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Aquarium im Zoo öffnet wieder + ein kulinarischer und ein Ausflugstipp

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LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Freunde der Frischen Luft,
letzte Woche habe ich übers schlechte Wetter gejammert. Das erspare ich Ihnen heute (besser geworden ist’s trotzdem nicht…). Aber ich bleib’ trotzdem kurz beim Thema. Können Sie sich an den Wintereinbruch in Leipzig und der Region vor genau einem Jahr erinnern? Viele Leipzigerinnen und Leipziger haben die Tage des Schneechaos noch genau in Erinnerung. Meine Kollegin Fabienne Küchler hat sich in der Stadt umgehört - und überraschende Dinge erfahren. Hier können Sie ihren Text nachlesen und nochmal einige Bilder aus den Schneetagen im Februar 2021 anschauen.
Im heutigen Newsletter habe ich Ihnen einen Tipp fürs Wochenende in Leipzig für Sie - der Leipziger Zoo öffnet sein Aquarienhaus nach umfangreicher Sanierung wieder. Morgen ist das zentrale Gebäude im Gründer-Garten des Zoos wieder geöffnet.
Und falls Sie es weiter weg zieht - wie wäre es mal wieder mit einem Ausflug ins Elbsandsteingebirge? Die Tore zur Festung Königstein waren wegen der Pandemie lange geschlossen. Jetzt ist die Saison wieder gestartet. Auch wenn es zur nächsten neuen Ausstellung noch etwas dauert - aber die Festung allein ist immer einen Ausflug wert.
Und zu guter letzt heute mal wieder eine Anregung für einen schönen Restaurant-Abend. Im Leipziger Felsenkeller hat “Naumanns Stube” eröffnet - ein uriges Lokal mit gutbürgerlicher Küche. Restaurantkritikerin Petra Mewes hat sich durch die Speisekarte getestet. Vielleicht macht es Ihnen ja Appetit.
Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren! Bis nächste Woche
Ihr Thomas Lieb

Im Zoo Leipzig eröffnet eine Attraktion wieder

Das alte Aquarium wurde modernisiert und eröffnet am Freitag wieder. Foto: Kempner
Das alte Aquarium wurde modernisiert und eröffnet am Freitag wieder. Foto: Kempner
Besucher des Leipziger Zoos dürfen sich auf die Rückkehr einer Attraktion freuen. Am Freitag wird das vollständig restaurierte Aquarium feierlich wiedereröffnet. Seit 2019 ist das zentrale Gebäude des Gründer-Gartens umfassend modernisiert worden, darunter auch die komplexe Aquarientechnik. Die Baukosten hatten sich deutlich erhöht – sie lagen am Ende rund zehn Millionen Euro über den Planungen von 2016.
Für den Umbau mussten 3000 Fische und andere Individuen in andere Zoos umgesiedelt werden – teils bis zur Fertigstellung, teils für immer. Unter anderem nahmen Zoos in Arnheim, Bernburg, Hamburg, Stuttgart, Rostock, Wien und Wrocław Tiere auf.
Nach Frankfurt am Main besitzt der Leipziger Zoo das zweitälteste Aquarium in Deutschland. Es besteht bereits seit 1910 und wurde 1992 um einen Neubauflügel erweitert.
Festung Königstein erwacht aus der Pandemie

Geschäftsführerin Angelika Taube vor dem Kommandantengarten. Foto: Marko Förster
Geschäftsführerin Angelika Taube vor dem Kommandantengarten. Foto: Marko Förster
Festung Königstein, die historische Wehranlage im Elbsandsteingebirge hatte wegen der Einschränkungen an fast 200 Tagen geschlossen. Jetzt ist die Saison wieder gestartet und es steht einiges auf dem Programm.
Allen voran die Sonderausstellung „Von Möhrenbeet bis Festungswald“, in der es um die Begrünung der Burg gehen soll. Bäume und Pflanzen dienten früher nicht nur zum Schmuck und zur Selbstversorgung, sondern zusätzlich als Tarnung. Neben Bildern aus alten Tagen und historischen Gartengeräten sollen auch neue Medienstationen die Sonderausstellung ergänzen. Die digitalen Monitore ersetzen dann die alten Infotafeln und bieten Platz für noch mehr Wissen – neuerdings sogar auch in Englisch und Tschechisch. Am 29. April wird die Sonderausstellung in der Magdalenenburg eröffnet.
Neben den Neuerungen stehen auch wieder altbekannte Events auf dem Plan. Auf Highlights wie das Historienspektakel „Die Schweden erobern den Königstein“ oder den „Kanonendonner über dem Elbtal“ werden die Besucher nicht verzichten müssen.
Im Dezember sollen dann wieder der Historisch-Romantische Weihnachtsmarkt und ein Silvester-Konzert in der Garnisonskirche das Jahr abrunden. All das natürlich unter der Bedingung, dass die Corona-Pandemie den Festungsbesuchern nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
Infos: Es die Buchung von Online-Tickets empfohlen, um Wartezeit an der Kasse zu vermeiden und um die Kontaktdatenerfassung digital durchzuführen. Der Einlass erfolgt nach 2G-Regel.
Geöffnet: von November bis März täglich 9 - 17 Uhr; Einlassschluss: eine Stunde vor Schließung.
Kontakt: Telefon 035021/64607; Fax 035021/64609; E-Mail info@festung-koenigstein.de
Gutbürgerliches in Naumanns Gaststube

Blick in Naumanns Gaststube im Felsenkeller in Leipzig. Foto: Andre Kempner
Blick in Naumanns Gaststube im Felsenkeller in Leipzig. Foto: Andre Kempner
Eröffnet in Leipzig ein Restaurant, wirkt es meist modern und eben neu. Dagegen wirkt Naumanns Gaststube im Felsenkeller, seit Oktober 2021 am Start, wie aus der Zeit gefallen: Eine rustikale Kneipe mit Bieren am Hahn und aus der Flasche, guter Küche und gemütlichem Interieur.
Der Leipziger Brauerei von Carl Wilhelm Naumann verdankt die Welt den 1890 eröffneten, neobarocken Bau des Felsenkellers als Ballhaus, der Crew um Jörg Folta und Marco Schulz von der Felsenkeller Betriebs GmbH die Wiedereröffnung nach 2005 und nun auch die der Gaststube. Rund 30 Jahre ruhte der Betrieb, sieht man vom einzelnen Events im unrenovierten Raum ab. Nun ist wieder richtig Leben an der Ecke, wo Lindenau an Plagwitz grenzt.
Interieur frei zusammengestellt
Der erste Eindruck suggeriert, alles hier war schon immer so. Aber da bei einer Renovierung in den 1980er-Jahren das Fotoarchiv „abhanden“ kam, wurde die Einrichtung eher frei zusammengestellt. Historische Veranstaltungsplakate erinnern an alte Zeiten. Das Szenario am Tresen mutet an, als hätte ein Weltreisender seine Souvenirs samt Schmetterlingssammlung abgestellt, darunter Masken aus Afrika, Tierpräparate, Segelschiffmodelle … Über dem Tresen schwebt ein Holzkrokodil, das, so die Legende, seinen Weg aus Ägypten nach Lindenau gefunden haben soll. Verbürgt ist, dass sich im Felsenkeller schon vor dem Zweiten Weltkrieg die Arbeiterbewegung traf. Das angrenzende kleine, Rosa Luxemburg gewidmete Lesezimmer erinnert an diesen Teil der Geschichte.
Küchenchef Uwe Wolf in der Küche. Foto: Andre Kempner
Küchenchef Uwe Wolf in der Küche. Foto: Andre Kempner
Die Küche nennt ihren Stil rustikal-bürgerlich. Aber das trifft es nicht ganz, denn mit gratiniertem Chicorée oder Salat mit Ziegenfrischkäse stehen auch leichte, gänzlich fleischfreie Gerichte darauf. Bei denen wurde das Tier nicht einfach weggelassen oder durch vegane Klopse ersetzt, sondern eigenständige Gemüsezubereitungen sind in die Mitte der Teller gerückt. Am Herd hält Uwe Wolf die Fäden in der Hand. Auf dessen Gespür für raffinierte Rezepturen konnte man sich schon im (inzwischen geschlossenen) Restaurant Stelzenhaus verlassen. Seine Karte bringt nun eine noch ungewohnte Seite von ihm zum Klingen. Soljanka, Kartoffelsuppe sowie winterliche Salate stillen den kleinen Hunger. Regionale Brotzeiten, zum Beispiel mit Bennewitzer Landkäse, Knacker und Bauernschinken sowie kernigem Mühlenbrot, kommen aus der kalten Küche. Schnitzel in mehreren Varianten oder Spinat mit Rührei gehen sicher immer, und wer schon wieder Appetit auf Geschmortes wie Rouladen mit Rotkohl und Klößen hat, kann den ebenso stillen.
Schnitzel goldgelb
Ich probiere nach langer Zeit mal wieder Sprotten, greife zu und bin angenehm überrascht: Die Fische duften wie frisch geräuchert und harmonieren gut mit Feldsalat und Zitronen-Mascarpone-Nocken. Als Hauptgericht wähle ich geschmorten Fenchel. In der Pfanne geschwenkt hat das Gemüse Biss und den typischen Geschmack behalten. Dünne, geschichtete Kartoffelscheiben, überbacken mit einem milden Käse, passen als Gratin dazu. Die Orangensauce vereint alles zu einem gefälligen Ganzen.
Als deftiger Gegenpart wirkt das Schnitzel: dünn und saftig, leicht paniert, goldgelb ausgebacken. Darauf liegen Spiegelei sowie eine Zitronenscheibe samt Sardellenfilet und Kaper. Die würzig nach Zwiebel duftenden Bratkartoffeln im extra Schälchen sind kross, aber nicht fettig, und ohne Speck gebraten. Was will man mehr? Nachtisch! Also Birnenkompott, dezent mit Gewürznelken aromatisiert. Vanillesauce gibt’s extra.
Adresse: Karl-Heine-Str. 32, 04229. Leipzig, Tel. 0341-86 09 42 63
Geöffnet: Mi–Sa 16–22 Uhr, So/Feiertage 12–22 Uhr
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