Tipps für Lockdown-konforme Ausflüge und ein kulinarischer Höhepunkt

#58・
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir sind zurück! Haben Sie die Feiertage gut überstanden? Ich hoffe es.
Zum Jahreswechsel gibt es ja diverse Rituale. Eins davon ist zur Einstimmung auf das Kommende gedacht, und auch ein wenig um zurückzublicken. Dabei beantwortet man sich selbst zwei Fragen: Was will ich im alten Jahr lassen? Und: Was möchte ich ins neue Jahr mitnehmen?
Dabei kann es um alles Mögliche gehen, spezielle Macken oder Angewohnheiten zum Beispiel. Aber auch gewonnene Erkenntnisse. Natürlich gibt es Dinge, auf die man als einzelne Person nicht ausreichend Einfluss hat. Sonst stünden Pandemie, Lockdown und jegliches Wissen über Inzidenzen wohl ganz oben auf der Hitliste des Zurückzulassenden.
Auf der anderen Seite hatten Spazierengehen und überhaupt Ausflüge und Treffen an der frischen Luft auch 2021 Hochkonjunktur - ganz unabhängig von der Pandemie könnte das doch weiterhin Teil unseres Alltags bleiben, finde ich. Geht es Ihnen auch so? Dann wollen wir Sie gerne dabei unterstützen und Sie auch weiterhin mit Inspiration versorgen.
Zum Auftakt habe ich ein paar Lockdown-konforme Tipps für Unternehmungen im kleinen Stil dabei - zur Überbrückung quasi, bis wieder guten Gewissens mehr möglich ist.
Genießen Sie trotz allem Ihre ersten Ausflügen im Jahr 2022!
Ihre Josephine Heinze

Tipps für Ausflüge - trotz Teil-Lockdowns

Trotz des Teil-Lockdowns gibt es jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge und Unternehmungen in und um Leipzig. Die LVZ hat fünf Corona-taugliche Tipps für die Region zusammengestellt.
1. Spazieren an der frischen Luft
Mittlerweile sind wir alle Profis im Spazieren. Klar, Leipzig bietet zahlreiche Parks und Grünanlagen, um frische Luft zu schnappen. Aber haben Sie Lust auf etwas Abwechslung für Ihre nächste Route? Dafür müssen Sie keine langen Anfahrtswege in Kauf nehmen. Etwa 20 Minuten fahren Sie mit dem Auto zum Schlosspark Knauthain. Dieser eignet sich hervorragend als Startpunkt für einen längeren Spaziergang am Cospudener See. Zahlreiche Sitzgelegenheiten, Erklärtafeln am Wegesrand und ein alter Baumbestand machen den Ausflug komplett. Der idyllische Schlosspark im Leipziger Südwesten wird als Geheimtipp gehandelt. Nach knappen drei Kilometern Wanderung erreicht man die Bistumshöhe – und wird mit einem Blick über das Leipziger Neuseenland belohnt.
Mitten im Park liegt das Schloss Knauthain.
Mitten im Park liegt das Schloss Knauthain.
2. Tierisch gut drauf
Seit dem 22. November sind im Zoo Leipzig nur noch die Außenbereiche geöffnet. Trotz der kalten Temperaturen können Sie dort unter anderem Leoparden und Löwen sehen. Die Zoorestaurants und Außenimbisse haben weiterhin geöffnet. Im Innenbereich gilt 2G, für den Zutritt in den Zoo 3G. Der Wildpark im Leipziger Süden ist allerdings wegen der aktuellen Corona-Lage geschlossen.
Kleiner als der Zoo Leipzig, dafür aber genauso tierisch, ist der Tierpark Lützen. Der Eintritt fällt mit einem Euro für Erwachsene und 50 Cent für Kinder äußerst moderat aus, für weitere 50 Cent kann Tierfutter gekauft werden. Zu sehen gibt es für Tierparks typische Arten wie Rothirsch, Wellensittich und Frettchen. Die Fahrzeit vom Leipziger Zentrum via B87 beträgt etwa 30 Minuten.
Die Amurleopardin Mia im Zoo Leipzig. (Bild: Zoo Leipzig)
Die Amurleopardin Mia im Zoo Leipzig. (Bild: Zoo Leipzig)
3. Orte mit Weitblick
Ein Weitblick über die Stadt erfreut nicht nur die Augen. Dafür gibt es verschiedene Aussichtspunkte, die man teils sogar kostenlos besuchen kann. Im Rosental im Leipziger Nordwesten befindet sich ein 20 Meter hoher Aussichtsturm, der von den Leipzigern „Wackelturm“ genannt wird. Und tatsächlich: Beim Besteigen hat man das Gefühl, der Turm würde im Wind hin- und herschaukeln. Also nichts für Menschen mit Höhenangst oder schwachen Nerven. Oben angekommen wird man aber – umringt vom Auwald - mit einem Blick auf die Stadt belohnt.
Kurz vor Sonnenuntergang ist ein Besuch auf der Aussichtsplattform des Panorama Towers am Augustusplatz zu empfehlen. Denn dann strahlen die Lichter der Stadt ganz besonders. Der Eintritt kostet vier Euro. Die Plattform ist täglich von 9.00 bis 22.30 Uhr geöffnet.
Der „Wackelturm“ im Rosental. (Bild: Regina Katzer)
Der „Wackelturm“ im Rosental. (Bild: Regina Katzer)
4. Kulinarisch unterwegs
Wer sich momentan nicht sportlich betätigen möchte, kann die Stadt auf kulinarische Weise entdecken. Egal ob alt bewährter Klassiker oder Neueröffnung – Leipzig bietet eine Menge interessanter und vor allem leckerer Restaurants und Cafés. Trotz Lockdown sind diese noch bis 20 Uhr geöffnet, es gilt die 2G-Regel.
Zu Leipzigs neuen kulinarischen Adressen zählt zum Beispiel das „Gao Vegan“ in der Zentralstraße, Ecke Gottschedstraße - passend zum Aktionsmonat Veganuary, der sich der veganen Ernährung widmet. Denn im Gao wird vietnamesische Küche serviert – jedoch ausschließlich ohne Fleisch. Das „Bull & Bonito“ am Thomaskirchhof setzt auf die Kombination aus mediterraner und hawaiianischer Küche. Und in der Grimmaischen Straße verkauft die Kette „Kuma“ nachhaltigen und gesunden Bubble Tea. Am besten sollte man sich wohl selbst ein Bild davon machen.
Von Yvonne Schmidt
Zu Besuch im Paps in Connewitz

Die Leute haben Mut: Im März 2020, mitten im Lockdown, eröffnete das Paps in Leipzig-Connewitz eröffnete. Phu Qui Huynh und Johannes Knorrn haben mit ihrem Lokal ein Unikat geschaffen, das in keine Kategorie passt. Es beginnt beim eigens kreierten Logo für den Namen, der Knorrns Urgroßvater, von allen Paps genannt, ein Denkmal setzt. Es betrifft aber auch das Ambiente der beiden Räume: Vorn am Tresen, wo auch das Prozedere um die Einhaltung der 2G-Regel stattfindet, sorgen Flaschen mit Hochprozentigem und Limonaden sowie eine Siebträgermaschine für erste Aufmerksamkeit.
Das Paps in Connewitz. (Bild: André Kempner)
Das Paps in Connewitz. (Bild: André Kempner)
Neben den Stufen nach oben zum zweiten Raum steht auf einer Tafel das kleine, aktuelle Speisenangebot. Manche Wände sind in schlichtem Weiß gehalten, andere ziert hochwertige Tapete. Die Holztische deckt eine grüne Platte ab, auf den Bänken liegen Sitzkissen, Stühle sind mit weichem, grauem Cord bezogen.
Frisch und würzig
Die beiden Macher hinter den Kulissen gingen ganz unterschiedliche Wege, bis sie in Leipzig zusammenfanden und ihrer Vorliebe für gutes Essen einen gemeinsamen Rahmen gaben. Während Phu Qui Huynh, groß geworden in einer vietnamesischen Gastronomen-Familie, nie klassisch kochen gelernt hat, aber lange den Imbiss der Bar La Playa führte, verdiente sich Johannes Knorrn erste Sporen als Azubi in der Küche des Restaurants auf Schloss Machern. Später sammelte er nach eigenem Bekunden Erfahrungen in London und Australien.
Maistortilla, gefüllt unter anderem mit Frijoles. (Bild: Petra Mewes)
Maistortilla, gefüllt unter anderem mit Frijoles. (Bild: Petra Mewes)
Die Wahl fällt erst mal auf Wan Tan sowie Maistortilla. Die Teigtaschen umhüllen jeweils Schweinefleisch oder Garnelen. In mit grob geriebenen Mandeln verfeinertem Chiliöl sind sie ein vortrefflich scharfer, starker Auftakt. Auch die Tortilla machen Appetit auf mehr: Gefüllt mit Huhn, Frijoles als Bohnenmus, Avocadocreme, Salsa und Korianderblatt macht die Vorspeise neugierig, was die Köche wohl noch für Überraschungen parat haben. Und so verblüffen auch die Tostadas, gegrillte warme Sandwiches, mit ihrer ungewöhnlichen Füllung aus Hühnchen, Sweet Chili Mayo und Rotkohl.
Was auf dem Teller schnell und unkompliziert wirkt und ohne lange Wartezeit serviert wird, hat in der Küche einige Zeit gebraucht. Allein die Baguettes, so verkündet es die Karte, haben eine kalte Teigführung über 60 Stunden hinter sich. Und das Fleisch wird Sous Vide gegart, eine besonders schonende Zubereitungsart bei niedrigen Temperaturen, die Saft und Eigengeschmack erhält.
So erlebt bei der taiwanesischen Rindfleischsuppe: In einer herzhaften Brühe liegen verschiedene dünne Scheiben von sehr zartem Beef, dazu Pak Choi, Nudeln und frische Kräuter. Der irdenen Schüssel entströmt ein pikantes Aroma. Das Essen schmeckt und wärmt von innen. Am Ende des Mahls machen dann noch mal ein saftiges Stück Tarte Amêndoa (mit Mandeln) sowie das portugiesische Puddingtörtchen Pasteis de Nata Freude.
Taiwanesische Suppe. (Bild: Petra Mewes)
Taiwanesische Suppe. (Bild: Petra Mewes)
Wärme von innen
Gegen die Kälte draußen hilft gleich zu Beginn ein feuriger, roter Glühwein, der intensiv nach Nelke und dezent nach Zimt duftet. Wer mag, der stillt seinen Durst mit Hausbier vom Fass, Grauburgunder vom Weingut Winter in der Pfalz – oder mit Corona, wenn jemandem der Sinn danach steht.
Dass die beiden Inhaber mit einer kleinen Crew den ganzen, der Pandemie geschuldeten Einschränkungen trotzen, funktioniert nicht zuletzt auch dank des Abhol- und Lieferservices, der ihre in Leipzig einzigartige Küche durch die Startphase trug und nach wie vor gefragt ist.
Und so gehen wir hinaus in die Nacht, die noch gar keine ist. Aber in Sachsen müssen Punkt 20 Uhr nun mal die Schotten in den Lokalen dicht sein. Die Corona-Verordnung des Freistaates Sachsen will es auch weiterhin so.
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