunschweig müssen nächtliche Wartezeiten von mehr als einer Stunde überbrückt werden.
Mit viermal umsteigen geht es nach Cochem.
Mit viermal umsteigen geht es nach Cochem.
Tipp 5: An den Bodensee nach Friedrichshafen
Es ist eine kurze Stippvisite. Der Blick über den Bodensee mit den Allgäuer Alpen am Horizont entschädigt aber für die Strapazen. Das Ziel heißt Friedrichshafen und in Leipzig geht’s um 5.58 Uhr los. Die Bahnhöfe für den Umstieg befinden sich in Nürnberg, Augsburg-Oberhausen und Ulm. Ankunft in der Geburtsstadt von Luftschiffbauer Zeppelin ist um 14.54 Uhr. Bei dieser Reise ist eindeutig der Weg das Ziel und davon gibt es zurück noch jede Menge zu erleben. In Friedrichshafen startet der Zug um 18.09 Uhr. Umgestiegen wird in Ulm, Donauwörth, Treuchtlingen, Nürnberg, Hof und Zwickau. Ankunft in Leipzig ist um 7.21 Uhr. Die Unterwegs-Genießer kennen sicher auch einen Trick, wie sie die dreieinhalb Stunden Wartezeit in Hof überbrücken.
5.58 Uhr geht es los an den Bodensee.
5.58 Uhr geht es los an den Bodensee.
Neu in Leipzig: das Lax & Sülze

Im Lax & Sülze ist nicht mehr viel übrig von den Zeiten, als hier die Fleischerei Reinhard Tempel ihr Geschäft hatte. Die Sülze im Namen. Die typischen weißen Fliesen. Und: Der aufgefrischte Name an der Fassade der Hausnummer 46 in der Merseburger Straße. Reinhard Tempel verkauft dort heute keine Sülze mehr.
Inzwischen haben Tanja und Michael Vlcek einen Geheimtipp etabliert, der ins typische Lindenau passt: Eine Art öffentliches Wohnzimmer mit kleiner Küche. In der Fleisch eher sparsam zubereitet wird.
Kohlrabi-Kartoffelauflauf mit Beilagensalat, Brot und naturtrüber Apfelschorle im Gastraum am gekachelten Tresen. (Bild: Jonas Dengler)
Kohlrabi-Kartoffelauflauf mit Beilagensalat, Brot und naturtrüber Apfelschorle im Gastraum am gekachelten Tresen. (Bild: Jonas Dengler)
Der Leipziger Westen ist immer für eine Überraschung gut: Nicht nur auf der wuseligen Karl-Heine-Straße, sondern erst recht gleich um die Ecke in der Merseburger. Die wirkt an einem frühen Samstagnachmittag fast noch etwas verschlafen, doch das Schild „Lax & Sülze“ vor Hausnummer 46 und kleine Tische signalisieren, dass hier bereits Leben in der Bude ist.
Auffällig cool wirkt nur der lange, weiß geflieste Tresen gleich am Eingang der verwinkelten Gaststube. Es strahlt einen ganz eigenen Charme aus: Von den Wänden wurde der Putz entfernt und das Mauerwerk freigelegt. Im Raum verteilt sind mehr kleine als große Tische. Platz bieten Hocker am Tresen, vor allem aber klassische, bequeme Sessel und Couches. Wohnlich wirken dazu Kissen, frische Blumen, schöne Leuchter, Kerzen und Kinderspielzeug.
Lachs und Sülze? Fehlanzeige.
Wer sich umsieht, entdeckt weitere Tische im Hinterhof. Da ist der Gast mittendrin im Kiez: Am Nachbartisch genießen Franzosen ein entspanntes, spätes Frühstück, ein Baum trägt frisches Grün, in Hochbeeten stecken Blumen- und Kräutertöpfe.
Tanja Vlcek garniert einen Teller mit Kohlrabi-Kartoffelauflauf mit gehackter Petersilie. (Bild: Jonas Dengler)
Tanja Vlcek garniert einen Teller mit Kohlrabi-Kartoffelauflauf mit gehackter Petersilie. (Bild: Jonas Dengler)
Blick in die Speisekarte. Lachs und Sülze? Fehlanzeige. Zu haben sind verschiedene Frühstücke, Gemüselasagne als Tagesgericht, Arme Ritter mit Marmelade, Creme Fraîche und Obst, auch Nachmittags-Snacks wie Hummus und Oliven oder gebratenes Gemüse, dazu den ganzen Tag frisch gebackener Kuchen. Wer sein Abendbrot nicht Zuhause essen will, kann sich Wurst- und Käseplatten oder etwas von allem bestellen. Dazu werden frisches Brot, Butter und Olivenöl serviert.
Umfangreicher als das Speisenangebot ist die Liste mit Getränken: Es gibt Wasser, Säfte und Limonaden, Kräutertee aus Baalsdorf, Weißweine aus Rheinhessen, dem Rheingau und der Pfalz, Rote aus Baden, dem Rioja und Apulien. Bier wird in Flaschen ausgeschenkt und bei der differenzierten Auswahl an Spirituosen und Mixgetränken sollte jeder etwas finden.
Holz und Keramik betonen den coolen Style. (Bild: Jonas Dengler)
Holz und Keramik betonen den coolen Style. (Bild: Jonas Dengler)
An einem frühen Nachmittag fällt die Wahl auf naturtrüben Apfelsaft – der überraschend klar und mit viel Eis serviert wird – sowie einen Cappuccino, außerdem Rühreier und die Gemüselasagne. Zum Tagesgericht gehört immer ein kleiner frischer Salat, angemacht mit einem mild abgeschmeckten Essig-Öl-Dressing, Apfelstücken und getrockneten Cranberrys, serviert im Schälchen. Die Eier sind flockig gerührt, im Körbchen liegen zwei Scheiben Mischbrot und ein duftendes Brötchen. Aus der dick mit Käse überbackenen, würzigen Lasagne quellen beim Schneiden Paprika-, Auberginen- und Tomatenstücke. Später entdecke ich noch saftigen Mandelkuchen, der wie die anderen Speisen auf gefälligen, weißen Tellern mit Goldrand serviert wird. Einfach, aber gut.
Durchdachtes Konzept wird auf zweiten Blick sichtbar
Miriam Bovenschen und Max Fischer, die gerade den Service wuppen, versichern, dass Kuchen, Quiches und Lasagne sowie alle Aufstriche, in der eigenen Küche selbst hergestellt werden. Brote und Brötchen kommen vom nahegelegenen Café Krüssmann oder von Backstein im Musikerviertel. Auch wenn der Name anfangs anderes suggeriert, gibt’s hier weder viel Fisch noch viel Fleisch. Lax hat eben nichts mit Lachs zu tun, sondern mit Lässigkeit. Und so wirkt manches auf den ersten Blick vielleicht improvisiert, wird auf den zweiten aber als durchdachtes Konzept sichtbar.
Für das hat Tanja Vlcek den Hut auf. Das Haus gehört, wie sie sagt, ihrem Mann Michael Vlcek, Geschäftsführer einer Leipziger Baufirma. Die Konstellation öffnet den beiden Freiräume mit kurzen Entscheidungswegen. Gastronomisch habe sie jahrelange Erfahrungen mit dem Cateringbetrieb „Goldener Hering“ gesammelt und dann hier „bewusst alles einfach gehalten, um es gut zu machen.“ Was es auch künftig nicht geben soll ist eine klassische Speisekarte. Lax & Sülze – das ist eine Mischung aus Café, Bistro und Szenekneipe, die ebenso urbane Lebensgefühle weckt wie der schlicht möblierte Hof, wo sich im Hinterhaus Leute zum Yoga, Lesen oder Musikmachen treffen können.
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