Profil anzeigen

Eislaufen in Leipzig + 5 Tipps fürs Wochenende + Nachwuchs an der Mühle Hohenroda

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Ich mag den Winter. Eigentlich. Wenn’s dann aber tagelang derart trüb, nass und dunkel ist wie gerade - dann kann ich den Frühling kaum erwarten. Auch wenn man den Schnee (vor allem viel davon) in einer Großstadt jetzt nicht wirklich braucht - aber als vergangenes Jahr Anfang Februar die Region im Schneechaos versank, war mir das lieber als dieses ewige Grau da draußen…
Ein bisschen Winter in Leipzig geht trotzdem. In der Stadt gibt es einige Gelegenheiten zum Eislaufen. Meine Kollegin Kerstin Decker hat sich die Flächen angeschaut und aufgeschrieben, was zu beachten ist, wenn man in Leipzig die Schlittschuhe schnüren möchte. Unten lesen Sie die Tipps.
Wer den Winter gar nicht mag und für den auch Eisflächen nichts sind, kann sich Frühlingsgefühle an der Hohenrodaer Bockwindmühle abholen. Dort sind im Januar Vierlinge geboren worden. Lämmchen. Mehrlingsgeburten sind bei Schafen übrigens sehr selten - erst recht Vierlinge. Eddi, Mary, Elsa und Locke sind jetzt die großen Stars beim Kultur- und Heimatverein, der die Mühle betreibt. Meine Kollegen Wolfgang Sens und Heike Liesaus haben das Quartett besucht. Vielleicht bekommen Sie ja auch Lust auf einen Ausflug ins nordsächsische Schönwölkau.
Und schließlich haben wir noch Tipps für das bevorstehende Wochenende in Leipzig. Die kulturellen Angebote sind zwar immer noch spärlich, aber es gibt sie. Da ist bestimmt auch etwas für Sie dabei.
Genießen Sie Ihre (Frei-)Zeit!
Herzlichst wie immer, Ihr Thomas Lieb.

Eislaufen in Leipzig - hier geht's

Eislaufen im Kohlrabizirkus - am Wochenende möglich: Foto: Kempner
Eislaufen im Kohlrabizirkus - am Wochenende möglich: Foto: Kempner
Bisher brachte der Winter in Leipzig viel trübes Wetter und Regen mit sich. Schnee und Kälte lassen dagegen auf sich warten, die Rodelberge sind trostlos matschig, Seen und Teiche kaum zugefroren. Ein bisschen Wintersport-Vergnügen im Freien geht aber trotzdem – auf den Kunsteisbahnen. Die dürfen wieder öffnen, seit Sachsen Mitte Januar die Corona-Schutzmaßnahmen gelockert hat. Am Paunsdorf Center und im Kohlrabizirkus kommen Eislauffans auf ihre Kosten. Für den Leipziger Eistraum auf dem Augustusplatz kam das „Go“ zu spät, das Familienvergnügen ist zum zweiten Mal abgesagt worden. Auch bei Nova Eventis gibt’s dieses Jahr keine Eisbahn.
Täglich geöffnet: Kunsteisbahn am Paunsdorf Center
Die besten Bedingungen finden Kufenflitzer am Paunsdorf Center. Die Kunsteisbahn auf dem Parkplatz vorm Haupteingang sollte eigentlich schon Mitte November an den Start gehen. Doch erst war’s zu warm, um die Eisfläche herzustellen, dann kam der sächsische Corona-Wellenbrecher dazwischen.
Die Kunsteisbahn am Paunsdorf Center hat täglich geöffnet. Foto: Kempner
Die Kunsteisbahn am Paunsdorf Center hat täglich geöffnet. Foto: Kempner
Doch nun ist das Kufenvergnügen bis zum 20. Februar täglich möglich. Entsprechend groß ist der Andrang. Eiszeiten sind montags bis donnerstags von 10 bis 20 Uhr, freitags und sonnabends von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Preiswert ist das Ganze auch noch: Erwachsene zahlen für eine Tageskarte vier Euro, Kinder bis 16 Jahre drei Euro. Schlittschuhe können vor Ort ausgeliehen werden ( drei Euro). Für Kinder bis zum zwölften Geburtstag gilt Helmpflicht – auch Helme können vor Ort ausgeliehen werden (2,50 Euro). Auch Eisstockschießen ist möglich. Wer seine Runden auf dem Eis gedreht hat, oder wer als Begleitperson draußen im Eisgarten wartet, kann sich mit Heißgetränken, Kräppelchen, Bratwurst oder Bouletten stärken.
Ein paar Corona-Regeln gilt es aber auch zu beachten: Eislaufwillige müssen ihren 2G-Status nachweisen, das heißt sie müssen geimpft oder genesen sein. Personen unter 16 Jahre sowie Menschen, die nicht geimpft werden dürfen, können statt dessen einen aktuellen Test mitbringen. Schülerinnen und Schüler, die älter als sechs Jahre sind und in der Schule der Testpflicht unterliegen, brauchen diesen Nachweis nicht. Zur Kontaktnachverfolgung muss sich jeder über die Corona-WarnApp, die Luca-App oder mit einem Papierformular registrieren lassen.
Freitags bis sonntags öffnet Eisfläche im Kohlrabizirkus
Auch im Eiszirkus der Icefighters im Kohlrabizirkus ist öffentliches Eislaufen möglich. Allerdings nur freitags von 18 bis 23 Uhr, sonnabends von 13.30 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 16 Uhr. Für die Winterferien vom 12. bis 27. Februar werden die Öffnungszeiten noch bekannt gegeben. Das winterliche Vergnügen kostet für eine Doppelstunde fünf Euro (ermäßigt vier Euro), für jede Stunde Verlängerung fallen weitere zwei Euro an. Tageskarten gibt’s für zehn Euro, Familienkarten (zwei Erwachsene und zwei bis vier Kinder) für 15 Euro (Gültigkeit zwei Stunden) beziehungsweise 30 Euro (Tageskarte). Schlittschuhe und Gleitschuhe werden für drei Euro verliehen. Abendveranstaltungen wie Eisdisco sind aktuell nicht geplant.
Als Zugangsregel gilt im Eiszirkus An den Tierkliniken 42 die 2G-plus-Regel, das heißt neben dem Geimpften- oder Genesenennachweis ist extra noch ein aktueller Test vorzulegen. Geboosterte sowie Schülerinnen und Schüler, die an der Schule getestet werden, benötigen keinen Test. Neben der FFP2-Maskenpflicht werden auch im Kohlrabizirkus die Kontaktdaten per App oder Formular erfasst.
Vierlinge bei den Hohenrodaer Schafen

Gisela Bamberg hat es geschafft, eines der lebhaften Lämmchen auf den Arm zu nehmen. Foto: Wolfgang Sens
Gisela Bamberg hat es geschafft, eines der lebhaften Lämmchen auf den Arm zu nehmen. Foto: Wolfgang Sens
Im Schönwölkauer Ortsteil Hohenroda sind Vierlinge zur Welt gekommen: Vier Lämmer auf einmal. Das ist bei Schafen sehr, sehr selten. „Die Kollegen haben es nicht geglaubt. Ich musste ihnen erst Bilder schicken“, erzählt Andreas Bamberg. Der 68-Jährige betreut die kleine Herde an der Hohenrodaer Bockwindmühle ehrenamtlich. Bisher waren drei weibliche Schafe und ein Bock da. Nun hat sich die Zahl der Tiere gleich verdoppelt. Nolana-Schaf Elli ist zum fünften Mal Mutter. Sie hatte immer Mehrlinge, einmal schon Drillinge. Barbados-Schafbock Moritz ist mit seiner ersten Vaterschaft der große Wurf gelungen.
Wer glaubt, niedlich und plüschig heißt auch zutraulich und kamerafreundlich, wird in Hohenroda eines Besseren belehrt. Vier knapp drei Wochen alte Lämmer gemeinsam mit ihrer Mutter für ein Gruppenbild ohne viel Abstand vor die Kamera zu bekommen, erfordert Geduld und taktisches Geschick. Eddi, Mary, Elsa und Locke tummeln sich in Gatter und Stall. Stillhalten ohne Gründe wie müde oder hungrig? Niemals! Und Mutter Schaf ist wiederum bemüht, ihren Nachwuchs vor den merkwürdigen Gerätschaften abzuschirmen, mit denen da plötzlich hantiert wird. Sie findet es prinzipiell besser, wenn sie zwischen Kamera und Lämmern steht, bevorzugt mit dem Heck in Richtung Optik.
Gisela Bamberg, die auch Hohenrodaer Ortsvorsteherin ist, beobachtet das Getümmel immer wieder gern. Elli hat reichlich Milch. Aber bei vier Lämmern ist zu fürchten, dass am Ende doch eines zu kurz kommt. Wie für kleine Menschen gibt es auch Pulver-Milch für kleine Schafe. Bis jetzt füttert Andreas Bamberg jedes einzelne noch mit der Flasche zu. Ein Eimer mit vier Saugstellen ist vorsichtshalber angeschafft, wenn Nachwuchs und Hunger größer werden. Aber vielleicht ist der Eimer gar nicht nötig, vermutet Gisela Bamberg. Die Kleinen naschen schon eifrig am besonders zartem Heu, das Andreas Bamberg im Sommer aus Rasenschnitt getrocknet hatte.
Schafsmutter Elli mit ihren Vierlingen Eddi, Mary, Elsa und Locke. Andreas Bamberg betreut die kleine Herde ehrenamtlich. Foto: Wolfgang Sens
Schafsmutter Elli mit ihren Vierlingen Eddi, Mary, Elsa und Locke. Andreas Bamberg betreut die kleine Herde ehrenamtlich. Foto: Wolfgang Sens
Aufgabe der Schafe ist es, das Terrain zu beleben und zu helfen, die Wiese kurz zu halten. Die Mühle wird vom Kultur- und Heimatverein betrieben. Es gibt einen Erlebnisbereich mit historischem Backofen, eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und das kleine Schafsgehege.
Schon seit Weihnachten waren die Bambergs, die 800 Meter von der Mühle entfernt wohnen, in Bereitschaft. Schafsmutter Elli hatte längst beträchtlichen Umfang erreicht. Dann, am Morgen des 7. Januar, hatte Andreas seiner Gisela noch nach seinem morgendlichen Besuch gesagt: „Heute wird’s wohl soweit sein.“ Bald kam der Anruf von einem Gemeindearbeiter: „Drei Lämmer sind da.“ Als sie am Stall ankamen, war ein viertes dabei. Nun ist das Jungschafs-Quartett aus dem Gröbsten raus. Eddi, Mary, Elsa und Locke haben beste Chancen, groß zu werden. Im Sommer sind sie dann auf der Wiese zu sehen, sehr wahrscheinlich noch mit kleineren Spielkameraden: Die beiden anderen Mutterschafe sind ebenfalls trächtig.
Bockwindmühle Hohenroda
Anschrift: Krensitzer Str. 24a 04509 Schönwölkau OT Hohenroda
Betreiber: Kultur- und Heimatverein Hohenroda/Mocherwitz e.V.
Telefon: 034295/7920
Mail: kontakt@heimatverein-hohenroda-mocherwitz.de
Tipps zum Wochenende für Leipzig

Pianist Robert Herrmann improvisiert am Samstag im Horns Erben. Foto: Privat
Pianist Robert Herrmann improvisiert am Samstag im Horns Erben. Foto: Privat
Klavier-Impro im Horns Erben
Das Kulturlokal Horns Erben hat seit vergangener Woche wieder geöffnet – und lud schon am ersten Wochenende zur Jazz-Session im Obergeschoss ein. An diesem nun steht ganz das Klavier im Vordergrund: Pianist Robert Herrmann, ehemaliger HMT-Student und Mitbegründer des „Jazz-Clubs Horns Erben“, gibt dann Improvisationen auf den 88 Tasten zum Besten. Seine Musik spielt mal mit minimalistischen, mal mit klassischen oder aus dem Jazz kommenden Ideen. 
Beginn ist am Samstag um 20 Uhr im Horns Erben (Arndtstraße 33). Karten gibt es im Vorverkauf für 11 Euro, ermäßigt 8,80 Euro, unter tixforgigs.com. Preis an der Abendkasse: 12 Euro, ermäßigt 10.
Die Oper Leipzig zeigt am Samstag den Klassiker "La Bohème". Foto: Schulze
Die Oper Leipzig zeigt am Samstag den Klassiker "La Bohème". Foto: Schulze
Meisterliches in der Oper
Am 15. Dezember 1991 feierte Giacomo Puccinis „La Bohème“ unter der Regie von Peter Konwitschny seine Premiere an der Oper Leipzig – und wird auch heute noch, 30 Jahre später, gespielt. Das Stück um eine Gruppe Pariser Künstler im Jahre 1830 wurde von Konwitschny radikal reduziert, die Inszenierung verzichtet auf bunte Kostüme und Kitsch. Stattdessen der Fokus aufs Wesentliche und damit vor allem: die herrliche Musik, um die sich am Pult des Gewandhausorchesters Christoph Gedschold kümmert. LVZ-Kulturchef Peter Korfmacher garantiert, dass Tränen fließen werden.
Die Oper Leipzig zeigt „La Bohème“ am Samstag, Beginn ist um 19 Uhr. Karten gibt es zwischen 35 und 79 Euro vor Ort oder unter www.oper-leipzig.de. Es gilt 2G+.
Sängerin Ines Agnes Krautwurst tritt am Samstag in Gohlis auf. Foto: Kempner
Sängerin Ines Agnes Krautwurst tritt am Samstag in Gohlis auf. Foto: Kempner
Wundertüte bei Kulturverein Gohlis
Der Kulturverein ProGohlis freut sich, seine Spielstätte endlich wieder eröffnen zu dürfen. Am bevorstehenden Samstag wird das Programm unter dem Titel „K&K Wundertüte“ engleitet, dann steht das inzwischen siebte Überraschungskonzert des Vereins an. Verraten wird vorab immerhin, wer spielt: Sängerin Ines Agnes Krautwurst sowie Sänger und Pianist Jens Pflug geben Stücke aus dem Programm „Let’s Duett“ besten. „Auch haben wir – einer Wundertüte angemessen – Überraschungen mit im Programm“, wird weiter versprochen.
Die Kartenbestellung ist vorab telefonisch unter (0341) 58614714 oder per Mail unter pro-gohlis@leipzig-gohlis.de möglich. Es gilt 2G+.
Neues aus Stadt und Region

LVZ-Talk: Was bringt ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig?
Bad Düben: Wird die Heidebahn dieses Jahr wieder fahren?
Der Spatz fliegt in Sachsen auf den ersten Platz, gefolgt von der Kohlmeise
Leipziger Auwald: Bäume bitten bei Schädlingsbefall Vögel um Hilfe
Jetzt geht es los auf dem Otto-Runki-Platz: Baustart für neue Schwimmhalle im Leipziger Osten
Statt Rössler werden Fabeltiere in Grimma gezeigt
„Absolutely super“: Britischer Zoopapst kürt Leipzig zum zweitbesten Zoo in Europa
Zwei Jahre nach dem Beschluss: Leipzigs Förderprogramm für Gründächer nimmt Fahrt auf
Nächster Versuch der Bad Dübener Turn-Show: 
"Weitere Absage wäre fatal"
Migrationsarbeit vor dem Aus: Wie weiter für Integratives Zentrum des Futura Vereins Altenburg?
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.