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Sachsens Tourismus bereitet sich auf die Gäste vor + Gastro- und Spieletipp

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Die Zeichen stehen gut, dass wir Ihnen demnächst wieder Ausflugstipps geben können. Die sächsische Landesregierung hat in die ab morgen geltende Corona-Notfallverordnung wieder Lockerungsmöglichkeiten für den sächsischen Tourismus eingebaut. Hotels dürfen unter bestimmten Voraussetzungen Ausflugsgäste aufnehmen. Auch in den sächsischen Wintersportgebieten wird der verspätete Saisonstart mit Hochdruck vorbereitet. In Oberwiesenthal beispielsweise wird am Sonnabend mit einem Ansturm gerechnet.
Vielleicht warten Sie noch ein paar Tage mit den Ausflügen - es könnte voll werden. Die Zeit, bis etwas mehr Normalität eingetreten ist, können Sie sich beispielsweise mit einem guten Essen versüßen. Und weil wir nach den üppigen Festtagen alle noch die guten Vorsätze im Kopf haben - wie wär’s mal mit vegan (schonmal was vom Veganuary gehört)? Unser kulinarischer Tipp der Woche führt dieses Mal ins “Ouai” - ein vegetarisches Restaurant in der Münzgasse. Restauranttesterin Petra Mewes war jedenfalls ganz beeindruckt.
Und Spieletesterin Gabriele Orymek hat diese Woche wieder einen Tipp für einen geselligen Spieleabend in Coronazeiten für Sie. “Llamaland” ist ein neues Brettspiel für die ganze Familie. Bei dem Legespiel müssen sich die Mitspieler gute Ernten sichern, indem sie Bauteile und Lamas gezielt auf den Berg setzen.
Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Ihnen Ihr
Thomas Lieb

Kulinarischer Tipp der Woche

Modern, feurig, elegant: Das Restaurant „Ouai“ in der Münzgasse überrascht mit asiatisch-vietnamesischen Rezepturen. Foto: Kempner
Modern, feurig, elegant: Das Restaurant „Ouai“ in der Münzgasse überrascht mit asiatisch-vietnamesischen Rezepturen. Foto: Kempner
Trotz des großen Schlemmens am Jahresende muss im Januar niemand in Askese verfallen. Das vegane Restaurant Ouai bietet sich an, einen Gang runterzuschalten, meint LVZ-Gastrokritikerin Petra Mewes.
Ouai – das langgezogene Oui der Franzosen steht in diesem Restaurant für das Bekenntnis zum veganen Lebensstil, für „Ja“ zur rein pflanzlichen Küche mit asiatisch-vietnamesischen Rezepturen. Was im ersten Moment etwas weit hergeholt scheint, hat eine recht einfache Erklärung, wie Restaurantleiter Jonas Helm versichert: „Es gibt in Frankreich, vor allem in Paris, schon lange vietnamesische Restaurants.“
Schon lange heißt in diesem Fall, dass die Kolonialisierung der sogenannten Region Indochina auf den heutigen Gebieten von Laos, Kambodscha und Vietnam, auch in Frankreich Spuren und kulinarische Einflüsse hinterlassen hat.
Die straff gehaltene Karte offeriert verschieden Kleinigkeiten mit englischen Namen, die als Tapas geordert und am Tisch geteilt werden können. Darunter finden sich Humpty Dumpling genannte Teigtaschen, gefüllt mit Gemüse und einer Ingwer-Tamarinden-Sauce, oder Roasty Potato, gegrillte Süßkartoffel mit Kurkuma, Lauch und veganer Mayonnaise sowie Granny Garden. Das sind Frühlingsrollen mit gehackten Pilzen, Süßkartoffeln, Karotten, Rettich und Kräutern in einem fermentierten Tofu-Ananas-Dressing.
Szene aus der Quai-Küche. Foto: Kempner
Szene aus der Quai-Küche. Foto: Kempner
Asiatische Tapas
Da dieser Text nun aber eine Gastro-Kolumne und kein historischer Aufsatz sein soll, steige ich an diesem Punkt aus der Geschichte aus. Eine Vergangenheit hat das Lokal in der Münzgasse trotzdem, dürften die Räume doch so manchen als japanisches Restaurant Mifune in Erinnerung sein. Unter dem Dach dieser Gesellschaft hat sich im vergangenen Jahr eine neue formiert, mit Hoang Son Do als Inhaber.
Relikte des einst edel anmutenden Interieurs der Architektin Corry von der Decken sind geblieben, doch statt Rot und Schwarz dominieren jetzt Naturtöne in Verbindung mit Kirschholz. Die Teppanyaki-Grills sind durch einfachere Holztische ersetzt. Die Wand gleich rechts zeigt eine Pariser Straßenszene. Genug der diesmal vielleicht etwas lang geratenen Vorrede, die ganz im Gegensatz zum zügigen, freundlichen Service steht.
Tofu, zum Beispiel gegrillt, spielt in vielen Gerichte eine tragende Rolle, aber nicht in allen. Und wer wie ich das aus Sojabohnen hergestellten Produkt nicht mag, kann darum bitten, es wegzulassen. Da hier, wie mir versichert wird, alle Speisen frisch hergestellt werden, ist der Austausch von Zutaten kein Problem. Er sollte aber eher Ausnahme als Regel sein, denn die Rezepturen sind authentisch, durchdacht und in ihrem Zusammenspiel durchaus eine Probe wert. So erlebt bei Swimming Hokkaido: Die Suppe mit Kürbis als Basis werten Tomaten und Brokkoli auf, ein Schuss Kokosmilch nimmt etwas Schärfe zurück.
Als Sinking Boat wird danach eine große, irdene Schale mit Reisnudeln serviert, die unter den bereits genannten, frittierten Frühlingsrollen und frischem Salat versteckt sind. Gehackte Erdnüsse und eine feinsäuerliche Vinaigrette sorgen zusätzlich für Geschmack.
Beim Tasty Healer, laut Übersetzung ein schmackhafter Heiler, macht mir nicht nur die Menge an Flüssigkeit zu schaffen. Dabei ist die Bouillon aus Wurzelgemüse mit reichlich Reisbandnudeln, Brokkoli und Gurkenscheiben, nach Gusto mit Chili und Limettensaft verschärft, ein Genuss, aber: Die große Schüssel wird bereits serviert, als ich noch Suppe löffle. Da sie kochend heiß kommt, ist das nicht weiter schlimm, so hätte ich sie ohnehin nicht essen können, nur gerät dann leider durch die Standzeit am Tisch der gebratene Fleischersatz Char Siu etwas gummiartig.
Chrysanthemen-Tee, frisch gebrüht aus getrockneten Blüten, und naturtrübe Apfelschorle überbrücken die gewünschte Pause bis zum Dessert, Lazy Banana: Eine süße, dicke Hülle aus Klebreis umhüllt eine warme Banane, die mit fast flüssiger Kokoscreme, geriebenen Erdnüssen und roten Granatapfelkernen auf einem Blatt arrangiert ist und mit zwei Löffeln gereicht wird. An dieser Stelle schließt sich der Kreis um das eingangs in der Speisekarte erklärte Versprechen der asiatischen Köchinnen und Köche: authentisch kochen, Gäste überraschen, zum Teilen anregen und alle bewusst genießen lassen.
Adresse: Münzgasse 18-20, 04107 Leipzig,
Telefon: 03415297090, www.ouai.de
Konzept: Restaurant mit veganer, asiatisch-vietnamesischer Küche
Extras: Abhol- und Lieferservice
Geöffnet: täglich von 12 bis 20 Uhr
Preise: Vorspeisen/Suppe/Tapas 5 bis 5,50 Euro, Hauptgerichte 9,50 bis 11,50 Euro Desserts 5,90 Euro
Vegane Tapas im Restaurant „Ouai“
Spiele-Tipp aus der Stadt der Spiele

Inspiration für gesellige Runden und Stunden in Coronazeiten hat die Altenburger Spieleberaterin Gabriele Orymek, die sich mit Brett- und Kartenspielen auskennt. Heute stellt Sie das Legespiel „Llamaland“ vor.
Schon optisch ein Hingucker - das Brettspiel „Llamaland“. Foto: Orymek
Schon optisch ein Hingucker - das Brettspiel „Llamaland“. Foto: Orymek
Oft sind es unsere Kinder, die uns auf Trends aufmerksam machen: „Mama, ich will ein Einhorn, Melli hat auch eins!“ Ob es jetzt gut ist, jedem Trend zu folgen, mag jeder für sich entscheiden. Spielerisch aber lässt es sich schwer umgehen, gelegentlich Trend-Themen zu begegnen. Zombie-Kidz, Kill the Unicorn, Mein Königreich für ein Pferd… Naja, und nun Llamaland. Ein Tipp an dieser Stelle: Lassen Sie sich nicht von den Themen beeinflussen. Lesen Sie Testberichte, informieren Sie sich vor dem Kauf, gerne auch auf den schon vorhandenen Video-Anleitungen einschlägiger Spiele-Seiten. Einem schnellen Kauf folgt oft Ernüchterung. Sie brauchen kein weiteres ungenutztes Spiel im Schrank.
Aber ich mache Ihnen auch Mut: Mit ein wenig Hartnäckigkeit und Geduld schaffen Sie auch vermeintlich schwerere Spiele. Meine Erfahrung lehrt mich: Jedes Spiel, dass ich lerne, erleichtert mir den Einstieg ins Nächste. Vielleicht nicht sofort, aber nach und nach. Was ich noch vor Jahren als schwer empfand, ist nun einfach verständlich. An der Stelle… ich spiele immer noch mit Begeisterung Rommé.
„Llamaland“ ist nun ein Legespiel, das mich begeistert. Jeder Spieler nimmt sich ein Tableau und das Startmaterial (Münzen, Säulen und so weiter). Jeder spielt auf seiner eigenen Tafel, nur den Vorrat teilen sich alle Spieler. Ziel ist es, sich gute Ernten zu sichern, indem Bauteile und Lamas gezielt auf den Berg gesetzt werden. In den gemeinsamen Vorrat gehören die Lama-Karten nach ihren Sorten (Kakao, Kartoffeln, Mais). Die restlichen Karten werden als offene Reihen ausgelegt.
Die Landschaftsteile werden nach ihrer Form sortiert und fünf Helferkarten offen platziert. Die restlichen Helfer bleiben zunächst auf dem Dorfbewohnerstapel liegen. Nun fehlen nur noch die Wertungskarten. Sie zeigen, für welche Anordnung der Lamas auf dem Berg oder andere Bedingungen am Ende Siegpunkte zu holen sind. Wer dran ist, wählt sich ein Landschaftsteil aus und legt es regelkonform an die eigene Tafel an.
Dabei gilt vor allem: Eine Kante muss direkt an der eigenen Tafel anliegen. Auch das Anlegen übereinander ist möglich. Eine freie Fläche kann dabei mit einer Grundmauer überbrückt werden. Deckt ein Spieler mit seinem Landschaftsplättchen Symbolfelder ab, werden diese sofort ausgelöst: Ein Maiskolben zum Beispiel bringt einen Mais-Marker in meinen Vorrat. Habe ich vier Mais gesammelt, kann ich das entsprechende Lama füttern und mir die wertvollste Lama-Karte der Reihe nehmen. Eine Lama-Karte bringt zudem noch eine Lama-Figur, die auf einem Wiesenfeld platziert wird.
Optisch ist das Spiel schon mal ein Hingucker. Beim Setzen des Lamas sollte man an die möglichen Siegpunkte auf den Wertungskarten denken. Mein Gebiet kann ich erweitern oder in die Höhe bauen. Sobald nur noch vier Landschaftsteile ausliegen, endet das Spiel. Bei der Schlusswertung werden die aktuellen Stände der Wertungskarten beachtet und die Zahlen auf den eigenen Lama-Karten. Wer nun die meisten Siegpunkte erhält, gewinnt. Viel Spaß bei Ihrer nächsten Spielerunde – egal bei welchem Spiel.
Spieltyp: Familienspiel
Spieleranzahl: 2 – 4
Alter: ab 10 Jahre
Spieldauer: 30 – 60 Minuten
Verlag: Lookout-Spiele
Preis: 30 – 35 Euro
Erscheinungsjahr: 2021
Das Legespiel „Llamaland“
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