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Hitze-Tipps, Outdoor-Kultur und eine Radtour

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Leipzig ist heiß.
Und es wird noch heißer.
Am Wochenende sind Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Schwelle angesagt. Ob das noch bestes Ausflugswetter ist, muss jeder und jede für sich selbst klären. Ich für meinen Teil komme mit viel Sonne gut klar - zumindest dann, wenn niemand hohe Erwartungen an mich hat. Denn schnell geht eigentlich nichts voran, wenn das Thermometer 36 Grad anzeigt (ja, das könnte Ende dieser Woche tatsächlich der Fall sein).
Glücklicherweise muss es ja gerade am Wochenende nicht immer schnell gehen. Für alle, die noch nicht genau wissen, was sie mit so viel Wärme anfangen sollen:
Dinge, die auch bei Hitze Freude machen (können):
  • Eis essen, geht immer
  • Erdbeeren pflücken (Noch ist Saison! Wo? Hier!)
  • kühle Orte aufsuchen (Wollten Sie schon lange mal verschiedene Kirchen angucken? Oder diese eine Ausstellung im Museum besuchen?)
  • wahlweise Frühstück, Mittag oder Abendbrot durch Wassermelone ersetzen (Tipp: Streuen Sie etwas Zimt drüber!)
  • Sommerkino (eine Top 3 finden Sie in diesem Newsletter, den gesamten Überblick hier)
  • einfach im Garten, auf dem Balkon oder im Park liegen und Eiskaffee (-tee) trinken
  • und, klaro: baden gehen (hier gibt es Geheimtipps für Leipzig und für die Region)
Egal, wofür Sie sich entscheiden: Genießen Sie die Tage!
Ihre Josephine Heinze
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Eine Radtour durchs Neuseenland

LVZ-Volontärin Stephanie Riedel radelte 70 Kilometer durch den Leipziger Süden. Ein Erlebnisbericht über einen abenteuerlichen Trip durch ehemalige Tagebaulandschaften und erlebte Natur pur.
LVZ-Volontärin Stephanie Riedel machte eine 70 Kilometer lange Radtour durch das Leipziger Neuseenland. (Bild: Stephanie Riedel)
LVZ-Volontärin Stephanie Riedel machte eine 70 Kilometer lange Radtour durch das Leipziger Neuseenland. (Bild: Stephanie Riedel)
Premiere auf einem E-Bike. Mit dem Rad werde ich im Leipziger Neuseenland auf die Strecke gehen. Auf dem Tacho des Bikes blinken 18 Kilometer pro Stunde auf. Ich radel im Eco-Modus. Heißt: Der elektrische Antrieb des E-Bikes unterstützt nur minimal.
Die einziehende Sonnencreme auf meiner Haut riecht nach Sommer. Im Gepäck habe ich nicht nur die Tube mit Sonnenmilch. Für die Fahrradtour durch den Leipziger Süden bin ich mit einem Stromkabel zum Aufladen des Radls gerüstet. Wasser, Riegel und eine Fahrradkarte sind auch im Gepäck. Die Outdoor-App blinkt auf dem Smartphone. Die Tagestour kann beginnen.
Imposant: Kühltürme des Kraftwerks Lippendorf
Die angenommene Hürde am Leipziger Hauptbahnhof erweist sich nicht als solche. Mit dem schweren Drahtesel komme ich über den Fahrsteig zu den Gleisen. Mit dem Fahrstuhl geht es zum „Bahnhof tief“, weiter dann mit der S-Bahn nach Böhlen. Auch diese Station erweist sich als fahrradfreundlich. Hier treffe ich meine zwei Weggefährten, erfahrene E-Bike-Profis, die mich auf den Trip begleiten werden.
Dabei ging es vorbei an mehreren Seen. (Bild: Stephanie Riedel)
Dabei ging es vorbei an mehreren Seen. (Bild: Stephanie Riedel)
Das Kraftwerk Lippendorf bestimmt nicht nur beim Eintreffen in Böhlen die Silhouette der Landschaft. Das Braunkohlekraftwerk, das mehr als die Hälfte aller Leipziger Haushalte mit Fernwärme versorgt, wird ein immer wiederkehrender Begleiter auf unserem Ausflug sein. Schlagartig ist es schattig. Die Route führt direkt an den zwei imposanten Kühltürmen des Kraftwerks vorbei. Die 174 Meter hohen Kolosse und der aufsteigende Wasserdampf verdeckten die Sonne vollends. Zwei Damen, die den ausgewiesenen Radweg suchen, nehmen wir temporär ins Schlepptau.
Abenteuer Bundesstraßen und Schotterweg
Über Zwenkau nehmen wir Kurs gen Groitzsch. Wir entschließen uns, von der vorgegebenen Strecke, die parallel zur Bundesstraße verläuft, abzuweichen. Die Fahrradkarte verspricht naturnahe Wege, fernab vom tosenden Verkehr. Die sind jedoch holprig und nicht ausreichend ausgewiesen, weshalb wir beschließen, wieder auf die Route des Rundwanderwegs Neuseenland zurückzukehren. Wenig später erreichen wir den Großstolpener See, der sich in der Nähe von Groitzsch auftut. Das winzige Gewässer gehört zu den Rekultivierungsstätten des ehemaligen Tagebaubereichs Vereinigtes Schleenhain.
Vom E-Bike aus gab es idyllische Natur zu erleben. (Bild: Stephanie Riedel)
Vom E-Bike aus gab es idyllische Natur zu erleben. (Bild: Stephanie Riedel)
Bei der Weiterfahrt stehen wir vor der Wahl: Die Bundesstraße bis zum Haselbacher See nehmen, auf der 40-Tonner brettern oder eine unkomfortable Alternativroute. Ein Ortskundiger der Region ist mit dem Rad unterwegs und empfiehlt uns den Schotterweg. Hier zählt es, sattelfest zu sein. Als Belohnung verwöhnt uns Mutter Erde abseits des Schotters mit idyllischen Landschaftsbildern. Weitläufige Natur pur.
Traumhafter Blick auf den Hainer See
Am Haselbacher See soll ein Imbiss-Stopp eingelegt werden. Die Verkaufsbude hat geschlossen. Der Klassiker richtet es: geschmierte Stullen. Der Pausen-Snack wird mit Blick aufs Wasser verzehrt. Wir sitzen just auf einer Holzbank zwischen Leipzig und Altenburg, denn der Badesee liegt direkt auf der Landesgrenze von Sachsen und Thüringen. Auf den Sprung ins noch zu kühle Nass verzichten wir.
Dann geht die wilde Fahrt weiter. Nächster Stopp soll der Hainer See sein. Das Bornaer Speicherbecken touchieren wir nur. Plötzlich endende Fahrradwege an Bundesstraßen zwingen uns nun doch auf dem Asphalt neben dem starken Verkehr zu fahren. Die Autos heizen freilich mit 100 Sachen an uns vorbei. Fakt ist, als Radler sind wir dort ziemlich allein.
Die meiste Zeit verläuft die Route abseits des Autoverkehrs. (Bild: Stephanie Riedel)
Die meiste Zeit verläuft die Route abseits des Autoverkehrs. (Bild: Stephanie Riedel)
Dem Rundkurs ums Neuseenland östlich vorbei am Hainer See folgen wir nicht, wählen die Route zur Lagune des Sees. Die Promenade in Kahnsdorf säumen Boots- und Ferienhäuser. Ein traumhafter Seeblick lädt zum Verweilen und Entspannen ein.
Fazit der Spazierfahrt
Auf den verbleibenden zwölf Kilometern bis zum Bahnhof Böhlen verbrennen wir einen Teil unseres zeitigen Abendessens, das wir unter der späten Nachmittagssonne eingenommen haben. Am Ende des Tages ist die Couch willkommen.
Fazit der Spazierfahrt: Die leicht abenteuerliche Fahrt hat mich eines Besseren gelehrt. Das Vorurteil, dass das E-Bike-Fahren nicht anstrengend ist, räume ich aus. Die Wegbeschreibungen und Ausweisungen der Fahrradrouten sind ausbaufähig. Unschlagbar ist hingegen die faszinierende Landschaft. Idylle pur. Das Naturerlebnis lässt sich nicht nehmen.
Sommerkino-Saison in Leipzig

Die Leipziger Sommerkino-Saison ist in vollem Gange. Für fast jeden Kino-Typen ist etwas dabei: kostenlose Angebote, Arthouse-Schwerpunkte, besondere Kulissen und Nostalgie. Die LVZ hat einen großen Überblick zusammengestellt (den gibt es hier) - das ist die kleine Top 3-Auswahl.
Sommerkino in der Feinkost ist ein Leipzig-Klassiker für warme Tage. (Bild: Knofe/Archiv)
Sommerkino in der Feinkost ist ein Leipzig-Klassiker für warme Tage. (Bild: Knofe/Archiv)
Der Klassiker: Sommerkino auf der Feinkost
Ein Klassiker unter den Leipziger Sommerkinos ist das Open-Air-Kino auf der Feinkost. Kein anderes Sommerkino läuft über einen so langen Zeitraum: Von Mai bis September werden hier fast täglich Filme gezeigt. Außerdem können die gemütlichen Kinosessel und die schöne Atmosphäre im bunten Innenhof überzeugen. Die Kinobar Prager Frühling präsentiert das abwechslungsreiche Programm mit deutschen und internationalen Produktionen. Deutsche Kinohits wie „Wunderschön“ (28. Juni, 11. & 30. Juli) reihen sich an internationale Erfolge wie „Der Rausch“ (30. Juni, 10. & 19. Juli) oder „Everything Everywhere all at once“ (6. Juli, 17. Juli, 26. Juli). Je nach Sonnenstand geht es ab 21 beziehungsweise ab 21.30 Uhr los.
Die Schaubühne Lindenfels veranstaltet 2022 bereits das zweite Jahr in Folge ihr Sommerkino an der Plagwitzer Markthalle. (Bild: Martin Schröder-Zabel/Archiv)
Die Schaubühne Lindenfels veranstaltet 2022 bereits das zweite Jahr in Folge ihr Sommerkino an der Plagwitzer Markthalle. (Bild: Martin Schröder-Zabel/Archiv)
Fokus OmU: Sommerkino an der Plagwitzer Markthalle
Das zweite Jahr in Folge findet das Sommerkino der Schaubühne Lindenfels nun schon an der Plagwitzer Markthalle statt. Von Mittwoch bis Samstag gibt es hier immer ab 22 Uhr ein handverlesenes Kinoprogramm unter freiem Himmel zu erleben. Alle Filme werden in Original mit Untertiteln gezeigt. Mit dabei sind etwa „Moonrise Kingdom“ (22.Juni), „Licorice Pizza“ (24. Juni) oder die spanische Dokumentation „Mein Name ist Violetta“ (29. Juni) über ein elfjähriges Trans-Mädchen.
Mitten im Clara-Park gibt es Stummfilme zu sehen. (Bild: Kempner/Archiv)
Mitten im Clara-Park gibt es Stummfilme zu sehen. (Bild: Kempner/Archiv)
Unterm Sternenhimmel: Stummfilmtage auf der Warze
Sehr besondere Sommerkino-Abende gibt es im Juli im Clara-Zetkin-Park zu erleben. Bei den „Stummfilmtagen auf der Warze“ werden immer bei Einbruch der Dunkelheit Stummfilmklassiker gezeigt. Bereits seit 20 Jahren ziehen zwei Leipziger mir einem mobilen „Wanderkino“ in einem alten Feuerwehrauto durch die Republik und zeigen Stummfilme mit einem alten 16-Milimeter-Projektor. In Leipzig kann das nostalgische Kinoerlebnis vom 6. bis 10. Juli besucht werden. Ausgewählte Stummfilme werden jeweils ab 21.30 Uhr gezeigt und kosten 15 und ermäßigt 10 Euro.
Das ist in und um Leipzig los

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