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Schöne Radtouren in die Region Teil 1 + Essen auf der Jahnallee + Leipzig liest

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
jetzt geht es Schlag auf Schlag - die Inzidenzwerte rauschen nach unten, Sachsen lockert die Corona-Regeln, in Leipzig soll ab Montag zum Beispiel wieder Shoppen ohne Termin möglich sein. Morgen Abend findet außerdem das erste Indoor-Konzert in Deutschland seit Beginn der Pandemie statt - in Leipzig. Wie der Abend im Felsenkeller ablaufen ablaufen soll, hat mein Kollege Christian Neffe hier aufgeschrieben.
Mein Kollege Mark Daniel war für Sie in der Jahnallee, von der er neuerdings ganz begeistert ist - die “spannendste Foodmeile in der Stadt”, findet er. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden - nicht alle in der Redaktion sind seiner Meinung, worauf wir uns aber einigen konnten: Hier tut sich gerade sehr viel und ein Ausflug lohnt sich!
Ich sage Ihnen ja ganz oft, dass Sie mir schreiben sollen, wenn Sie Wünsche an diesen Newsletter haben. Einige von Ihnen tun das manchmal und zuletzt haben sich diese Einigen von Ihnen vor allem neue Tipps für Radtouren gewünscht. Also bekommen Sie in dieser Ausgabe den ersten Teil unserer Übersicht über die beliebtesten Radtouren in die Region - mit Ausgangspunkt Leipzig! Und ich setze noch eins drauf: Am 18. Juli findet das große LVZ Fahrradfest statt. Letztes Jahr musste es ausfallen, deshalb freuen wir uns dieses Mal fast noch mehr darauf als sonst - mehr dazu lesen und sich anmelden können Sie hier.
Na, auch Wünsche? Dann schreiben Sie mir gern an j.grass@lvz.de
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzlich
Ihre Julia Grass

Startpunkt Leipzig: Radtouren in die Region

Foto: LVZ
Foto: LVZ
In Leipzig zu radeln, ist zumindest in weiten Teilen der Stadt ein Genuss. Viel Grün auf der Strecke zur Arbeit oder ins Stadtzentrum, egal von wo man sich auf den Weg macht. Dass die Messestadt ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren ist, überrascht daher wenig.
Etliche Strecken, die sich durch den Freistaat oder gar Mitteldeutschland ziehen, führen durch Leipzig. Die meisten sind ihrer Gesamtlänge jedoch Projekte für mehrere Tage. Wer sich aber nur einen Tag Zeit nehmen möchte oder kann, hat die Möglichkeit viele Radwanderwege auch auf Teilstrecken zu genießen. Gerade im Lockdown sind Radtouren eine willkommene – und sichere – Alternative.
Der Pleißeradweg. Foto: LVZ
Der Pleißeradweg. Foto: LVZ
Pleißeradweg
Die gesamte Strecke fasst gute 110 Kilometer – von Crimmitschau im Kreis Zwickau nach Leipzig oder umgekehrt. In der Messestadt fließt die Pleiße als rechter Nebenarm der Weißen Elster und teilt sich am Connewitzer Wehr in den Pleißemühlgraben und das Pleißeflutbett.
Ausgangspunkt in Leipzig: Der ideale Ort um aufzusatteln, ist der Clara-Zetkin-Park. Am besten in der Nähe der Galopprennbahn. Dort einfach der Pleiße in Richtung Wildpark folgen.
Strecke für einen Tag: Es geht zunächst durch Markkleeberg, Gaschwitz und Böhlen bis nach Rötha. Mögliche Punkte zur Rast ohne große Umwege: der Markkleeberger See oder der Stausee Rötha. Bis dahin sind es knappe 18 Kilometer Strecke, ideal für eine gemütliche Tagestour, wenn man den Rückweg einberechnet. Wer noch weiter will, könnte – vorbei an Regis-Breitingen und Windischleuba – bis in die Skatstadt Altenburg und von dort mit der S-Bahn zurück (circa 45 Kilometer).
Radweg Grüner Ring. Foto: LVZ
Radweg Grüner Ring. Foto: LVZ
Grüner Ring
Wie der Name es bereits verrät, führt der Grüne Ring einmal um die Stadt. Mit etwa 135 Kilometern streift der Weg etliche kleinere und größere Ortschaften und Gemeinden in der Umgebung. Nördlichster Punkt ist die Schladitzer Bucht, westlichster Ausschlag der Neukieritzscher Ortsteil Lippendorf.
Ausgangspunkt in Leipzig: Je nachdem, wo man Zuhause ist. Geeignet wären zum Beispiel der Große Schöppenteich in Taucha, das Stadtzentrum Markranstädt, die S-Bahn-Station Böhlen oder der Bahnhof Borsdorf.
Strecke für einen Tag: Wem das Leipziger Umland noch kein wirkliches Bild vermittelt, kehrt von dieser Tour als ortskundig zurück. Der Grüne Ring ist, zumindest für Freizeitradler, kaum an einem Tag zu schaffen. Dafür lässt sich die Route allerdings wunderbar in Etappen aufteilen. Eine Möglichkeit: Von West nach Ost. Startpunkt wäre Markranstädt, Endpunkt Naunhof (knapp 52 Kilometer). Eine kürzere Variante führt nach Böhlen (etwa 27 Kilometer).
Der Elsterradweg. Foto: LVZ
Der Elsterradweg. Foto: LVZ
Elsterradweg
Von der Quelle in der Nähe der tschechischen Stadt Aš bis zur Mündung in die Saale begleitet ein etwa 250 Kilometer langer Radwanderweg die Elster. Fährt man konsequent entlang der Flussrichtung beginnt der Weg für die Leipziger im Süden, da die Elster aus dem Vogtland kommend in Richtung Halle fließt.
Ausgangspunkt in Leipzig: Es gibt zwei sinnvolle Optionen. Entweder man startet am Markkleeberger See oder im Clara-Zetkin-Park.
Strecke für einen Tag: Für etwas erfahrenere Radler bietet sich die Strecke nach Halle (Saale) an (etwa 42 Kilometer). Vorbei am Auensee, Schkeuditz und Raßnitz folgt man über weite Teile dem gut ausgebauten Weg direkt an der Elster. Die Strecke verläuft weitestgehend gerade. Hinweis: Der Elsterradweg ist sehr beliebt. Dementsprechender Verkehr bleibt also oft nicht aus. Das Äquivalent in die andere Himmelsrichtung wäre die Streckenführung bis Zeitz.
Radeln durchs Neuseenland. Foto: LVZ
Radeln durchs Neuseenland. Foto: LVZ
Neuseenland-Route
Neun von 19 Seen der Neuseenlandschaft auf circa 100 Kilometern mit dem Rad. Eine wasserreiche Route vorbei an ehemaligen Braunkohlebrachen, die inzwischen Naherholungsmekka für die Leipziger sind.
Ausgangspunkt in Leipzig: Auch hier gibt es wieder verschiedene Varianten. Am nähesten am Stadtzentrum liegt Markkleeberg.
Strecke für einen Tag: Der gesamte Weg umrandet den Markkleeberger See, den Störmthaler See, den Hainer See, den Haubitzer See, den Haselbacher See, den Groitzscher See, den Großstolpener See, den Zwenkauer See und den Cospudener See – eine ideale Distanz für ein entspannten Wochenendausflug. Für Tagesradler wäre zum Beispiel eine große Runde um Cossi, Markkleeberger und Störmthaler See denkbar. Eine Nummer kleiner: Die Umfahrung eines einzelnen der neun Bergbauseen.
Jahnallee - die spannendste Foodmeile Leipzigs

Bunte, vielfältige Meile: Die Jahnallee bietet immer mehr Gastronomie – und zunehmend hochklassig. Foto: André
Bunte, vielfältige Meile: Die Jahnallee bietet immer mehr Gastronomie – und zunehmend hochklassig. Foto: André
Griechenland, Syrien, Marokko, Indien, Vietnam oder Italien sind so leicht zu erreichen wie nie. Dafür braucht es nur zwei Voraussetzungen: Man beschränkt sich aufs Kulinarische, und man sucht die Jahnallee auf. Auf lediglich 400 Metern Länge bilden verschiedenste Lokale eine Gastromeile, die nicht nur ziemlich kurz, sondern auch die derzeit spannendste von Leipzig ist. Und sie bekommt Zuwachs.
Zum Beispiel das “Vacay” von Khanh Linh Pham, das Ende März in der Hausnummer 29 eröffnet hat. Der Name ist die junge, verkürzte Version des britischen „Vacation“. Und eben dieser Urlaubsbegriff scheint wie gemacht für die Atmosphäre einer Straße, die noch immer eher als gefährliche Verkehrszone gilt, als einen Trip in gehobene gastronomische Genüsse zu verheißen, die den Alltag suspendieren.
Genau das aber tut die Jahnallee mehr denn je. Anfang März eröffnete das „Le plaisir marocain“ mit nordafrikanischen Spezialitäten, die qualitativ weit über dem liegen, was man üblicherweise in einer Essmeile erwartet. Und bereits seit 2018 ist die ein paar Schritte entfernte Dankbar eine Top-Adresse mit verschiedensten Köstlichkeiten und fantastischem Kaffee.
Nun kommt das „Vacay“ hinzu. Dessen Betreiberin Pham ist 24, geborene Großenhainerin mit vietnamesischen Eltern und die perfekte Vertreterin einer jungen, multikulturellen, in Grenzenlosigkeit denkenden Gesellschaft. „Wir bieten eine moderne Fusion-Küche aus asiatischen und westlichen Genüssen“, sagt sie.
Sehr bewusst und überzeugt hat sich Pham, die in Taucha auch den Sushi-Lieferservice „Lindo“ betreibt, für die Jahnallee entschieden. „Das ist ein Schmelztiegel der Kulturen, sympathisch und unaufgesetzt.“ Die vorerst reduzierte Speisekarte beinhaltet sowohl ausgefallene Sushi-Kreationen als auch Fisch, Fleisch oder Gemüse vom Grill oder als Bowl.
Klassisches Beispiel für das Crossover der Kulturen: Riesengarnelen in Pesto und Crème fraîche gibt’s mit Cherrytomaten, Avocado und Baguette. Letzteres hat in der klassischen asiatischen Küche nichts zu suchen. Und auch Veganer können hier mit lukullischen Abenteuern rechnen. Eine weitere Farbe also auf der Magistrale, auf deren zum Innenstadtring gerichteten Seite die Läden wie an einer Schnur aufgezogen sind.
Drei Pizzerien kämpfen um Kundschaft – mit runden Maximal-Fladen ab 4,50 Euro, die in ihrer Größe der von Autoreifen wenig nachstehen. Betrieben übrigens nicht (nur) von Italienern: Die Pizzeria Napoli beispielsweise gehört einem Deutschen, den Ofen bedienen zwei Ägypter. Im Tamers, seit Juli 2007 herausragendes Bistro für Döner und Dürüm, sind die Angestellten Deutsche, Syrer und Türken.
Im 2018 eröffneten Geschäft nebenan verkauft Hasan Daoud aus Syrien orientalische Süßigkeiten, und im Falafel 2.1 bietet sein Landsmann Mohamad Alokla seit acht Monaten ausschließlich Vegetarisches und Veganes an. Ein enormer Kontrast zur alteingesessenen Löwen-Tanke, die gutbürgerliche deutsche Hausmannskost in der Hausnummer 11 serviert. Wer wiederum gängiges vietnamesisches Essen will, kann bei Mr. Wok oder Fam Tran Phat einkehren.
Schräg gegenüber bereitet seit gut einem Jahr der Marokkaner Elias Abdennour in seiner Bazar Manufaktur internationale Gewürzmischungen frisch zu, außerdem Aufstriche sowie vegane und vegetarische Bowls. Nimmt man nun am anderen Ende der Meile am Waldplatz das griechische Restaurant „Elia“ und das indische „Maharadscha“ dazu, zählt die Weltreise noch mehr magische Punkte.
„Diese Vielfalt sorgt für eine Menge Laufpublikum, davon dürften alle hier profitieren“, stellt Khanh Linh Pham fest. Wenn der Kulturbetrieb wieder laufen darf, wird sich das „Vacay“ am fortgeschrittenen Abend in eine Cocktail-Bar verwandeln – ideal für Absacker nach Konzerten in der Arena.
Wie heißt es doch so abgelatscht? Corona macht vor keinen Grenzen halt. Im kulinarischen Sinne gilt das gottlob nicht. Der spannende Trip durch die Welt der Kulturen, Aromen und Geschmäcker, nirgends ist sie gleichsam so kurzwegig und abwechslungsreich wie hier – in der Straße, die deutlich mehr ist als Asphaltpiste für Blechlawinen.
Von Mark Daniel
Leipzig liest: 10 Highlights, die Sie nicht verpassen sollten

Nicht nur Maxi Zaumseil freut sich auf das Lesefest „Leipzig liest extra“, das am Donnerstag beginnt. Foto: André Kempner
Nicht nur Maxi Zaumseil freut sich auf das Lesefest „Leipzig liest extra“, das am Donnerstag beginnt. Foto: André Kempner
Wenn am Donnerstag das Lesefest „Leipzig liest extra“ Fahrt aufnimmt, gibt es ein Angebot von über 300 Veranstaltungen, von denen rund 100 vor Publikum stattfinden können. Doch ob Stream oder live – die Entscheidung fällt wie immer schwer. Wir haben vorsortiert und Tipps in zehn Kategorien zusammengestellt.
1. Auf der Parkbühne
Wer unter freiem Himmel liest, sitzt in Gärten und Hinterhöfen – oder aber auf der Parkbühne im Clara-Zetkin-Park. Dort sind vom 27. bis 30. Mai einige sehr bekannte Autorinnen und Autoren zu erleben. Am Donnerstag liest Volker Kutscher aus “Olympia: Der achte Rath-Roman“ (18.30 Uhr), Schauspieler Claude-Oliver Rudolph macht mit „Nakam – oder der 91. Tag. Geschichte einer irrwitzigen Flucht“ bekannt (20.30 Uhr). Wenn ein Star ins Bodenlose fällt – was wird aus seinem Synchronsprecher?, fragt Stefan Schwarz im neuen Roman „Da stimmt was nicht“, den er am Freitag (18.30 Uhr) vorstellt. Tags darauf sind Sahra Wagenknecht (18 Uhr) und Sebastian Fitzek (20.30 Uhr) zu Gast. Karten: Tel. 0341 484000 und www.ticketmaster.de
2. Streams von vom Blauen Sofa und aus der Alten Handelsbörse
Das „Blaue Sofa“ von ZDF, 3sat, Bertelsmann und Deutschlandfunk Kultur ist von der Glashalle in die Kongresshalle gezogen. Mehr als 40 Autorinnen und Autoren nehmen darauf Platz – nacheinander. Sie sprechen über ihre aktuellen Neuerscheinungen aus Belletristik und Sachbuch. Erwartet werden Thea Dorn, Samy Molcho, Sophie Passmann, Wolfgang Schäuble, Bénédicte Savoy und Alexander Osang (Programm: dasblauesofa.zdf.de). Das ARD-Forum sendet vier Tage live aus der Alten Handelsbörse, unter den mehr als 50 Gästen: Clemens Meyer, Peter Richter, Dan Diner, Sahra Wagenknecht, Thomas de Maizière, Ingo Schulze, Christoph Hein, Thomas Kunst, Stefan Schwarz, Dimitrij Kapitelman und Anja Kampmann (buchmesse.ARD.de.).
3. Neues von den Unabhängigen Verlagen
Im Forum „Die Unabhängigen“, in normalen Jahren auf der Leipziger Buchmesse zu finden, präsentieren insgesamt 21 Verlage aus Deutschland Österreich und der Schweiz ihre Neuerscheinungen – sowohl live als auch im Stream. Am Donnerstag und Freitag ab 19 Uhr sowie am Sonntag ab 14.30 Uhr werden im Westflügel Debüts, Lyrik und Politisches vorgestellt, auch die Pandemie spielt eine Rolle. Am Samstag gibt’s ab 19.30 Uhr im vielleicht schönsten Garten der Stadt – hinter dem Literaturhaus Leipzig – die „Spätausgabe“ unter anderem mit Amanda Lasker-Berlin, Martina Hefter und Tilman Spengler. Alle Infos und die Möglichkeit der Anmeldung stehen auf www.kurt-wolff-stiftung.de/leseinsel
4. Spannung im Krimikeller und auf dem Südfriedhof
Das Central Kabarett richtet wieder einen Krimikeller ein. Am Freitag ist ab 18 Uhr unter anderem der Leipziger Autor Alex Pohl zu Gast mit seinem Jugendkrimi „Forever, Ida -Und raus bist Du“, Silvia Hinzmann liest aus ihren Kroatien-Krimis (Anmeldung unter 0341 52030000 oder kasse@centralkabarett.de). Auf dem Südfriedhof kann man sich am Donnerstag bei der „Langen Kriminacht“ gruseln (19 Uhr, Abendkasse).
5. Für Kinder und Manga-Comic-Fans
Der Community Cosplay Contest findet am Freitag von 9 bis 18 Uhr ausschließlich online statt. Ebenfalls nur im Internet kann die „BuchKinderMesse: Digitale Lesebühne“ betreten werden (Freitag 9 bis 20 Uhr). Für Sonntag (10 bis 18 Uhr) laden die Leipziger Buchkinder zum Workshop „Freiluft-Druckwerkstatt“ in den Buchkindergarten (Vorplatz). Ebenfalls am Sonntag (11 Uhr) liest Miriam Zedelius auf dem Feinkost-Gelände aus „Lotte und die Freitags-Oma“, um 13 Uhr präsentiert Gerda Raidt dort „Das ist auch meine Welt“, ein Sachbuch für Veränderung und Aufbruch. „Kinder gestalten die Natur“ ist ein Workshop in der Auwaldstation überschrieben – Anmeldungen für Sonntag (14 Uhr) unter Tel.: 0341 4621895.
6. „L3 – Lange Leipziger Lesenacht“ in der Moritzbastei
Auf vertraute Veranstaltungsreihen ist auch bei „Leipzig liest extra“ Verlass. Dazu gehört der Gesprächs- und Lesemarathon „Leipziger Büchermenschen stellen sich vor“, der am Samstag ab 10 Uhr aus der Buchhandlung Hugendubel gesendet wird. Und natürlich die „L3 Lange Leipziger Lesenacht“, sie wird Freitag (ab 18 Uhr) aus der Moritzbastei gestreamt. Zur Eröffnung dieser Doppel-Nacht der neuen deutschsprachigen Literatur lesen Lisa Krusche, Fabian Neidhardt und Matthias Jügler, es folgen unter anderem Raphaela Edelbauer, Nastasja Penzar, Shida Bazyar, Rebekka Kricheldorf und Markus Ostermair. Am Freitag gehören Björn Stephan, Tina Uebel und Anselm Oelze zu den Gästen.
7. Im, am und mit dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig
Im Garten des Deutschen Literaturinstituts Leipzig (DLL) sind am Freitag ehemalige Studierende mit „Institutsprosa“ zu Gast: Olga Grjasnowa, Stephan Roiss, Esther Becker, Laura Lichtblau, Björn Kern, Judith Keller, Simon Urban, Daniel Mellem und Matthias Jügler angekündigt. Beim Release der DLL-„Tippgemeinschaft“ wird am Samstag (19.30 Uhr) nur der Live-Stream eingeschaltet, für einen Performativen Spaziergang im Clara-Zetkin-Park verbünden sich Studierende am Sonntag (20 Uhr) mit Heike Hennig und allen Neugierigen (Infos und Anmeldung www.deutsches-literaturinstitut.de).
8. Spaziergänge durch Stadt und Literatur
Raus an die Luft geht es nicht nur mit Lesungen, sondern auch bei Spaziergängen, die die Stadtlandschaft zum Thema machen. So führt Annelies Tienelt am Samstag und Sonntag (jeweils 15 Uhr) eine Stunde „durch das grüne Herz von Kleinzschocher“. Treffpunkt ist die Informationstafel gegenüber dem Stadtbad an der Elster, eine Anmeldung erforderlich per Mail an otto@stempel-druck.de. Von 15 bis 17 Uhr gestalten Franz Schwarznau, Verena Noll und Ansgar Weber am Samstag die Literarischer Stadtführung „Zwischen Prieße und Bebop - Mit Fritz Rudolf Fries durch Leutzsch“. Treffpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle Diakonissenhaus, eine Anmeldung nötig über seitenblick-leipzig@t-online.de.
9. Diskussionen und Streitgespräche
Zum Lesen gehört die Auseinandersetzung. Beste Gelegenheit dafür bietet der Schwerpunkt „The Years of Change 1989–1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach“, in dessen Rahmen am Donnerstag Anne Applebaum und Karl Schlögel über „Making time. Europa 30 Jahre nach der Wende“ sprechen (16 Uhr, Literaturhaus). Sie gehen der Frage nach, was aus den Werten und Emotionen der Wendejahre geworden ist. Woher stammt die Verführung durch das Autoritäre in Europa, und welche Folgen hat sie für Demokratien? Über „Belarus. Revolutionszustand“ sprechen am Samstag Viktor Martinowitsch und Sasha Filipenko – 13 Uhr, Literaturhaus (Anmeldung über tickets@literaturhaus-leipzig.de und Tel. 0341 30851086)
10. Bekannte Autroinnen und Autoren
Zum schönsten Nebeneffekt des „Leipzig liest“- Festivals gehören zwar die Zufälle und Entdeckungen, aber es macht auch Spaß, auf bekannte Namen zu stoßen. Dazu gehören diesmal David Großman, am 28. Mai mit „Was Nina wusste“ im Literaturhaus (Gespräch und Buchvorstellung in englischer Sprache). Steffen Mensching ist mit seinem Gedichtband „In der Brandung des Traums“ am Freitag (20 Uhr) im Gohliser Schlößchen. Christoph Hein bestreitet mit „Guldenberg“ den „Leipzig liest“-Abend am Samstag in der Kongresshalle (19 Uhr), Hengameh Yaghoobifarah ist am gleichen Abend (18 Uhr) mit „Ministerium der Träume“ bei Rotosbooks. Und in den Streams von ARD-Forum und Blauem Sofa dominieren ohnehin die Promis.
Info: Der komplette Veranstaltungskalender, Infos auch über Anmelde-Möglichkeiten sowie Streamlinks sind zu finden auf leipziger-buchmesse.de
Was tun am Wochenende?

Alexander Osang (r.) mit Literaturhaus-Chef Thorsten Ahrend im Garten in dem Leipziger Haus des Buches. Foto: Christian Modla
Alexander Osang (r.) mit Literaturhaus-Chef Thorsten Ahrend im Garten in dem Leipziger Haus des Buches. Foto: Christian Modla
Freitag
Freizeittreff für Kinder: ​Passend zum Weltspieltag am 28. Mai lädt das Leipziger Veranstaltungszentrum „Der Anker“ Kinder und Jugendliche am Freitag von 14 bis 20 Uhr zu einem offenen Treff ein. In der Renftstraße 1 (Leipzig-Möckern) kann Tischtennis, Kicker und Billard gespielt werden. Sport frei!
Ein Ostdeutscher in New York: ​Im Rahmen von „Leipzig liest extra“ erzählt „Spiegel“-Journalist Alexander Osang in der Deutschen Nationalbibliothek ab 20 Uhr aus dem Leben von Uwe, der in der Metropole New York heimisch geworden ist – genau wie der Bestseller-Autor nach 1990. Der Live-Stream zur virtuellen Lesung „Fast hell” (erschienen im Aufbau Verlag) ist kostenfrei auf vimeo.com abrufbar.
Reales Theater: ​Das freie Theater Cammerspiele lädt am Freitag 20 Uhr zur Premiere des Stücks „Ich fress dich auf!“. Die Theatercollage mit Rutsche und Musik ist im kleinen Saal im Werk 2 live zu sehen. Ausgehend von Maurice Sendaks Bilderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ wird ein Raum eröffnet, in dem laut sein und auffressen wollen völlig in Ordnung ist. Statt auf Becketts Godot wird auf Max gewartet, verraten die Theatermacher. Weitere Vorstellungen am Sonnabend (20 Uhr) und Sonntag (18 Uhr). Karten gibt es hier!
Die Arbeiten der Künstlerin Anna Vovan sind ab Sonnabend in der Galerie b2_ zu sehen. Anna Vovan und Galerie b2_
Die Arbeiten der Künstlerin Anna Vovan sind ab Sonnabend in der Galerie b2_ zu sehen. Anna Vovan und Galerie b2_
Sonnabend
Kunst erleben: ​Die Galerie b2_ auf dem Spinnerei-Gelände (Gebäude 20) öffnet eine Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Anna Vovan, die am Sonnabend ab 15 Uhr live vor Ort sein wird. In „Self in Letters“ zeigt die HGB-Absolventin Briefe und Fotogramme, die ein historisches Bild einer komplexen Persönlichkeitsstruktur zeichnen. Die Ausstellung ist ab 29. Mai von 11 bis 20 Uhr mit Terminbuchung an b2@galerie-b2.de  und einem tagesaktuellen negativen Testergebnis zu betrachten.
Ein Hoch auf alle Mütter: ​Das Kabarett academixer lädt um 20 Uhr zur Sondervorstellung „Mutti kann es besser“ im Rahmen des Modellprojekts „Kultur // Reallabor“ ein. In der Hauptrolle ist die Künstlerin Katrin Hart zu erleben. Infos und Tickets sind hier erhältlich.
Sonntag
Online-Lesung für Kinder: ​Im Theater der Jungen Welt findet ab 15 Uhr eine Autorenlesung mit Nina Weger via Zoom statt. Was ist schlimmer als ein Wirbelsturm im Räuberwald? Ein Räuberhauptmann mit Zahnschmerzen! „Der kleine Räuber Rapido 3 – Der schlimme Zahn!“ ist eine Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Eine Anmeldung ist erforderlich: Telefonisch 0341 4866016 oder schriftlich an kontakt@tdjw.de. Den kostenlosen Zoom-Link erhalten Sie per E-Mail. 
Familientag im Museum: ​Das Kindermuseum Unikatum, Zschochersche Straße 26, freut sich am Sonntag von 10 bis 18 Uhr auf kleine und große Besucher zum Familientag mit Ausstellungen, einer Bastelbar und einer Garten-Rallye. Termine müssen vorab gebucht werden, spätestens bis Sonnabend 16 Uhr. Anmeldung und Infos hier
Von Regina Katzer
Neues aus Stadt und Land

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Zur Eröffnung des Festivals „Leipzig liest extra“ sieht Buchmessedirektor Oliver Zille „Zeichen der Hoffnung“
Kommentar: „Leipzig liest extra“ - Eine Stadt liest sich aus der Pandemie
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