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Eine neue Bären-Saison, Zeit für Kaffee und Kletterlaune

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Frage nach einem perfekten Samstag ist nicht nur beliebt bei Singlebörsen und in Dating-Apps - zuweilen können wir sie uns auch mal selber stellen. Voraussetzung dafür ist für mich erst einmal, dass keine Arbeit ansteht. Kommt dann die Sonne raus und es gibt noch keine festen Pläne, geht das Wünschen los.
Klar, ein entspanntes Frühstück, Blättern in der Zeitung, am liebsten auf dem Balkon - das ist ein guter Einstand. Dann zieht es mich nach draußen, es ist Zeit zum Flanieren und die Suche nach einer guten Tasse Kaffee beginnt. Leipzig hat da eine große Auswahl zu bieten, Röstereien, Cafés und Manufakturen sind über alle Himmelsrichtungen verteilt. Und oft gibt es auch etwas ohne Koffein, gutes Gebäck (Franzbrötchen! Zimtschnecken!) zum Beispiel. Lassen Sie sich doch einfach mal treiben, sobald der Himmel aufklart (es soll gar nicht mehr so lange dauern). Bestimmt entdecken Sie noch ein neues Etablissement - vielleicht ist Ihnen unser Überblick schon eine Inspiration.
Auch darüber hinaus ist diese Ausgabe vollgepackt mit Tipps für kleinere und größere Ausflüge, Kulturangebote aus der Region und sowieso - jede Menge frischer Luft.
Viel Freude beim Lesen und beim Draußen-sein!
Ihre Josephine Heinze

Besonderer Kaffeegenuss in Leipzig

Kaffee-Genuss funktioniert unabhängig von der Jahreszeit. Zum Übergang in den Frühling schmeckt er aber noch einen Tick besser. Aus Leipzigs reichhaltiger Gastroszene stellen wir einige Locations vor, die für ihren besonders guten Kaffee geschätzt werden. Nicht mit Anspruch auf Vollständigkeit übrigens, aber auf Qualität.
Im Gebäude der Dankbar war früher mal eine Fleischerei. (Bild: André Kempner)
Im Gebäude der Dankbar war früher mal eine Fleischerei. (Bild: André Kempner)
Dankbar Kaffee
Schon das Flair der Dankbar ist außergewöhnlich. Wände und Fußboden der ehemaligen Fleischerei sind in kunstvolle Fliesen gefasst, und auch die mit Ornamenten verzierte Decke ist ein Augenschmaus. Der Kaffee schmeckt ausgezeichnet, außerdem gibt es Kuchen, Frühstück, Mittagstisch, Wein und ein monatliches 4-Gänge-Menü. Für Veganerinnen und Veganer ist immer etwas dabei. Eine kleiner Freisitzzeile liegt links und rechts vom Eingang, allerdings ist die laute Jahnallee der Gegenentwurf zu einem Luftkurort.
Acht Kaffeesorten bietet das Café Soley an. (Bild: André Kempner)
Acht Kaffeesorten bietet das Café Soley an. (Bild: André Kempner)
Café Sòley
Das Café Sòley ist ein gemütliches Bistro und Café an der Leipziger Südmeile. Die Kaffeespezialitäten kommen aus der Siebträgermaschine – acht Sorten von Espresso bis Kaffee Bonbon in Top-Qualität. Besonders ist auch das orientalische Frühstücksangebot mit täglich wechselnden Gerichten. Für die Mittagszeit stehen Salate, Tagesgerichte und Snacks auf dem Plan.
Im Espresso Zack Zack können Gäste auch Zubehör kaufen. (Bild: André Kempner)
Im Espresso Zack Zack können Gäste auch Zubehör kaufen. (Bild: André Kempner)
Espresso Zack Zack
Die Kaffeebar liegt direkt am Lene-Voigt-Park in Reudnitz. Geboten werden neben Kaffeespezialitäten (leckerer Röstkaffee!) kleine Snacks und süße Leckereien. Die Hausmischung kommt vom Röstpartner Schreyoegg aus Tirol. Außerdem verkauft das Personal Espressomaschinen und Zubehör zur Kaffeeherstellung, beispielsweise Mühlen, Tamper und Milchschäumkännchen.
  • Albert-Schweitzer-Straße 2, 04317 Leipzig, geöffnet Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa & So 9-18 Uhr, Infos auf www.espressozackzack.de
Mitten in der Innenstadt wird im Café Bigoti das Kaffeetrinken zelebriert. (Bild: André Kempner)
Mitten in der Innenstadt wird im Café Bigoti das Kaffeetrinken zelebriert. (Bild: André Kempner)
Café Bigoti
„Kaffee ist für mich Leidenschaft und gehört zum Lebensgefühl dazu“, betont Inhaber Nikolaos Kostakopoulos. „In unserem Laden wird Kaffeetrinken regelrecht zelebriert.“ Das gemütliche Café Bigoti, in dem bis 2019 jahrzehntelang die Buchhandlung am Thomaskirchhof residierte, bietet Top-Espresso, handgebrühten Filterkaffee und kalte Variationen wie Freddo Espresso oder Freddo Cappuccino. Geröstet werden sämtliche Sorten in der Plagwitzer Brühbar. Auch Frühstück, Salate und Kuchen gibt’s, abends Wein.
  • Burgstraße 1-5, 04109 Leipzig, geöffnet Mo bis So 10-22 Uhr; mehr Infos auf www.cafe-bigoti.de.
Das Obenauf im Leipziger Westen - Café und Manufaktur. (Bild: André Kempner)
Das Obenauf im Leipziger Westen - Café und Manufaktur. (Bild: André Kempner)
Café Obenauf
Jens Rettig, Betreiber von Manufaktur und Café, sprüht nur so vor Begeisterung, wenn er von den Geheimnissen des Kaffees erzählt. Die Sorten für sein „Obenauf“ bezieht er direkt von den Farmern aus ökologisch-nachhaltigem Anbau – aus Mexiko, Brasilien, El Salvador und Indien. Sie gehören zu den seltensten und hochwertigsten Produkten weltweit. Das Obenauf ist gemütlich, der Freisitz liegt direkt an der Lebendigkeit der Karl-Heine-Straße. Regelmäßig werden Barista-Schulungen angeboten.
  • Karl-Heine-Straße 57, 04229 Leipzig, geöffnet Mo bis Fr 11-18 Uhr, Sa & So 10-18 Uhr; mehr auf obenauf-kaffee.de.
Torgauer Bärensaison ist eröffnet

In Torgau im Landkreis Nordsachsen ist ab sofort wieder Bärensaison. Im Beisein von zwei Kita-Gruppen wurden die drei Bären Jette, Bea und Benno am Mittwoch aus ihrer Winterruhe geholt, wie das Landratsamt mitteilte. “Sie sind absolut entspannt und fühlen sich wohl”, sagte Bärenpflegerin Heide Grieser.
Während der Wintermonate hätten sich die drei nur selten aus ihrem Quartier nach draußen gewagt. Mittlerweile seien sie wieder häufig im Bärengraben am Schloss Hartenfels unterwegs und würden wieder in gewohnten Größenordnungen fressen.
Bärin Bea liegt nach ihrem Winterschlaf im Gehege auf Schloss Hartenfels. (Bild: dpa)
Bärin Bea liegt nach ihrem Winterschlaf im Gehege auf Schloss Hartenfels. (Bild: dpa)
Die Haltung von Bären hat in Torgau eine lange Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Die Tiere gehören dem Landkreis Nordsachsen. Die Bärenpflegerinnen sind beim Landratsamt angestellt. Der Bärengraben am Schloss Hartenfels wurde zuletzt während der Winterruhe 2020/21 für rund 70.000 Euro neu gestaltet.
Neue Regeln fürs Boofen in der Sächsischen Schweiz

Das Boofen, also das Übernachten unter Felsvorsprüngen in der Sächsischen Schweiz, wird für den Nationalpark zum Problem. Denn während ursprünglich vor allem Kletterer nach ihren Touren im Freien übernachteten, tun es seit Pandemiebeginn immer mehr Menschen unabhängig vom Klettersport – auch illegal außerhalb der 58 offiziellen Boofen. Die Tiere und Pflanzen des vielfrequentierten Nationalparks leiden. Die Arbeitsgruppe Boofen, gegründet aus Nationalparkverwaltung (NPV), Sächsischem Bergsteigerbund (SBB) und dem Umweltministerium des Freistaats, diskutiert bereits länger über mögliche Maßnahmen – nun hat sie sich festgelegt.
Die Sächsische Schweiz ist ein begehrtes Ausflugsziel. (Bild: dpa)
Die Sächsische Schweiz ist ein begehrtes Ausflugsziel. (Bild: dpa)
Dass sich etwas tun muss im Nationalpark, ist den Verantwortlichen schon länger bewusst. Lärmbelästigung durch Stimmen und Musikboxen stören die Tiere, Müll und Fäkalien verschmutzen den geschützten Lebensraum, die Schritte der Menschen sorgen für Erosionsschäden. Die Waldbrandgefahr steigt – mehr als 20 Waldbrände seien seit 2018 von illegalen Feuerstellen ausgegangen, heißt es in einer Meldung der Verantwortlichen. Das Übernachten in nicht offiziell dafür vorgesehenen Zonen des Nationalparks sorge für eine „Beunruhigung insbesondere auch sensibler Bereiche“. All das führt zu einem deutlichen Rückgang geschützter Arten. Betroffen sind unter anderem Wanderfalke und Schwarzstorch.
Bereits im November vergangenen Jahres hatte die AG Boofen daher ein vorläufiges Maßnahmenpaket vorgeschlagen (DNN berichteten). Die größte nun beschlossene Einschränkung zum Schutz der Tiere dürfte Einige überraschen, war sie doch damals gar kein Thema gewesen: Eine „jährliche zeitweilige Sperrung aller Boofen im Nationalpark während der Brut- und Setzzeit“ habe sich als am erfolgversprechendsten herauskristallisiert. Von Anfang Februar bis Mitte Juni sollen demnach alle Übernachtungsplätze gesperrt sein, damit geschützte Tierarten die Wald- und Felsgebiete zur Aufzucht ihrer Jungtiere nutzen können. Einzelne Boofen können auch über das Ende der Frist hinaus gesperrt bleiben, wenn zum Beispiel eine Vogelbrut vor Ort gestört werden könnte.
Klettern in der Sächsischen Schweiz ist beliebt. (Bild: dpa)
Klettern in der Sächsischen Schweiz ist beliebt. (Bild: dpa)
Das im November vorgeschlagene sogenannte Boofen-Ticket, das der SBB kritisierte, hat es also nicht ins finale Maßnahmenpaket geschafft. Danach sollten Boofer online personen-, zeit- und ortsgebundene Tickets buchen – die AG verwarf das System nun als „weniger praktikabel“. Ebenfalls nicht umgesetzt wird die vollständige Sperrung einiger bereits existierender Boofen oder die Errichtung alternativer Übernachtungsplätze außerhalb des Nationalparks.
Unumstritten dagegen bleibt eine personelle Aufstockung der Nationalparkwacht – Schätzungen zufolge sind die Hälfte der rund 30.000 Übernachtungen im Jahr illegal. Mit mehr Kontrollen lassen sich daher die Zahlen drastisch reduzieren, so der SBB. Ob die beschlossenen Lösungen erfolgreich sind, soll nach drei Jahren gemeinsam evaluiert werden, teilten NPV, SBB und Umweltministerium mit.
Für Wanderausflüge bietet sich die besonders Gegend an. (Bild: dpa)
Für Wanderausflüge bietet sich die besonders Gegend an. (Bild: dpa)
Zur Einführung der neuen Regelung wird die NPV den Pflege- und Entwicklungsplan für den Nationalpark ändern. Ein Beteiligungsverfahren zur Anhörung der betroffenen Verbände, Kommunen und weiterer Akteure läuft bereits. Mitglieder der beteiligten Verbände können noch bis zum 28. April Hinweise einbringen. Danach beurteilt das Umweltministerium diese und entscheidet über die Regelung, die dann im Amtsblatt veröffentlicht wird.
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