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Löwen-Vierlinge im Zoo + Hier blüht es schon in Leipzig + "Hullern" ist der neueste Schrei

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
es freut mich, Sie an dieser Stelle auch mal wieder begrüßen zu dürfen. Als Urlaubsvertretung für meine Kollegin Julia Grass, die Sie ja für gewöhnlich an die Frische Luft schickt. Die Kollegin hat die richtige Zeit für ein paar freie Tage erwischt - das Wetter diese Woche trug schon einen Hauch von Frühling in sich. In diesem April, der ja angeblich der kälteste seit fast 100 Jahren sein soll. Da hat es auch die Pflanzenwelt etwas schwerer. Aber: An einigen Stellen haben sich Magnolie, Mandel und Zierkirsche schon durchgesetzt. Meine Kollegin Vanessa Gregor war mit Fotograf André Kempner auf Streifzug durch die Stadt und hat blühende Ecken aufgespürt, die vielleicht auch einen Spaziergang lohnen - es sind ja die kleinen Dinge, an denen wir uns in dieser Zeit erfreuen müssen.
Die großen Freuden liegen in einer Wurfbox im Leipziger Zoo. Vierlinge!!! Die Löwen haben Nachwuchs bekommen. Mutter Kigali, die die Jungen säugt, als auch Vater Majo sorgen gut für den Nachwuchs im Leipziger Zoo. Sechs Wochen lang hat der Zoo diese spektakuläre Nachricht gehütet wie ein Geheimnis. Kerstin Decker, die die Geschichte gestern aufgeschrieben hat, wollte von Zoodirektor Jörg Junhold bei der Gelegenheit auch gleich wissen, wann der Zoo zumindest seine Außenbereiche wieder öffnet. Das wäre mit dem Infektionsschutzgesetz, das der Bundestag gestern verabschiedet hat, auch möglich. Aber Leipzig bleibt erstmal zögerlich. Auch wenn Junhold leise Hoffnung machte: “Wir sind bereit für das Publikum”.
Also bleibt uns nur, die Möglichkeiten zu nutzen, die uns die Corona-Verordnungen dieses Landes gönnen. Bewegung an der frischen Luft eben. Meine Kollegin Regina Katzer ist dem Trend des “Hullerns” nachgegangen (der Hula Hoop erfährt eine Renaissance - probieren Sie es doch mal aus). Oder sie belohnen sich nach einem Spaziergang mit kulinarischen Besonderheiten - wir haben auch in dieser Ausgabe von “Frische Luft” einige Streetfoodwägen in Leipzig besucht, an denen man die verschiedensten Angebote genießen kann.
Und weil das Wetter wieder aprilesk werden soll: Einen Tipp für zuhause habe ich auch noch für Sie. Anlässlich des gestrigen Tags des Deutschen Brotes haben wir einem Hobbybäcker über die Schulter geschaut, der ganz genau erklärt, wie man zuhause sein eigenes Brot backen kann. Köstlich!
Herzliche Grüße,
Ihr Thomas Lieb

Der Frühling zeigt sich zaghaft, aber er zeigt sich

Magnolie an der Thomaskirche. Foto: André Kempner
Magnolie an der Thomaskirche. Foto: André Kempner
Noch sind die Knospen nicht überall offen, aber einige von Leipzigs Bäumen und Sträuchern bemühen sich bereits um Farbenvielfalt für den Frühling. Der lässt sich ziemlich bitten in diesem Jahr: Für die Jahreszeit ist es ungewöhnlich kalt, der Frühling kommt nur langsam in den Gang – zu sehen ist das an den Bäumen. Mitte April sind sie noch nicht so grün wie sonst. Das heißt allerdings: Sie blühen gerade erst oder werden noch blühen. Von den rund 57 000 Straßenbäumen geben manche besonders farbenfrohe Exemplare ab. Circa 52 500 derzeit erfasste Bäume stehen zusätzlich auf Leipzigs Grünflächen, berichtet die Stadt. Leipzigs ältester Baum soll übrigens eine Eiche im Rosental sein. Markant ist sie durch ihren geöffneten Stamm, der sich wie ein Tor aufspaltet. Spezialisten schätzen die Eiche auf ein Alter von rund 600 Jahren.
Zierkirsche vor der Uniklinik. Foto: André Kempner
Zierkirsche vor der Uniklinik. Foto: André Kempner
Aber auch die jüngeren Bäume können sich sehen lassen. Wer sich das Blütenfest anschauen möchte, kann beispielsweise mit dem Rad oder zu Fuß eine Tour durch die Messestadt machen. Ein guter Startpunkt, und wohl das berühmteste Fotomotiv in der Innenstadt: die Nelken-Kirschen am Johannisplatz, direkt vor dem Grassi-Museum. Sie steht aktuell in den Startlöchern, die Bäume sind bereits von einem roten Farbton überzogen, bis zur Blüte dauert aber es noch ein bisschen.
Weiter geht es an der Prager-Straße, blühen tut es unter anderem hinter der Glasfassade des Haus des Buches – und richtig grün wird es auf dem Weg durch den Lene-Voigt-Park bis zum Ostplatz. Dort, zwischen Johannisallee und Linnéstraße, ist Leipzigs Botanischer Garten. Coronabedingt derzeit geschlossen, zeigt sich hier normalerweise die ganze Pracht der neuen Jahreszeit. Die gibt es dafür dieses Mal in der Liebigstraße vor dem Uniklinikum. Die Zierkirschen dort stehen in der Blüte.
Westlich vom Rathaus befindet sich der kleine Park „Apels Garten“, hier stehen einige Kirsch-Arten, die mit ihrem breiten Spektrum zwischen rosa, rot und weiß blühen – ein paar Tage Geduld sind jedoch noch angebracht. Dafür scheinen die sonnig-gelben Forsythien-Sträucher am westlichen Ende des Parks, an der Friedrich-Ebert-Straße, gerade noch aus voller Kraft.
Magnolie an der Klingerbrücke. Foto: André Kempner
Magnolie an der Klingerbrücke. Foto: André Kempner
Ebenfalls noch ein bisschen Zeit brauchen die Vogel-Kirschen auf dem Thomaskirchhof in der Innenstadt. Mit dem kleinen Brunnen und Bänken unter den Bäumen bietet die Fläche zwischen Petersstraße und Thomasgasse. Öffnen sich ihre Blüten, werden die Bäume zu einem natürlichem, weißen Dach. Übrigens: Eine Annahme der Onomastik ist, dass der Name „Leipzig“ aus der sorbischen Sprache kommt. Sorben sollen zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert ein Dorf gegründet haben. Dieses nannten sie „Lipzk“ – „Ort bei den Linden“, heute Leipzig. Die Linde ist noch immer die dominierende Baumart in Leipzig.
Laut BUND Leipzig machen sie 34 Prozent der Straßenbäume aus. Wer genau wissen will, welcher Baum vor der eigenen Haustür steht, könnte auf der Homepage der Stadt fündig werden. Im Baumkataster werden die Bäume an den Straßen und Parks erfasst.
Mandelblüte am Thomaskirchhof. Foto: André Kempner
Mandelblüte am Thomaskirchhof. Foto: André Kempner
Haben Sie schon mal gehullert?

In den sozialen Netzwerken wird gehoopt und gehullert was das Zeug hält. Da kreisen die Hüften beim heimischen Workout, Mütter steigen mit ihren Kindern in den Reifen oder schwingen sich am Abend vorm Fernseher in das Sportgerät. Die einen wollen abnehmen und fit bleiben, andere haben einfach Spaß an der Bewegung und entdecken ihre Weiblichkeit. Der Lockdown hat dem Hula-Hoop-Reifen eine Renaissance beschert – für viele eine trendige Alternative in Zeiten geschlossener Fitnessstudios.
Hula Hop mit Mama Ulita (Ulrike Biller) in Leipzig.
Hula Hop mit Mama Ulita (Ulrike Biller) in Leipzig.
Die Künstlerin „Mama Ulita“ (Ulrike Biller) arbeitet seit über zehn Jahren als Hula-Hoop-Trainerin. 2009 hatte die Leipzigerin eine Model-Anfrage erhalten, für die sie das Hüftkreisen erlernen musste. Der Auftrag ging flöten, aber das Hoopen habe sie seitdem nicht losgelassen. Als der ehemalige Lipsi-Lillies-Show-Star vor vier Jahren einen Bandscheibenvorfall erleidet, erlangt sie mittlerweile durch das ganzheitlichen, kräftigenden Bewegungen mit dem Reifen ihre Fitness zurück.
In den Workshops, die derzeit vier Mal wöchentlich jeweils 60 Minuten online laufen, spielen Gesundheit, Kräftigung der Körpermitte, Kreativität und Achtsamkeit eine große Rolle. „Nach jeder Stunde bekomme ich Rückmeldungen, dass sich ein, zwei Teilnehmerinnen wie ein Kind dabei gefreut haben“, plaudert die Hoop-Expertin. Ab Mai gibt es wieder freie Online-Termine!
Essen to go aus aller Welt: Streetfood in Leipzig

Vergangene Woche hatten wir Ihnen, liebe Frische-Luft-Leserinnen und -Leser bereits vier Streetfoodstände in Leipzig vorgestellt. Es gibt noch weitere, die einen Ausflug lohnen. Nach einem ausführlichen Frühlingsspaziergang finden Sie hier kulinarische Abwechslung.
Bistro Jasmin 2
Im Bistro Jasmin 2 an der Karli. Murat (vorne) und Mohamed bereiten leckere Döner-Spezialitäten zu. Foto: André Kempner
Im Bistro Jasmin 2 an der Karli. Murat (vorne) und Mohamed bereiten leckere Döner-Spezialitäten zu. Foto: André Kempner
Halloumi, Döner, Dürüm: Beim Bistro Jasmin 2 stehen dazu noch verschiedenste Soßen zur Auswahl. Verkauft wird immer am festen Standort an der Karl-Liebknecht-Straße 25. Der weiß-orangefarbene Wagen ist dort kaum zu übersehen, zwischen 11.30 und 21.30 Uhr ist geöffnet. Auch für Veganer und Vegetarier gibt es Variationen, Soja-Steak, Seitan-Dürum oder Falafel im Fladenbrot. Wer gerade nicht unterwegs ist und trotzdem Lust auf Herzhaftes vom Bistro Jasmin 2 hat, kann sich das Essen übrigens auch online bestellen und liefern lassen.
Beefboten
Normalerweise ebenfalls auf Streetfood-Märkten in der ganzen Region unterwegs sind die „Beefboten“. Das geht seit Corona nicht mehr und deshalb kommen jetzt Leipzigerinnen und Leipziger in den Genuss der Auswahl an Burgern, Hot Dogs und Fries, dazu gibt es Specials wie die Buddha Bowl und vegetarische Varianten. Wer sich vorab ein Bild machen möchte: Auf Facebook und Instagram sorgt das Team mit regelmäßigen Updates für Appetit. Dreimal die Woche sind sie in Leipzig zu finden, Montag und Freitag stehen sie am Helios-Parkklinikum in Probstheida, mittwochs auch dort auf dem Gelände, dann aber in der Nähe der Soteria-Klinik, immer zwischen 11 und 14 Uhr.
Bamboo Streetfood
Von März bis August wird im Westwerk in Plagwitz an der Karl-Heine-Straße vietnamesisches Streetfood serviert. Das kann to go genommen und, wenn wieder möglich, auch vor Ort verspeist werden. Die Karte wechselt fast wöchentlich und bietet diverse authentische Gerichte aus Vietnam. Geöffnet ist von Montag bis Samstag zwischen 11.30 und 20 Uhr, sonntags ist Ruhetag. Die aktuelle Karte finden Interessierte online. Vegetarische Optionen und Auswahl für Veganer und Veganerinnen sind ebenfalls vorhanden.
Atacolypse
Schon fast eine Institution in der Connewitzer Wolfgang-Heinze-Straße ist das Atacolypse. Es lockt Tex-Mex Küche, hier ist aber alles vegan. Unter anderem gibt es Nachos, Tacos, Burritos, diverse Beilagen und ein tägliches Special. Montag und Dienstag sind hier die Türen allerdings zu, es sind Ruhetage. An allen weiteren Tagen wird aktuell zwischen 13 und 21 Uhr geöffnet.
Süß und salzig: Das sind die angesagtesten Streetfood-Stände in Leipzig
Was tun am Wochenende

Mit dem Smartphone lassen sich ganz leicht kleine Videos aufnehmen.
Mit dem Smartphone lassen sich ganz leicht kleine Videos aufnehmen.
Wie drehe ich einen eigenen Film? ​Im soziokulturellen Zentrum „Villa“ in der Lessingstraße beginnt am Freitag um 15.30 Uhr der „Filmklub Junior“ für Kinder ab 10 Jahre. Um 17.30 Uhr startet der Filmklub für die älteren Jugendlichen ab 16 Jahre. Beide finden digital statt. Ziel ist es, sich Wissen rund um den Film anzueignen und einen eigenen Film zu realisieren. Information und Anmeldung unter Tel. 0341 35520430, per Mail unter kontakt@medienwerkstatt-leipzig.de oder im Netz unter www.medienwerkstatt-leipzig.de
Grafiken drucken: ​Die Familienwerkstatt im Werk 2 öffnet am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr ihr „Kunstfenster“. Dort kann man sich Druckplatten und Radiernadeln abholen (samt Erklärung, wie es geht), zu Hause Frühlingsbilder ritzen und sie zum Drucken zurückbringen. Das Angebot geht an Großeltern, Eltern und Kinder ab vier Jahren. Das Kunstfenster erreicht man über Windscheidstraße 51.
Comicfiguren zeichnen: ​In der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig beginnt am Sonnabend 16 Uhr ein digitaler Workshop für Kinder und Jugendliche, die wie der berühmte „Greg“ zeichnen wollen. Dessen Erlebnisse kann man in „Gregs Tagebüchern“ von Jeff Kinney verfolgen, ein Renner bei Mädchen und Jungen. Bitte anmelden mit einer Mail an info@buchhandlung-ludwig.de.
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