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Die besten Pilzstellen in der Region + Spielesammlung in Altenburg + Ahnenforschung für zuhause

Guten Morgen, liebe Frische-Luft-Leser! Übergangsjacke. Eins meiner Lieblingswörter. Es gibt kein bes
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Guten Morgen, liebe Frische-Luft-Leser!
Übergangsjacke. Eins meiner Lieblingswörter. Es gibt kein besseres Wort, das so herrlich synonym für den Wechsel der Jahreszeiten steht. Genauer genommen für den Übergang vom Sommer zum Herbst. Da braucht jeder eine Übergangsjacke. Mindestens eine. Der Sommer ist mir persönlich lieber, aber Übergangsjacken mag ich auch. Den Ausflug in meinen Kleiderschrank unternehme ich deswegen immer so pünktlich, wie sich der Autofahrer verlässlich an die Reifen-Regel “von O bis O” hält (machen Sie sich lieber schnell einen Termin im Autohaus - ab Oktober stehen die Sommerreifenfahrer wieder Schlange).
Übergangsjacken sind im Herbst so lebensnotwendig (insbesondere bei der Wettervorhersage für die kommenden Tage), wie ein Taschenmesser. Auf Pilzsuche zum Beispiel. Möglichkeiten dafür bietet die Region Leipzig jede Menge. Unsere Reporter haben sich auch dieses Jahr wieder in die Wälder begeben, nach den schönsten Plätzen gesucht und mit Pilzberatern über die schon begonnene Saison gesprochen (so viel sei schon verraten: es sieht besser aus, als die Trockenheit des Sommers es vermuten lässt). Heute liefert Ihnen “Frische Luft” eine Übersicht über ausgewählte Pilzstellen in der Region Leipzig. Dort finden Sie auch Tipps, in welchen Waldrestaurants Sie einkehren können, wenn der Ertrag im eigenen Korb nicht für ein ganzes Abendessen reichen sollte. Ein Hinweis noch: Wegen aufgetretener Fälle der (für Menschen ungefährlichen) Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bitten die Behörden um besondere Aufmerksamkeit auch in den Wäldern.
Ganz ohne Übergangsjacke kommen Sie bei einem Besuch des Altenburger Residenzschlosses aus, wo gerade die größte internationale Brett- und Kartenspielsammlung entsteht. Und falls es (das soll im Herbst ja vorkommen) doch mal Regen geben, hat meine Kollegin Constanze Dietsch aufgeschrieben, wie Sie sich zuhause mit der Ahnenforschung beschäftigen können. Und in der Leipziger City gibt es auch wieder viel zu erleben, zu sehen und… zu Essen! Wir zeigen Ihnen heute eines der besten Pizza-Lokale der Stadt.
Lassen Sie es sich gut gehen! Ob nun mit oder ohne Übergangsjacke.
Ihr Thomas Lieb

Der Spätsommer-Ausflug: Hinein in die Pilzsaison

Es geht wieder los: Zeit für Steinpilze & Co. Foto: dpa
Es geht wieder los: Zeit für Steinpilze & Co. Foto: dpa
Lange war es zu trocken - aber mittlerweile stehen die Chancen bestens, dass man in der Wäldern rund um Leipzig Pilze finden kann. Wo es die besten Pilzstellen in Dahlener oder Dübener Heide, im Colditzer Forst, Leinawald oder den Wäldern im Muldental gibt, haben unsere LVZ-Autoren herausgefunden, die auch den ein oder anderen Geheimtipp - inklusive Restauranttipp - verraten. Zum Beispiel:
Dübener Heide
Herbst in der Dübener Heide. Foto: Wiethold Stölzner
Herbst in der Dübener Heide. Foto: Wiethold Stölzner
Anfahrt: Auf der B2 16 km hinter Bad Düben links abbiegen. Von dort auf der Landstraße über Schleesen nach Radis und eine kleine Straße zum Ochsenkopf.
Parken: Gegenüber der Waldschänke „Am Ochsenkopf“ im Naturpark Dübener Heide befindet sich ein kostenlos nutzbarer Parkplatz.
Pilze: „Im Prinzip kann man alles finden. Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze, viele Täublinge und auch Edelreizger, die gibt’s bei uns eigentlich auch jedes Jahr. Und natürlich Schirmpilze, ganz ganz viele Schirmpilze, eigentlich der Parasolpilz.“, so Pilzberater Gerd Scholz aus der Dübener Heide.
Einkehrmöglichkeiten: Die Waldschänke bietet jeden Tag von 11:00 bis 21:00 warme Küche. Zur Auswahl stehen neben Mahlzeiten der sächsischen und anhaltinischen Küche auch saisonale Gerichte wie Spargel und frische Pilze.
Colditzer Forst
Ein Fund aus dem Colditzer Forst - ein 640 Gramm schwerer Steinpilz. Foto: Elisabeth Schumann
Ein Fund aus dem Colditzer Forst - ein 640 Gramm schwerer Steinpilz. Foto: Elisabeth Schumann
Anfahrt: Von Bad Lausick auf die B176 in Richtung Colditz fahrend, dauert es ungefähr eine viertel Stunde bis zum Colditzer Forst.
Parken: Wenn man auf der B176 in Richtung Schönbach fährt, gibt es auf dieser Strecke einen Parkplatz.
Pilze: Obwohl es trocken war, können Pilzsammler alle möglichen Sorten im Colditzer Forst finden. Von Steinpilzen über Maronen, sollten Suchende vor allem entlang der Bäche nachsehen. Da Pilze die Feuchtigkeit mögen, wachsen sie an solchen Stellen sehr häufig.
Einkehrmöglichkeit: Nach einem langen Spaziergang durch den Wald, bietet sich der Jägerstein im Herzen des Colditzer Forstes an, um sich auszuruhen. Gaststätten und Imbisse finden sich in den kleinen Städten und Dörfern um den Forst herum. Etwa der Heimatturm in Thumirnicht bei Colditz.
Lindhardter Forst
Foto: Mario Jahn
Foto: Mario Jahn
Anfahrt: Von Naunhof aus führt die Schlossstraße nach Lindhardt, von der Staatsstraße 38 in Köhra aus nehmen Autofahrer die Köhraer Straße. Der Bus der Linie 641 zwischen Grimma und Kitzscher hält in Lindhardt.
Parken: Aus Richtung Naunhof rechterhand beim Spielplatz am Ortseingang, von Köhra her kann linkerhand vor der Parthebrücke eine freie Fläche genutzt werden.
Pilze: Zurzeit gibt es Maronen, Schirmpilze und den einen oder anderen Hexenröhrling. An den vereinzelt vorkommenden Kiefern im Laubmischwald stößt der Sammler auf Goldröhrlinge. Handelt es sich um Altstämme, kommt auch die Krause Glucke vor, und zwar meist an den Ostseiten. Rund um Birken lohnt es sich, nach Rotkappen Ausschau zu halten. In ihrer Nähe wachsen im Herbst auch der Hallimasch und Stockschwämmchen, bei Letzteren ist allerdings wegen der Verwechslungsgefahr Vorsicht geboten.
Einkehrmöglichkeit: Die Lindenklause, Wasserweg 1, bietet ein Restaurant mit idyllisch gelegenem Biergarten. Geöffnet hat sie dienstags bis sonntags, montags bleibt das Lokal geschlossen.
Zellwald (Mittelsachsen)
Im Zellwald sind vor allem Steinpilze und Maronen zu finden. Foto: Dieter Grieger
Im Zellwald sind vor allem Steinpilze und Maronen zu finden. Foto: Dieter Grieger
Anfahrt: Der Zellwald (früher Zellaer Wald genannt) erstreckt sich im Landkreis Mittelsachsen und im Landkreis Meißen auf einer Fläche von rund 2 300 Hektar. Er befindet sich bei Nossen, ist also sowohl über die A4, die mitten hindurch führt (Anschlussstellen Berbersdorf oder Siebenlehn) als auch über die A 14 (Abfahrt Nossen-Nord) gut zu erreichen.
Parken: Feld-, Wiesen oder Waldwege führen zum Beispiel von Marbach oder von Altzella aus in den Pilzwald. In den Ortschaften gibt es vereinzelt Parkplätze.
Pilze: alle gängigen Sorten.
Einkehrmöglichkeiten: In Altzella kann man die Tour noch bis Ende Oktober mit einem Besuch des romantischen Klosterparks verbinden. In Nossen lädt das Schloss zu einem Abstecher ein.
Aber Achtung! Wer sich nicht auskennt mit Pilzen kann schnell auch gesundheitliche Probleme bekommen, wenn ungenießbare Pilze in der Pfanne gelandet sind. Die kostenfreien Beratungen in der Pilzberatungsstelle des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes der Stadt Leipzig mussten in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus ausgesetzt werden. Ab Oktober bietet jedoch das Umweltinformationszentrum kostenfreie Pilzberatungen an. An den Montagen, 12., 19. und 26. Oktober, stehen von 15 bis 17 Uhr Experten zur Verfügung. Eine telefonische Anmeldung unter 0341 123-6711 wird dringend empfohlen. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite www.leipzig.de/uiz.
Experten raten: Die drei wichtigsten Pilzsorten in der Region auswendig lernen, alle anderen stehen lassen, so sammelt man sicher – und dann einen Pilzberater fragen. Wer erfahren genug ist, Pilze selbst zu bestimmen, kann Spezial-Portale nutzen oder eine App fürs Smartphone. Die deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGFM) hat diese Apps getestet, der Report lässt sich hier herunterladen.
Die komplette Auswahl der besten Pilzstellen in der Region Leipzig lesen LVZ+Abonnenten hier.
Pilze sammeln in der Region Leipzig: Das sind die besten Stellen
In der Region: Altenburg hat die größte Spielesammlung

Jens Junge nimmt eine riesige Lieferung für die Spielesammlung im Altenburger Residenzschloss an. Foto: Mario Jahn
Jens Junge nimmt eine riesige Lieferung für die Spielesammlung im Altenburger Residenzschloss an. Foto: Mario Jahn
Altenburg besitzt nun die größte internationale Brett- und Kartenspielsammlung. Eine riesige Lieferung ist gerade am Altenburger Schloss eingetroffen. 11 Tonnen, 192 Kartons, 18 000 Spiele: Was sich diese Woche im Hof des Residenzschlosses stapelte, war tatsächlich nur die erste Lieferung einer der größten privaten Brettspielsammlungen der Welt. Zahlreiche Kartons wurden mit einem großen Laster von Österreich bis vor das Torhaus gefahren, mit einem Gabelstapler in den Innenhof transportiert und von fleißigen Helfern über eine improvisierte Seilrutsche zu ihrem Lagerplatz auf Zeit im Schlosskeller befördert.
Die Sammlung, bestehend aus insgesamt mehr als 30 000 Brettspiel-Unikaten, wurde über mehrere Jahrzehnte von den österreichischen Spielepionieren Dagmar und Ferdinand de Cassan in Leopoldsdorf bei Wien aufgebaut und dort im eigens betriebenen Österreichischen Spielemuseum ausgestellt. Nach dem Tod ihres Ehemanns 2017 hatte Museumsbetreiberin Dagmar de Cassan eine neue Heimat für ihre Sammlung gesucht und diese im Berliner Institut für Ludologie gefunden. Jens Junge, Professor am Institut für Ludologie an der Design-Akademie Berlin ist der neue Verantwortlicher für die Sammlung. „Die meisten Spiele befinden sich in Pappkartons und müssen – wie etwa Bücher – trocken und lichtgeschützt gelagert werden.“ Wo vorher „altes Schlossgerümpel“ stand, wurden die Lagerräume im Keller nun umgebaut.
Institutsleiter Jens Junge stellt die Sammlung nun wiederum dem Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg zur Verfügung. „Zusammen mit den über 15 000 Kartenspielen im Besitz des Schloss- und Spielkartenmuseums hat Altenburg nun die größte internationale Brett- und Kartenspielsammlung“, erklärt Junge. Die soll auf Anmeldung auch Museumsbesuchern zugänglich machen. Vor allem soll die Kollektion laut Junge jedoch als „Lehr- und Forschungssammlung“ und Fundus für zukünftige Ausstellungen, wie die mittelfristig entstehende Altenburger Spielewelt, dienen.
Aktuell ist im Schloss übrigens die Sonderausstellung “Gerhard Vontra. Bin ich” anlässlich des 100. Geburtstages des Malers und Zeichners zu sehen. Bei der Ausstellung kann man sogar selbst kreativ werden. Alle kreativen Köpfe und Technikaffine sind eingeladen, selbst Klangcollagen aus Alltagsgeräuschen zu ausgewählten Kunstwerken von Gerhard Vontra zu gestalten.
Altenburger Residenzschloss
Blick aufs Altenburger Residenzschloss. Foto: Ronny Seifarth
Blick aufs Altenburger Residenzschloss. Foto: Ronny Seifarth
Anfahrt und Infos: Sie erreichen den Bahnhof Altenburg mit den S-Bahn-Linien S5 und S5X sowie mit der RE-Linie 3Vom Bahnhof gelangen Sie über den Schlosspark in 20 Gehminuten zum Residenzschloss. Vom Bahnhof Altenburg fahren in regelmäßigen Abständen die Buslinien I, L, S, W in Richtung Innenstadt zur Haltestelle Theater. Von hier gelangen Sie in 4 Gehminuten auf den Schlosshof.
Per Auto erreichen Sie das Schloss über die Autobahnen A4, A9 und A72 sowie über die Bundesstraßen B7, B93 und B180 sehr gut aus allen Richtungen. Die Zufahrt erfolgt über den Heinrich-Gottfried-Trost-Weg.
Öffnungszeiten:
Residenzschloss Altenburg mit allen Ausstellungsbereichen: Di – So / Feiertag 10:00 – 17:00 Uhr. Kartenmacherwerkstatt: Drucktage immer Fr. und Sa., jeweils 14.00 / 15.00 / 16.00 Uhr
Rote Spitzen, ehem. Augustiner-Chorherrenstift: Fr – So / Feiertag 12:00 – 16:30 Uhr (bis 1.11.2020)
Tel.: 03447/512712
Für zuhause: Ahnenforschung

Foto: Christiane Kunze
Foto: Christiane Kunze
Bei miesem Wetter braucht man Ideen für eine Freizeitgestaltung zuhause. Beschäftigung mit Ahnenforschung zum Beispiel. Ist spannend und einfacher als gedacht. Fängt man im engsten Familienkreis an, haben auch schon die Jüngsten Spaß daran und beginnen, die verschiedenen Verwandtschaftsverhältnisse zu verstehen. Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Onkel, Tanten… Bis zu den Urgroßeltern kommt man meist noch problemlos. Will man noch weiter in der Familiengeschichte zurückgehen, wird es jedoch schnell schwierig. Ganz zu schweigen von den „Verästelungen“ mit Großonkel und -tanten, Cousinen, Neffen und der Auflistung wer wie zu wem gehört (hat). Den Stammbaum ausfüllen und gestalten ist insbesondere an regnerischen Herbsttagen eine schöne Beschäftigung.
Wer Lust hat auf Zeitreise zu gehen, kann sich an folgende Anlaufstationen wenden – einen Teil der Zeitreise können Kinder sogar alleine machen.
1. Anlaufstelle: Standesamt
Der erste Weg zur Familiengeschichte führt in der Regel über die Großeltern. Erstmal werden Oma und Opa nach ihren Eltern gefragt. So findet man schnell heraus, wie die Urgroßeltern hießen und wo sie geboren worden sind. Mit diesen beiden Anhaltspunkten kann man im Standesamt des Geburtsortes eine Auskunft bekommen. Findet man dort einen Eintrag zu Urgroßvater oder Urgroßmutter, ergeben sich daraus wiederum weitere Hinweise auf deren Eltern, also die Ururgroßeltern. Wie beim Schneeballprinzip lässt sich so die Linie der Vorfahren zurückverfolgen. Der Stammbaum wird immer verzweigter.
2. Anlaufstelle: Kirchengemeinde
Weil die Menschen vor 150 Jahren weniger oft umgezogen sind, kommt man mit dem Namen und Wohnort des Familienmitgliedes schon recht weit. Vor Einführung der Standesämter 1875 wurden Geburten, Todesfälle und Eheschließungen in Deutschland allerdings nur in den Kirchenbüchern der Kirchgemeinde verzeichnet. In solchen Fällen muss man sich an die jeweils zuständige Kirchengemeinde wenden – dafür muss man folglich den Geburtsort wissen, sonst wird es schwierig. Für die Recherche und das Kopieren werden je nach Zeitaufwand Gebühren fällig.
3. Anlaufstelle: Online-Datenbank und Sächsisches Staatsarchiv
Wenn eine Familie über Generationen hinweg in Leipzig beheimatet war, lohnt ein Klick auf das Online-Portal altesleipzig.de. Die Datenbank umfasst Personen, die in Leipzig im Zeitraum von 1750 bis 1950 gelebt haben. Der Service ist kostenlos und dient als Einstieg. Darüber hinaus kann man sich in Leipzig an die Deutsche Zentralstelle für Genealogie wenden. Diese Einrichtung des Sächsischen Staatsarchivs ist ein Spezialarchiv für Personen¬ und Familiengeschichte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Für die Benutzung muss man sich allerdings schon sehr gut mit dem Thema Ahnenforschung auskennen, für Neulinge ist das eher nichts.
Essen in Leipzig: Die beste Pizza

Leipzig hat gastronomisch einiges zu bieten, wie wir Ihnen in den vergangenen “Frische Luft”-Ausgaben gezeigt haben. Eine steht auf der Liste der Lieblingsessen ganz weit oben - die Pizza. Mein Kollege Bastian Schröder hat sich den Bauch vollgeschlagen und in fünf Leipziger Restaurants die Pizza Margherita getestet. Eine Pizzeria stellen wir Ihnen hier vor. Den gesamten Test mit Ergebnis finden LVZ+ Abonnenten hier.
60 seconds to Napoli in der Gottschedstraße
Kellnerin Belli von der Pizzeria "60 seconds to napoli" in der Gottschedstraße in Leipzig. Foto: Andre Kempner
Kellnerin Belli von der Pizzeria "60 seconds to napoli" in der Gottschedstraße in Leipzig. Foto: Andre Kempner
Was gibt’s hier? Hier dreht sich alles um die Pizza. Neben der klassischen Margherita gibt es hier Kreationen mit den Namen Hulk (mit Zucchini und Brokkoli), Schwarzenegger (mit Bergkäse und Spinat) oder Miss Piggie (mit Provolone, Südtiroler Speck, Champignons und roten Zwiebeln) auf der Speisekarte. Insgesamt stehen 16 Pizzen zur Auswahl. Hinzu kommen monatliche Specials sowie eine kleine, aber feine Auswahl an Vorspeisen, Desserts und Weinen.
Wie fühlt es sich hier an? Das noch relativ neue Ristorante ist ein Hotspot für die Cool-Kid- Town Leipzig. Das spiegelt sich nicht nur in der Speisekarte, sondern auch in der Inneneinrichtung wider. Die ist modern und freundlich. Draußen gibt es rustikale Holzmöbel in Do-it-yourself-Optik.
Das Besondere: Das Lokal wirbt mit 72 Stunden Teigruhe und einem original neapolitanischen Pizzaofen. Der sorgt dafür, dass die Pizza bei 485 Grad für nur 60 Sekunden gebacken wird und so „heiß wie der Vesuv“ aus dem Ofen auf den Teller kommt.
Traditionelle neapolitanische Pizza gibt es im 60 seconds to Napoli. Foto: Bastian Schröder
Traditionelle neapolitanische Pizza gibt es im 60 seconds to Napoli. Foto: Bastian Schröder
Wie schmeckt’s? Echt neapolitanisch! Hier sollten auch Skeptiker des Pizzarands über ihren Schatten springen. Die Teigruhe und der Backprozess im italienischen Pizzaofen sorgen für einen besonders luftigen und geschmackvollen Rand mit der charakteristisch schwarzen Musterung. Belegt ist Margherita mit einer einfachen Sauce aus reifen italienischen Dosentomaten ohne weiteren Schnickschnack und Fior di Latte, einem besonders zarten Mozzarella. Garniert wird die Pizza mit Basilikumblättern und einem Schuss Olivenöl. Kurzum: eine besonders aromatische Pizza mit hohem Genusspotenzial und der Aussicht, zur Lieblingspizza zu werden.
Wer wird hier fündig? Sowohl Puristen der klassischen Margherita als auch experimentierfreudige Genießer, die Freude an ausgefallenen Pizzakreationen haben, kommen auf ihre Kosten. Für Veganer stehen Variationen ohne Käse oder mit veganem Bio-Mozzarella zur Auswahl. Wer sicher gehen will, einen Platz zu bekommen, sollte vorher einen Tisch reservieren.
Sternchen: 4,5/5.
Adresse: Gottschedstraße 1, 0341 3045218.
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 12 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag 12 bis 0 Uhr.
Das Wochenende in Leipzig

Jazzige Chansons bei Kallenbach
Der Verein Pro Gohlis beendet die Corona- und Sommerpause seiner Reihe „Zu Gast bei Kallenbach“. Am Samstag treten in der Gohliser Straße 20 Sängerin Susanne Grütz und Pianist Stephan Fuchs mit dem Programm „Frauen im Herzen & Männer am Haken“ auf – jazzige Stücke und Chansons gibt’s ab 19 Uhr.
Das Team um den Vorstandsvorsitzenden Dirk Kallenbach und die künstlerische Leiterin Ines Agnes Krautwurst hat die Bühne komplett umgebaut. Die nun luftigeren Bedingungen sind laut Krautwurst „günstig in Coronazeiten für unser Publikum und uns“.
Im Spielplan stehen weitere hochkarätige Gastspiele: Am
10. Oktober bieten Anna-Katharina Muck und Thomas Stecher die musikalische Lesung „Franz Liszt auf der Weimarer Altenburg“, mit Ryoko Taguchi am Piano, am 14. November erinnern Friedhelm Eberle, Barbara Trommer und Roman Raschke an den vor einem Jahr gestorbenen Schriftsteller Helmut Richter.
Kartenbestellungen unter
Tel.: 0341 58614714 oder per Mail an pro-gohlis@leipzig-gohlis.de
Geballtes Tanztheater im Westen
Im Leipziger Tanztheater beginnen die 8. Tanztheaterwochen. Foto: Jens Straube
Im Leipziger Tanztheater beginnen die 8. Tanztheaterwochen. Foto: Jens Straube
Im Leipziger Westen wird die Rückkehr der Tanzkultur gefeiert: Am Freitag beginnen die 8. Leipziger Tanztheaterwochen, die bis zum 15. Oktober in verschiedenen Spielstätten einen Mix aus Performances, Filmvorführung und Workshop-Angeboten bieten. Zu erleben sind auch Kreationen, die auf dem künstlerischen Umgang mit dem Hygiene- und Abstandskonzept des Leipziger Tanztheaters (LTT) fußen.
Auch die Themen der von Corona geprägten letzten Monate finden sich in den Festival-Produktionen wieder – es geht um Stillstand, das Wiederbeleben der Sinne oder das Hinterfragen von Besitztümern.
Zum Auftakt zeigen Undine Werchau und Eva Thielken in der Schaubühne Lindenfels ihre Tanzperformance „Raum Schlachten“. Tickets gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse der jeweiligen Veranstaltungsorte. Das Hygiene-Konzept des LTT „wurde von uns allen sehr gut verinnerlicht“, so Geschäftsführer Gundolf Nandico. „Das hat uns ermutigt, die Tanztheaterwochen durchzuführen.“ Mehr Infos stehen auf www.leipzigertanztheater.de.
Neues aus Stadt und Land

Herbsteinbruch mit Dauerregen: Drohen Sturzfluten in Sachsen?
Nach Corona-Absagen: Diese neuen Konzerttermine in Leipzig stehen schon fest
Leipziger Weihnachtsmarkt 2020: Erste Konzepte für einen Markt in Corona-Zeiten
Älteste Eseldame im Delitzscher Tiergarten ist gestorben
LVZ-Test: Wo gibt es Leipzigs beste Pizza?
33 000 Spiele kommen ins Altenburger Schloss – die hiesige Sammlung ist nun Weltspitze
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