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LVZ sucht lustigsten Ortsnamen Sachsens ++ Wandern an den Tyssaer Wänden

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Frische-Luft-Freundinnen und -Freunde,
in Zeiten, in denen es wenig zu Lachen gibt, braucht es hin und wieder Aufmunterungen. Bei allen schlechten Nachrichten zur Corona-Lage in Sachsen, neuen Einschränkungen und drohender Überlastung von Krankenhäusern - sollte der Optimismus nie ganz untergehen. Die LVZ möchte mit einer kleinen, aber feinen Aktion etwas vom Ernst der Lage ablenken. Und Sie können mitmachen.
Ein Blick ins sächsische Ortsregister - klingt trocken, kann aber durchaus lustig sein. Wenn man auf Ortsnamen stößt wie Schmalzgrube, Rosine oder Kuhschnappel beispielsweise. Die Liste lustiger Ortsnamen ist noch viel länger und mein Kollege Manuel Niemann hat sich damit eingehender beschäftigt. In der Redaktion haben wir dann eine Leser-Aktion daraus gemacht. Die Sachsen sollen den lustigsten Ortsnamen küren. Der mit den meisten Stimmen in unserem Online-Voting “gewinnt” dann einen Besuch unseres Reporterteams und wir schreiben eine Geschichte, was den Ort ausmacht, ob’s da wirklich so lustig zugeht und wie es sich dort lebt. Ich verrate Ihnen den Zwischenstand: “Thumirnicht” (ein Ortsteil von Colditz) liegt derzeit vor “Schwarzer Kater” (Ortsteil der Stadt Dahlen) und “Oberhäslich” (Ortsteil von Dippoldiswalde).
Haben Sie schon Pläne fürs Wochenende? Wenn Ihnen der Sinn mal wieder nach einem Herbstspaziergang steht, kann ich Ihnen die Gemeinde Rosenthal-Bielatal im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ans Herz legen. Wegen Sturmschäden war der Nationalpark eine Woche lang gesperrt. Viele Wege in der Sächsischen Schweiz sind wieder freigeräumt, dort ist Wandern ab sofort wieder erlaubt. Mein Kollege Frank Wehrmeister hat sich dort von Rosenthal zu den Tyssaer Wänden aufgemacht und Tipps für die 20 Kilometer lange Tour zusammengestellt. Das Wetter am Wochenende soll einigermaßen stabil bleiben - passt also für einen Kurzausflug.
Ganz persönliche Grüße gehen heute nach Rostig im Landkreis Meißen raus (mein absoluter Favorit bei den lustigsten Ortsnamen). Allen anderen,
genießen Sie Ihre freie Zeit an der frischen Luft,
herzlichst Ihr Thomas Lieb.

Lustigster Ortsname gesucht - stimmen Sie ab!

on Frankenstein bis Oberzipfel: Was ist der kurioseste Ortsname in Sachsen?
on Frankenstein bis Oberzipfel: Was ist der kurioseste Ortsname in Sachsen?
Frankenstein, Elend, Kuhschnappel und ein Mal Schwarzer Kater: Es gibt Orte und Ortsteile in sächsischen Gemeinden und Städten, die klingen abwegig bis makaber. Manchmal auch einfach irrwitzig oder so als ob jemand einen schlechten Scherz auf die dort Lebenden gemacht habe. Auch Kurioses lässt sich auf der sächsischen Landkarte entdecken – etwa dass Leipzig und Amerika nur etwas mehr als 50 Kilometer trennen.
Woher ein Ort seinen Namen erhalten habe, könne man nicht generell beantworten, sagt Dietlind Kremer, Leiterin der Namenberatungsstelle der Universität Leipzig. Erklärungen und Geschichten finden sich aber in dem von Ernst Eichler und Hans Walther herausgegebenen „Historischem Ortsnamenbuch von Sachsen“, das auch online zugänglich ist.
„So ist zum Beispiel Kuhschnappel eine Umdeutung eines altsorbischen Ortsnamens, der weder mit Kuh noch mit schnappeln etwas zu tun hat. Es ist mehr oder weniger eine Volksetymologie, weil das Ursprüngliche nicht mehr verstanden wurde.“ In einst „Consnapele“ oder „Consnapel“ steckt das sorbische Wort „kónc“, das wie im tschechischen „konec“ schlicht ‚Ende’ bedeutet – vermutlich bezeichnete es einfach ein etwas abseits gelegeneres Ortsende.
Auf sächsischen Ortschildern finden sich lustige, bisweilen aber auch schräge Namen. Die Leipziger Volkszeitung lässt die Sächsinnen und Sachen abstimmen - was ist der lustigste Ortsname Sachsens? Hier geht’s direkt zur Abstimmung.
Wandertipp der Woche

Der Lehrpfad durch die Großen Wände. Foto: Frank Wehrmeister
Der Lehrpfad durch die Großen Wände. Foto: Frank Wehrmeister
Von Rosenthal zur Grenzplatte und den Tyssaer Wänden führt die etwa 20 Kilometer lange Wanderung. Die Tyssaer Wände bestehen aus zwei Felsenriffen mit höchst bizarren Naturformen.
Die Tour beginnt am Alten Zollhaus bei Rosenthal. Dort befindet sich ein Wanderparkplatz. Der VVO-Wanderbus fährt sogar noch ein Stück weiter auf der für den sonstigen Fahrzeugverkehr gesperrten Schneeberger Straße. An der Haltestelle am Schneeberger Kreuz wird diese vom „Forststeig“ gekreuzt.
Wir gehen rechts. Da auf dem „Forststeig“ herkömmliche Wegweiser fehlen, ist unbedingt auf die gelbe Sondermarkierung zu achten, vor allem bei seinem eher unscheinbaren Abzweig nach links: Ein Pfad bringt uns in die Nähe des Klettergipfels „Schwarzbeerturm“ und weiter in das Tal der Dürren Biela. Hier gehen wir rechts mit dem „Gelben Strich“ in den Bielgrund und dort links bis zum Abzweig in Richtung der Grenzplatte.
Höchst bizarre Naturformen
Oben auf dem Plateau angekommen, können wir den Abstecher zur Aussicht auf Ostrov (Eiland) machen oder gleich links dem Hinweis „Tyssaer Wände“ bis zum Grenzweg folgen. Bald trifft hier der „Grüne Strich“ auf den „Roten Strich“ und später wieder auf den „Forststeig“. In diesen biegen wir nun nach links ein und wandern auf sehr bequemer Strecke. An einer Straße wird später die Turistická Chata (Touristenbaude) erreicht. Von hier sind es nur noch wenige Schritte in die Tiské Steny (Tyssaer Wände). Sie gehören zu den ältesten Wandergebieten des Elbsandsteingebirges und wurden bereits in einem Wanderführer aus dem Jahre 1828 beschrieben.
Die Tyssaer Wände bestehen aus zwei Felsenriffen, durch die jeweils ein Lehrpfad führt. Der Rundgang kostet in der Regel einen geringen Eintritt. Zumindest das Kassenhäuschen zwischen den Großen und den Kleinen Tyssaer Wänden hat wohl immer geöffnet. Ein kleiner Wanderführer für die beiden Rundwege erklärt die mit schwarzen Zahlen auf weißem Grund nummerierten Felsgebilde. Deren Bezeichnungen zeugen von der Fantasie der Menschen für diese höchst bizarren Naturformen: Steinpilz und Napoleonschuh befinden sich ganz in der Nähe des Gasthauses „Touristenbaude“. Den Hageren Doktor, die Mumie oder den Riesenelefanten findet man unterwegs.
Der „Grüne Strich“ führt vom Platz zwischen den Großen und den Kleinen Wänden zu einer famosen Aussicht: Unterhalb der imposanten Felswände liegt der Ort Tisá (Tyssa). Der Blick reicht weit bis in das böhmische Mittelgebirge. Zurück an der „Touristenbaude“ wandern wir mit dem „Grünen Strich“ weiter in Richtung Ostrov. Auf halber Strecke geht es steil hinab durch das Klettergebiet „Himmelreich“. Im Eiländer Kessel laufen wir auf der Straße durch den Ort. Zurück in Deutschland kreuzt der „Forststeig“ das Tal. Wir gehen sofort rechts und folgen zugleich dem Grenzverlauf erst allmählich, dann steil hinauf zu einer Felsengruppe mit dem Klettergipfel „Sokrates“.
Weiter geht es an der Grenze entlang bis oberen Einstieg in den Dürrebielgrund, dann auf dem ebenen Steinbornweg bis zum „Eulenthor“. Schließlich wandern wir die schmale Straße zu Ausgangsort zurück.
Weitere Wandertipps in Sachsen
Hinweis Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurden die tschechischen Namen sehr sparsam verwendet; Informationen zum Forststeig unter www.forststeig.sachsen.de; eingezeichnet ist der Verlauf des Forststeiges u. a. auf der Wanderkarte Nr. 17, Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz von Sachsen Kartographie Dresden; sonst auch Wanderkarte Sachsen, Blatt 44, Kurort Berggießhübel/Kurort Bad Gottleuba oder Topographische Karte Sächsisch-Böhmische Schweiz (beide Vertrieb durch den Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden, Tel. 0351 828 30); VVO-Hotline: 0351 85 26 555
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