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Bärlauch, Winterferien, Unterwasserwelten und etwas Sturm

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Hallo, liebe “Frische-Luft”-Leserinnen und -Leser!
Bevor ich Sie zum Bärlauchsammeln in den Leipziger Auwald schicke, Tipps für Ferienaktivitäten in und rund um Leipzig gebe und verrate, wie es im neuen Aquarienhaus des Leipziger Zoos aussieht, muss ich Sie warnen:
Es könnte heute und morgen wirklich stürmisch werden in Sachsen. Wenn man den Vorhersagen der Wetterexperten Glauben schenken mag sogar mit Orkanböen. Ein Waldspaziergang ist dann eher nicht ratsam. Und auch ein paar andere Sachen sind zu beachten. Wir haben Ihnen die wichtigsten Dinge, auf die man achten sollte, hier zusammengestellt.
Der Bärlauch im Leipziger Auwald sprießt auch in ein paar Tagen noch. So viel ist sicher. Lassen Sie den Sturm also erst vorbeiziehen. Dann können Sie wieder gefahrlos pflücken gehen (jeder eine Handvoll). Unsere Reporterin Kerstin Decker kennt ein paar Rezepte und weiß auch, worauf es beim Ernten des Wildgemüses noch ankommt.
Und wenn den Kindern oder Enkeln das Bärlauch-Thema zu langweilig für die Winterferien ist… wir haben noch jede Menge Tipps für Freizeitaktivitäten in der Stadt und der Region. Wie wär’s mit Fasching in der Schwimmhalle, Toben auf dem Trampolin oder einer spannenden Expedition zu den Bibern? Vielleicht ist bei unseren Tipps auch für Sie was dabei.
Zu denen auch ein Besuch im Leipziger Zoo gehören würde. Ich hatte Ihnen schon letzte Woche von der Eröffnung des komplett sanierten Aquarienhauses erzählt. Vergangenen Freitag war es dann soweit. Und die Begeisterung war riesengroß. Ich habe Ihnen ein paar Aufnahmen von der Eröffnung in den Newsletter gepackt und wir erzählen Ihnen auch, was es da jetzt alles zu sehen gibt, in dieser neuen Unterwasserwelt.
Tauchen Sie mal ab und halten Sie morgen den Hut gut fest.
Herzliche Grüße, Ihr Thomas Lieb

Tipps für die Winterferien rund um Leipzig

Eislaufen im Kohlrabizirkus: In den Winterferien täglich ab 12 Uhr möglich.
Eislaufen im Kohlrabizirkus: In den Winterferien täglich ab 12 Uhr möglich.
Eisbahn im Zoo: Im Konzertgarten des Leipziger Zoos lädt täglich von 9 bis 17 Uhr eine Kunsteisbahn zum Wintervergnügen ein. Schlittschuhe können für 4 Euro ausgeliehen werden. An den Wochenenden und donnerstags zeigt der Leipziger Eissport-Club mit Show-Trainingseinheiten Einblicke in die Sportarten Eiskunstlauf und Eishockey. Außerdem gibt es Schnupperkurse für alle Interessenten. Für alle Schlittschuhlaufende gilt 2G-plus.
Spaß im Eiszirkus: Täglich ab 12 Uhr öffnet in den Winterferien der Eiszirkus, die Spiel- und Trainingsstätte der Icefighters im Kohlrabizirkus, seine Türen zum Eislaufen für jedermann. Schüler im Alter von sechs bis 16 Jahren zahlen für zwei Stunden vier Euro, für jede weitere Stunde zwei Euro. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei bis vier Kinder kostet 15 Euro. Schlittschuhe und Gleitschuhe werden für drei Euro ausgeliehen. Aktuell gilt die 2G-Plus-Regelung und FFP2-Maskenpflicht in der Halle.
Runden drehen am Paunsdorf Center: Ein erschwinglicher Spaß auf dem Eis wartet auf dem Parkplatz vorm Haupteingang des Einkaufstempels im Stadtteil Paunsdorf auf die Ferienkinder. Die Erwachsenen zahlen für eine Tageskarte vier Euro, die Kinder bis 16 Jahre drei Euro. Schlittschuhe gibt es vor Ort für drei Euro. Bitte beachten: Für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr gilt Helmpflicht (Ausleihe vor Ort für 2,50 Euro möglich). Eiszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, sonntags von 11 bis 19 Uhr. Für Erwachsene gilt die 2G-Regel (mit Personalausweis).
Im Jump House in der Markranstädter Straße kann man sich richtig austoben.
Im Jump House in der Markranstädter Straße kann man sich richtig austoben.
Ab aufs Trampolin: Bei schlechtem Wetter verspricht das Jump House in der Markranstädter Straße 8a, 04229 Leipzig einen Riesenspaß auf großen Indoor-Sprungflächen und Parcours. Öffnungszeiten bis 27. Februar, montags bis sonntags 10 bis 19 Uhr. Hier gilt: Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht nach der Schul- und Kita-Coronaverordnung in der Schule unterliegen, müssen während der Winterferien keinen Testnachweis vorlegen.
Hier wird eingeheizt: Das Soziokulturzentrum „Heizhaus“ Alte Salzstraße 63, 04209 Leipzig, bietet Ferienkurse an: Beim „Fit with Fun“ geht es um Sportarten, die den Jüngsten auch Spaß machen, und beim Skateboard-Workshop sind nur Mädchen eingeladen. Einlass gibt es nur mit tagesaktuellem Test!
Fasching fällt aus? Ja, leider. Nicht aber in der Schwimmhalle Eilenburg. Am 18. Februar lädt das Team um Michel Müller von 10 bis 14 Uhr zum bunten Faschingstreiben in die Halle in der Ziegelstraße ein. Der Eintritt kostet vier Euro. Anmelden muss man sich nicht, es sei denn, eine Gruppe plant ihr Kommen. Hier finden Sie die aktuellen Zugangsbedingungen.
Im Stadtgeschichtlichen Museum ist die Ausstellung „Schnee von gestern?" zu sehen.
Im Stadtgeschichtlichen Museum ist die Ausstellung „Schnee von gestern?" zu sehen.
Kein Schnee von gestern: Auch ohne Schnee vor der Haustür lädt das Stadtgeschichtliche Museum zum Schneestöbern ein. Kinder können eine Lesung im Iglu in der Ausstellung „Schnee von gestern?“ verfolgen oder ihr eigenes Winterwunderland bauen. Eine Voranmeldung ist unter Tel. 0341/9651340 oder stadtmuseum@leipzig.de erforderlich. Für die Veranstaltungen gilt: Kinder unter 18 Jahren müssen einen tagesaktuellen Test vorlegen, für Erwachsene gilt die 2G-Regel.
Entdeckungsreisen: Das Kinder- und Jugendmuseum „Unikum“, Zschochersche Straße 26 in 04229 Leipzig, lädt ab 12. Februar zum Mitmachen ein. Zu entdecken gibt es neben interaktiven Ausstellungen zum Thema Geld und Rätselhaftes auch eine Hörspielreise zum Leben von jüdischen Familien. Öffnungszeiten Museum und Café: Montag 14 bis 18 Uhr, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Im Haus gilt die 2G-Regelung, ausgenommen Schüler und Jugendliche unter 18 Jahren, die als getestet gelten.
Auf Tierspurensuche geht es in der NABU-Naturschutzstation Biberhof. Jetzt ist die beste Zeit, um Biberspuren zu entdecken. Die Tiere nagen Bäume und Äste an, um sie zu fällen und an die Rinde als Nahrung heranzukommen. Da Biber aber keine Winterschläfer sind, haben sie auch im Winter Hunger und benötigen Nahrung, zum Beispiel Weide und Pappeln. Manchmal probieren sie aber auch Außergewöhnliches, wie Efeu. Deshalb will Katja Barth, am Biberhof zuständig für die Umweltbildung, mit interessierten Erwachsenen und Kindern am 21. Februar ab 9 Uhr auf Spurensuche gehen. Informationen, auch zu Anmeldung und Kosten, gibt es unter www.naturschutzstation-biberhof.nabu-sachsen.de.
Was zur Bärlauchsaison wichtig ist

Junger Bärlauch im Auwald an der Leipziger Friesenstraße.
Junger Bärlauch im Auwald an der Leipziger Friesenstraße.
Der Frühling hält mitten im Winter schon Einzug in Leipzig. Auch der Bärlauch im Auwald wächst bereits kraftvoll und treibt ohne Frostbremse seine jungen Blätter aus. „Die Spitzen sind schon richtig groß. Am besten schmecken sie jetzt ganz frisch und unbearbeitet. Man kann auch ein paar Blätter in den Smoothie geben. Bärlauch ist der große Reiniger für Magen, Darm und Blut, der uns nach dem Winter entschlackt“, sagt Kräuterfrau Kerstin Leubner aus Markkleeberg.
Ob für Pesto, Salate, Kräuterbutter, Kräutersalz, Öl oder klein gehackt aufs Brot: Bärlauch lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. Ganz früh im Jahr verwendet man die jungen Blätter. Später, wenn die Pflanze blüht, erntet man die Knospen. Die noch geschlossenen Blüten kann man wie Kapern einlegen. Zum Ende der Bärlauch-Saison sammelt man dann die Samen. „Sie sind anfangs grün, später schwarz und ein scharfes Gewürz für die Küche“, erläutert Kräuterexperte André Freymann aus Schleußig.
Käme im Februar oder März noch ein Kälte- und Schneeeinbruch, würde das der wilde Bruder des Knoblauchs und der Küchenzwiebel überstehen. „Die oberen Pflanzenteile würden erfrieren, aber die Zwiebel treibt wieder neu aus“, erklärt die 57-jährige Kerstin Leubner, Agrarwissenschaftlerin, Sozialpädagogin und ausgebildete Kräuterfrau. Bis zur Blüte- und Stinkzeit des Lauchgewächses dauert es noch ein paar Wochen. Ende April/Anfang Mai breitet sich normalerweise der weiße Blütenteppich im Auwald aus – und verbreitet seinen intensiven Knoblauch-Mief. Dieses Jahr könnte es früher so weit sein, wenn keine längere Frostphase mehr kommt. Die Saison des Bärlauchs endet, wenn sich im Mai oder Juni das Blätterdach der Bäume im Auwald schließt und kaum noch Licht bis zum Boden dringt. Dann verwelkt die Zwiebelpflanze und zieht sich zurück.
Generell darf jeder einen Handstrauß für den Eigenbedarf ernten. Kräuterexpertin Kerstin Leubner rät dazu, von jeder Pflanze nur ein Blatt mitzunehmen, damit die Zwiebel ihre Kraft behält. Wer Einkaufsbeutel oder Säcke voller Bärlauch ernten möchte, braucht das Einverständnis des Waldeigentümers und der Naturschutzbehörde. Für die gewerbliche Nutzung ist in jedem Fall die Genehmigung der Naturschutzbehörde erforderlich. Allerdings ist zu beachten: Aus Naturschutzgebieten und Flächennaturdenkmalen dürfen grundsätzlich keine Pflanzen oder Pflanzenteile entnommen werden. Wer sich nicht an diese Regeln hält, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 2500 Euro rechnen.
Beim Bärlauch-Sammeln sollte man aufpassen: Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Aronstab. „Er wächst mitten zwischen dem Bärlauch und kann beim Ernten mit dazwischen geraten“, warnt Kerstin Leubner. Bei ganz jungen Pflanzen seien die Unterschiede noch nicht so klar zu sehen: Bärlauch hat parallelnervige Blätter, Aronstab netznervige Blätter. Dem Aronstab fehlt außerdem der markante Knoblauchgeruch, der noch mal extra freigesetzt wird, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt.
So schön ist das neue Aquarium im Zoo

Mehr als 80 Arten sind im Aquarienhaus jetzt zu sehen.
Mehr als 80 Arten sind im Aquarienhaus jetzt zu sehen.
„Sensationell“, „sagenhaft“, „sehr schön geworden“ – die ersten Besucherinnen und Besucher bestaunten das neue Aquarium im Leipziger Zoo und waren sichtlich begeistert. Pünktlich zum Beginn der Winterferien steht das Haus nach drei Jahren Umbau nun wieder offen.
Vom alten Aquarium ist fast nichts mehr übrig – bis auf die denkmalgeschützte historische Fassade von 1910 und die Fassade des Ringbecken-Anbaus von 1992. Dahinter ist ein kompletter Neubau entstanden. 3000 Tiere wurden während der Bauarbeiten ausquartiert und teils innerhalb des Zoos, teils in andere Zoos umgesiedelt. Vom seitlich verlegten Eingang über die Schaubecken bis zur Treppe ist nun alles neu.
Das gesamte Innengebäude wurde neu aufgebaut.
Das gesamte Innengebäude wurde neu aufgebaut.
Hinzugekommen sind mehr als 80 Arten, darunter solche, die bisher noch nicht in Leipzig zu sehen waren, wie Pazifische Ohrenquallen, Kuhnasen-Rochen oder Tigerschwanz-Seepferdchen. Auf dem neu gestalteten Aquariumsvorplatz ist eine Koi-Teichlandschaft entstanden, ab und zu tauchen dort Kois in einem 2,30 Meter hohen Zylinder nach oben, als ob sie nach den Zuschauern Ausschau halten.
Neu ist auch das inhaltliche Konzept. Die Besucherinnen und Besucher kommen gewissermaßen in der Tiefsee an, sehen als erstes Salzwasserbewohner. Danach betreten sie eine Art U-Boot. Gefühlt liegen sie mit dem U-Boot in einem überfluteten südamerikanischen Tropenwald und können durch die Überkopf-Panoramascheibe die Unterwasserwelt beobachten. Nach Verlassen des U-Boots sind die Gäste dann im Süßwasserbereich angekommen.
Unterhaltsam sind die Mitmach-Stationen: So kann man im Nemo-Becken seinen Kopf in eine gläserne Kuppel stecken und befindet sich mitten unter den Fischen. An einer anderen Station kann man sich bis in 6000 Meter Tiefe kurbeln und sieht Bilder und Filmaufnahmen über die Lebewesen in diesen Meeresschichten.
Blick in eins der vielen Aquarien.
Blick in eins der vielen Aquarien.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist der Zoo Leipzig komplett umgekrempelt worden. 16 neue und naturnahe Anlagen sind seit 2001 eröffnet worden, rund 200 Millionen Euro wurden ausgegeben. Mit „Feuerland“ und den Asiatischen Inselwelten stehen die letzten beiden Projekte des Masterplans noch aus. „Feuerland“ ist bereits im Bau und soll 2023 eröffnet werden, die Asiatischen Inselwelten folgen bis 2025. Danach ist der Umbau zum „Zoo der Zukunft“ abgeschlossen.
Die Besucher können abtauchen ohne nass zu werden.
Die Besucher können abtauchen ohne nass zu werden.
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