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Leipzigs größter Flohmarkt ist zurück +++ Ferientipps für die Region

LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
LVZ Frische Luft - Freizeittipps für Leipzig und die Region
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wie stellen Sie sich ein gutes Wochenende vor?
Für mich gehört zur Gemütlichkeit eines freien Tages neben einem ausgiebigen Frühstück oft und gerne das Schlendern und Stöbern auf einem Flohmarkt dazu. Das war wegen der Corona-Pandemie lange gar nicht möglich, dann fanden die Märkte nur vereinzelt statt. Jetzt kommt ein Leipziger Original zurück: der Antik-Markt auf der Agra. Bei der Suche nach nierenförmigen Blumenbänken, historischen Postkarten und diesem einen ganz speziellen Likörglas ist man nicht nur viel an der frischen Luft, sondern legt ob der Größe des Agra-Geländes auch jede Menge Schritte zurück.
Die ertrödelten Suppenteller können im Anschluss gleich eingeweiht werden - mit einem Kürbis-Risotto zum Beispiel. Falls es dafür mal eine andere Sorte als Hokkaido oder Butternuss sein soll, lohnt sich ein Besuch im Altenburger Land bei Kürbis Heiko. Ja, er wird so geschrieben, ohne Bindestrich, einfach zwei Worte. Rund 50 Sorten baut er an, viele davon sind essbar, wie der Blue Hubbard oder der Spaghettikürbis. Und auch Halloween-Kürbisse zum Schnitzen hat er im Angebot. Doch seine eigentlichen Lieblinge sind die Zierkürbisse, verrät der Göllnitzer.
„Die ernte ich für mein Leben gern. Das ist immer ein bisschen wie ein Überraschungsei.“
So viel Begeisterung wünsche ich auch Ihnen - egal, für welchen Ausflug Sie sich entscheiden.
Ihre Josephine Heinze

Fünf Ferientipps für die Region

Königskinder-Ferienspiele im Barockschloss Delitzsch
Ferienspaß für Königskinder: Das Museum im Barockschloss Delitzsch ist mit seinen Herzogin-Gemächern und dem Schlossturm mit spektakulären Objekten aus vielen Jahrhunderten immer ein Ort, der Klein und Groß zum Staunen bringt. Und es sind extra Veranstaltungen für Ferienkinder vorbereitet: am 21. Oktober „Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen – von Schlitzohren und Schandgeigen“ (für Kinder von 9 bis 13 Jahren), am 26. Oktober „Bolzen, Pfeil und Sehne – Armbrustschießen“ (für Kinder im Alter ab 6 Jahre), am 28. Oktober „Bunter Fächerspaß“ (für Kinder im Alter ab 9 Jahre). Los geht es jeweils 14 Uhr. Interessierte können sich telefonisch unter der Nummer (034202) 67208 anmelden.
Das Barockschloss Delitzsch. (Foto: Wolfgang Sens)
Das Barockschloss Delitzsch. (Foto: Wolfgang Sens)
Die Welt der Hummelfiguren in Oschatz
Die Ferien sind eine gute Gelegenheit, die aktuelle Sonderausstellung „Die Welt der Hummelfiguren“ im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz zu besuchen. Die Sammlung der weltweit bekannten und von Liebhabern geschätzten Hummelfiguren der Porzellanfabrik W. Goebel wird von der Familie Zipf aus Wettin-Löbejün präsentiert. Mehr als 200 Figuren wurden mit viel Leidenschaft von Birgit Zipf zusammengetragen. Sie gehen auf Zeichnungen der Franziskanerin Maria Innocentia Hummel (1909-1946) zurück. Aus ihrer Liebe zu Kindern entstanden Zeichnungen von spielenden Kindern, von Freunden aus vergangenen Tagen und jenen, die zum Spielen in den Klostergarten kamen. Themen wie der erste Schultag, verschiedene Berufsgruppen, süße Tierfreuden, die vier Jahreszeiten und viel mehr werden in Szene gesetzt.
Das Museum hat Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag 13.30 bis 17 Uhr und an Feiertagen von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet.
WaagO mit Dana Back vom Stadt- und Waagenmuseum. (Foto: Kristin Engel)
WaagO mit Dana Back vom Stadt- und Waagenmuseum. (Foto: Kristin Engel)
Ein Gang durch Eilenburgs Unterwelt
Welche Geheimnisse gibt es in der Eilenburger Unterwelt zu entdecken? Das lässt sich bei geführten Spaziergängen durch einen Teil des weit verzweigten, über 800 Jahre alten Keller- und Gängesystems entdecken. Einst dienten die Keller zur Bierlagerung oder als Luftschutzbunker. Das Team des Stadtmuseums nimmt kleine und große Gäste bei der Führung „Auf den Spuren der Heinzelmännchen“ mit durchs Labyrinth unter dem Eilenburger Berg. Termine sind Dienstag, 26. Oktober, 10 Uhr und 15 Uhr. Treffpunkt ist die Treppe in der Kellerstraße, bitte Taschenlampen, Gummistiefel beziehungsweise festes Schuhwerk und warme Kleidung mitbringen. Anmeldung unter der Telefonnummer (03423)  65222.
Mit App zum Schatz? Geht in der Dübener Heide. (Foto: Wolfgang Sens)
Mit App zum Schatz? Geht in der Dübener Heide. (Foto: Wolfgang Sens)
Digitale Schnitzeljagd in der Dübener Heide
Bei der Heidewächter-Tour braucht man lediglich ein Smartphone oder Tablet sowie die kostenlose App Actionbound – und schon kann es losgehen mit der digitalen Schnitzeljagd durch die Dübener Heide. An mehreren Stationen rund um das Naturparkhaus in Bad Düben warten verschiedene Rätsel auf die Schatzsucher. Nur wer alle Aufgaben erfüllt, knackt den Code für die Schatzkiste und wird zum Heidewächter. Die Tour dauert rund 90 Minuten, ist etwa 1,5 Kilometer lang und kann zu jeder beliebigen Uhrzeit absolviert werden. Weitere Infos gibt es hier.
Das Schloss Hartenfels in Torgau. Foto: Wolfgang Sens
Das Schloss Hartenfels in Torgau. Foto: Wolfgang Sens
Schloss Hartenfels
Schloss Hartenfels in Torgau plant verschiedene Aktionen in den Ferien: Am 27. Oktober, 11.30 Uhr, können Ferienkinder auf Entdeckungstour gehen und herausfinden, warum und seit wann das Schloss einen Bärengraben hat. Dabei lernen sie die Tiere, die Natur Sachsens vor 500 Jahren, die leidenschaftliche Jägerin und Kurfürstin Sibylle kennen und können sich selbst an der Armbrust ausprobieren. Ausgestattet mit Renaissancekostümen (für Kinder und für Erwachsene) und Requisiten können Kinder am 29. Oktober um 14 Uhr ein höfisches Tafelzeremoniell nachspielen - und sich so wie wahre Prinzessinnen und Prinzen fühlen. Weitere Infos zu den Aktionen gibt es auf der Internetseite des Schosses.
Hausmannskost in Leipzig

Die Auswahl an deutschen Restaurants ist in Leipzig gigantisch – umso schwerer fällt mitunter die Entscheidung. Gutbürgerliche Küche heißt bei Weitem nicht, dass nur Schnitzel und Rouladen auf dem Teller landen – auch Hausmannskost kann kreativ sein. Die LVZ hat Lokale getestet, die deftige Küche servieren.
Schaarschmidts hat eine Erwähnung im Guide Michelin. (Foto: Kempner)
Schaarschmidts hat eine Erwähnung im Guide Michelin. (Foto: Kempner)
Schaarschmidts Restaurant in Gohlis
Was steht auf der Karte?
Deutsche Küche wird in diesem Restaurant auf ein neues Niveau gehoben. Gereicht werden traditionelle deutsche Gerichte, kombiniert mit neuen und ungewöhnlichen Zutaten. Eine klassische Speisekarte gibt es nicht, dafür bringen die Gastgeber eine große Tafel an den Tisch.
Wie fühlt es sich hier an?
Im Gegensatz zum großen Ratskeller kommt im Scharrschmidts schon fast ein familiäres Gefühl auf. Das Lokal ist von innen eher überschaubar, zugleich liebevoll eingerichtet. Volle Bücherregale und Gemälde lassen Museumsatmosphäre aufkommen.
Das Besondere?
Das Restaurant in Gohlis findet Erwähnung im renommierten Guide Michelin.
Fazit und Bewertung
Wer in Leipzig gehobene deutsche Küche sucht, wird im Schaarschmidts glücklich. Für Speisen, Ambiente und Service gibt es die volle Wertung: 5 von 5 Punkten.
Schnitzel - ein Klassiker, den auch der Ratskeller serviert. (Foto: Kempner)
Schnitzel - ein Klassiker, den auch der Ratskeller serviert. (Foto: Kempner)
Ratskeller
Was steht auf der Karte?
Hausmannskost, nicht neu interpretiert, aber äußerst solide. Die heimische Spezialität Leipziger Allerlei wird ebenso serviert wie Schnitzel und Käsespätzle. Auch ein Exkurs in die Vereinigten Staaten ist möglich, dafür sorgt eine umfassende Burger-Karte.
Wie fühlt es sich hier an?
Gelegen unter dem neuen Rathaus, bietet der Ratskeller ein historisches Ambiente. Durch die zentrale Lage ist das Restaurant eine beliebte Adresse bei Touristen. So kann es auch unter der Woche voller und lauter werden.
Das Besondere?
Der Ratskeller eignet sich auch für einen Besuch ohne großen Hunger – Durst allein genügt. Denn im Restaurant wird Bier gleich selbst gebraut.
Bewertung und Fazit
Ambiente, Geschmack und Freundlichkeit: Der Ratskeller kann auf ganzer Linie überzeugen. Da es auch unter der Woche voller werden kann, lohnt sich in jedem Fall eine Reservierung. Wir vergeben 4,5 von 5 Punkten.
Im Ratskeller gibt es auch selbst gebrautes Bier. (Foto: Kempner)
Im Ratskeller gibt es auch selbst gebrautes Bier. (Foto: Kempner)
Thüringer Hof
Was steht auf der Karte?
Deftige Küche, wie sie der Name verspricht: Thüringer Klöße, Rouladen, Braten und natürlich Bratwurst. Auch fränkische Speisen kommen auf den Tisch. Ein klassisches Gericht wird übrigens nicht serviert: das Wiener Schnitzel. Vegetarier haben das Nachsehen: Eine Hauptspeise ohne Fleisch steht nicht auf der Karte.
Wie fühlt es sich hier an?
Die hohe Decke lässt den Gastraum sehr weitläufig erscheinen, ein Interieur aus Holz schafft eine rustikale Atmosphäre. Die passende Stimmung also, um eine Haxe zu verspeisen.
Das Besondere?
Touristen, die Sachsen besuchen, in ein Thüringer Traditionsrestaurant zu locken, ist vermutlich kein leichtes Unterfangen. Doch der Thüringer Hof stellt sich dieser Herausforderung seit Jahrzehnten erfolgreich.
Bewertung und Fazit
Für große Portionen ist gesorgt, der Fleischhunger wird also vollends gestillt. Vegetarier suchen auf der Karte vergebens, sie können sich höchstens mit einem Dessert oder einem Salat zufriedengeben. Die Preise fallen insgesamt sehr fair aus – und das in zentraler Innenstadtlage. Der Thüringer Hof bekommt die Note 4 von 5.
Das Fränkische Schäufele im Thüringer Hof. (Foto: Reinke)
Das Fränkische Schäufele im Thüringer Hof. (Foto: Reinke)
Das ist los am Wochenende

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