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Lichterglanz in Radebeul und Tipps für einen Spieleabend im Teil-Lockdown

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
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Liebe Leserin, lieber Leser!
Schon wieder eine Zeit der Kompromisse. Schon wieder abwägen, was wir in unserer Freizeit anstellen können, ohne die eigene Verantwortung in dieser Pandemie zu vernachlässigen. Kontakte beschränken, Ansammlungen vermeiden, keine Ausflüge mit Übernachtungen. Da fällt es auch schwer, dem Zweck dieses Newsletters gerecht zu werden und Ihnen Tipps zu geben, die eigentlich geeignet sein sollen, in den Verschnaufpausen unbeschwert dem Alltag zu entkommen.
Aber so ist es eben und wir geben so schnell nicht auf. Für einen Ausflug an die frische Luft nehme ich Sie heute mal mit nach Radebeul und Altkötzschenbroda. Wo es sich im Sommer schon sehr gut aushalten lässt (bei Fahrradtouren entlang zwischen Elbe und Weinbergen), gibt es in der am Wochenende beginnenden Adventszeit ein immer wiederkehrendes Spektakel, das sich auch corona-konform gut und gern genießen lässt. Unter dem Titel „clair-obscur – Ein Bilderweg zwischen Licht und Schatten“ inszeniert die Künstlerin Claudia Reh dort einen Lichterpfad. Zwölf kunstvoll gestaltete Laternen tauchen den Dorfanger zwischen Radebeul und Altkötzschenbroda bis zum vierten Advent in weihnachtlichen Glanz. Dabei muss man auch selbst aktiv werden und kommt dabei trotzdem zur Ruhe.
Für die übrige Zeit habe ich heute einen Tipp, der schon früher gut funktioniert hat: der Spieleabend. Vor allem für Kinder eine immer wieder schöne Abwechslung und bereits in vorherigen Lockdowns bewährte Präventivmaßnahme gegen den Budenkoller. Wussten Sie, dass sogenannte kooperative Spiele immer mehr den Markt erobern? Gespielt wird nämlich nicht mehr Jeder gegen Jeden sondern zunehmend im Team. Hoher Spaßfaktor! Garantiert. Fünf Tipps aus unserer Spielesammlung.
Viel Spaß, Ihr Thomas Lieb

Tipps für einen besonderen Spieleabend

Statt „Ich habe gewonnen“ heißt es bei Spieleabenden immer häufiger „Wir haben gewonnen“. Kooperative Brettspiele sind vom Markt nicht mehr wegzudenken, denn sie bieten ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Gespielt wird nicht mehr einzeln gegeneinander sondern im Team. Inzwischen sind zahlreiche Variationen erhältlich – nicht nur für Kinder. Die Spiele-Gattung, die vor einigen Jahren noch eher bei Kinderspielen verbreitet war, ist mittlerweile in der breiten Masse angekommen und in zahlreichen Variationen erhältlich.
„Ich denke, dass das Design von kooperativen Spielen in den letzten zwanzig Jahren einfach besser geworden ist“, sagt Spieleautor Matt Leacock. Der 50-jährige Amerikaner hat schon zahlreiche kooperative Spiele entwickelt. Sein bekanntestes ist „Pandemic“, das 2008 (damals noch als „Pandemie“) erschienen ist und seitdem weltweit millionenfach verkauft wurde. Kooperative Spiele stärken nicht nur das Teamgefühl, sie erzählen auch häufig Geschichten. „Ich habe festgestellt, dass meine erfolgreichsten Spiele besonders die Emotionen der Spieler ansprechen und sie in das Erlebnis hineinziehen“, sagt Leacock. Menzel betont, dass alle Spielerinnen und Spieler stets involviert sind, selbst wenn man gar nicht am Zug ist. „Das kann einer Gruppe unvergleichliche Momente bieten, die noch lange über den Spieleabend hinaus nachhallen“, meint der 45-Jährige.
Empfehlenswerte kooperative Spiele:
Für Weltretter: „Pandemic“
Wer hätte geahnt, dass der Spieleklassiker einmal so von der Realität eingeholt werden würde. In Pandemic müssen auf einer Weltkarte vier Seuchen bekämpft und gleichzeitig vier Gegenmittel entwickelt werden. Dabei gilt es, die passenden Karten zu sammeln und geschickt zu tauschen. In unterschiedlichen Rollen wie Wissenschaftlerin, Forscherin oder Sanitäter versuchen alle am Tisch, die Epidemien und Ausbrüche unter Kontrolle zu behalten. Von dem modernen Klassiker gibt es mittlerweile etliche Erweiterungen und Varianten.
Für Abenteurer: „Die Abenteuer von Robin Hood“
Die Verwandtschaft zu „Die Legenden von Andor“ ist beim neuen Werk von Michael Menzel unverkennbar und doch spielt es sich deutlich anders. Der Aufbau ist schnell, der Einstieg dank einer Losspielanleitung sehr einfach. Die Mitspielenden schlüpfen als Robin Hood, Maid Marian, Little John und/oder Will Scarlett in verschiedene Rollen und erleben in Nottingham zahlreiche Abenteuer, die in einem schönen Hardcover-Buch aufgeschrieben sind.
Der Clou ist der Spielplan: Es gibt keine Felder, stattdessen bewegen sich alle mit Holzfiguren, die auf der offenen Landschaft aneinandergelegt werden. Zudem verändert sich der Spielplan durch drehbare Plättchen, die an einen Adventskalender erinnern.
Für Familien: „Kitchen Rush“
In der Küche geht es hektisch zu. Gemeinsam betreiben die Spielenden unter Zeitdruck ein Restaurant, empfangen Gäste, bereiten Speisen zu, sorgen für Nachschub an Lebensmitteln. Dabei gibt es keine Runden, sondern alle agieren gleichzeitig. Wer eine Aktion machen will, stellt eine seiner beiden Sanduhren auf ein Feld. Wenn sie durchgelaufen ist, kann wieder eine andere Aufgabe übernommen werden. Durch Szenarien steigt der Schwierigkeitsgrad langsam an.
Für kluge Köpfe: „Kneipenquiz - Das Original“
Ein Hingucker ist die große Klappschachtel mit den zwei Schubern. Wie bei einem echten Kneipenquiz treten alle zusammen gegen andere Teams an. Letztere werden als Papp-Flaschen dargestellt und vom Spiel gesteuert. Pro Runde müssen in jeweils fünf Minuten gemeinsam fünf Fragen aus sämtlichen Genres beantwortet werden. Gleichzeitig kann mittels Plättchen die Wertigkeit der Fragen angepasst werden, so dass beispielsweise eine vermeintlich falsche Antwort das Team nicht so weit zurückwirft.
Im Gegensatz zu vielen anderen Quizspielen geht es hier nicht darum, mehr zu wissen als alle anderen. Das nimmt den Blamier-Faktor. Das Grundspiel kommt mit 750 Fragen. Es gibt aber bereits einige Erweiterungspacks und auch eine Fußball-Ausgabe.
Für Geschickte: „Menara“
Beim Bau des Tempels von Menara braucht es etwas Fingerspitzengefühl. Abwechselnd werden Holzsäulen auf immer mehr Etagen errichtet. Je höher es geht, desto wackliger ist es. Bauplankarten geben vor, wie viele Säulen jeweils gesetzt werden müssen. Die Schwierigkeit, wie hoch das Werk am Ende sein muss, lässt sich dabei gut an das Geschick und die Erfahrung der Spielenden anpassen. Menara erinnert vom Spielprinzip her an Villa Paletti, das Spiel des Jahres 2002 - nur dass hier alle gemeinsam bauen.
Ausflugstipp der Woche

Wie in den Jahren davor erstrahlt auch diesen Advent der Dorfanger in Altkötzschenbroda im Lichterglanz. Foto: Wirsig
Wie in den Jahren davor erstrahlt auch diesen Advent der Dorfanger in Altkötzschenbroda im Lichterglanz. Foto: Wirsig
Auch in diesem Jahr erstrahlt pünktlich zum ersten Advent am Sonntag Radebeul-Altkötzschenbroda im Lichterglanz. Unter dem Titel „clair-obscur – Ein Bilderweg zwischen Licht und Schatten“ inszeniert die Künstlerin Claudia Reh den diesjährigen Lichterpfad. Zwölf kunstvoll gestaltete Laternen tauchen den Dorfanger bis zum vierten Advent in weihnachtlichen Glanz
Dabei erstrahlen die Laternen des Pfades im Wechselspiel des Lichtes: In jeder Laterne zeigt ein wanderndes Licht jeweils einen Bildausschnitt, die anderen Bilder liegen im Schatten und erscheinen als Schwarz-Weiß-Zeichnung. Im Lichtkegel finden sich fein strukturierte, farbig-leuchtende Fantasiewelten. Um ihnen zu folgen, muss mit dem Licht um die Laterne herumgewandert oder gewartet werden, bis es die zwischenzeitlich in grau-schwarze Grafiken verwandelten Bereiche erneut erhellt.
An den Sonnabenden der ersten drei Adventswochenenden lässt die Künstlerin zusätzlich den historischen Dorfanger ab 17 Uhr kunstvoll erstrahlen. Mit ihrer Lichtinstallation „Dunkelblau; oder: Wenn nur die Nacht nicht wäre…“ erleuchtet sie mehrere Häuserfassaden und nimmt die Besucher mit auf eine Traumreise.
Seit vielen Jahren ist der 90 Meter lange Lichterpfad in Altkötzschenbroda ein Ort der Besinnlichkeit und inneren Einkehr während der Weihnachtszeit.
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